History On Line

In diesem Projekt ist das Georg-Eckert-Institut einer von zehn Partnern in einem federführend von der Universität Macerata auf den Weg gebrachten EU-Projekt. Es sollen neue Methoden in der geschichtswissenschaftlichen Forschung und Lehre sowie für das historische Lernen entwickelt und implementiert werden, die auf der neuen Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) aufbauen.

Ausgangspunkt ist der Gedanke, dass diese Technologie nicht nur die Zugänglichkeit von historischen Quellen in ungeahntem Maße vereinfacht, sondern eben dadurch auch tiefgreifende Folgen für das Lehren und Lernen von Geschichte zeitigt. Die Abhängigkeit von Sekundärliteratur verringert sich; analytische Darstellungen Dritter werden leichter überprüfbar; aus der Multimedialität ergeben sich neue kombinatorische Ansätze; die Basis für eine autonome Rekonstruktion geschichtlicher Ereignisse durch Studierende verbreitert sich; der Studierende wird zum Protagonisten seines eigenen Lernprozesses. Die freie Zirkulation von Information via Internet stärkt die Position transnationaler Historiographie. Das Projekt möchte das Potential der IKT für eine „Europäisierung“ des Schreibens und Lehrens von Geschichte nutzen.

Der Forschungsanteil des Projekts besteht in der systematischen Erfahrungsauswertung bezüglich der Schaffung und Nutzung internationaler Portale sowie der transeuropäisch angelegten kooperativen und interaktiven Bearbeitung historischer Quellen. Diesbezüglich wird vielfach Neuland betreten.

Das GEI trägt zum Aufbau einer Datenbank zu „Klassikern europäischer Bildungsgeschichte“ bei und erstellt ein didaktisch aufbereitetes, vielfach verlinktes Quellenkonvolut zur „Rückkehr der baltischen Hauptstädte nach Europa“. Auf der Grundlage dieser beiden Datensätze wird eine Pilotgruppe (im Rahmen eines Seminars an der TU Braunschweig und an der Universität Kiel) Erfahrungen im Umgang mit IKT-gestützten Lehr- und Lernmaterialien gewinnen und in Guidelines einfließen lassen. Fernziel ist es, das Portal zu einem Ort werden zu lassen, an dem Europäer referentiell ihre Geschichte erforschen, vergleichen und schreiben können. Das Projekt ist seit September 2008 online.

Halbjährliche Partnertreffen in Florenz, Berlanga de Duero und Istanbul dienten der Absprache, der Zusammenführung der Diskussion und der Konsolidierung des Projekts. Das Abschlusstreffen in Macerata im September 2009 mündete in eine Konferenz zum Thema: "New History? Contribution to the Definition of the Epistemological Statute of the Digital History".

Projektleitung

Mitarbeiter

Kooperation

  • Universität Macerata
  • TU Braunschweig
  • Historisches Seminar der Universität Kiel
  • Prof. Bernd Mütter (Universität Oldenburg)

Kontakt

Robert Maier

Leiter / Abteilung Europa

Außenstelle B1.14.1
Tel.: +49 531 59099-550
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Sebastian Klaes

Bibliothek

Villa E3.05b
Tel.: +49 531 59099-270
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