Schulbuchentwicklung
in den baltischen Staaten

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion errangen Estland, Lettland und Litauen ihre Unabhängigkeit wieder. Wie andere neue Staaten in Mittelosteuropa mussten sie ein eigenes Bildungssystem aufbauen und neue Curricula und Schulbücher entwickeln. Der Einfluss Moskaus auf die alten Bücher wurde in den Fächern Geschichte und Geographie am deutlichsten.

In diesem Reformprozess wandten sich Politiker und Schulbuchautoren an das Georg-Eckert-Institut, um sich Anregungen aus der westeuropäischen Erfahrung bei der Entwicklung von Schulbüchern zu holen. Es wurden Konferenzen und Seminare durchgeführt, auf denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Konzeption und Struktur neuer Schulbücher diskutierten.

Gefördert vom Georg-Eckert-Institut und der Robert-Bosch-Stiftung entstand zur weiteren Unterstützung ein Schulbuchzentrum in Vilnius. Dieses ist Treffpunkt und Ideenbörse für Wissenschaftler und Schulbuchautoren aus den baltischen und benachbarten Staaten und erleichtert den Transfer von Know-how.

Inzwischen wurden Curricula und Unterrichtswerke weiterentwickelt.  Eine Konferenz im Oktober 2010 konnte so auf zwei Jahrzehnte dieser Entwicklung im Fach Geographie in den drei baltischen Staaten zurückblicken. Zu dem inzwischen erreichten Know-how in der Schulbuchgestaltung haben auch Seminare und Stipendienaufenthalte in Braunschweig sowie der vom Institut
vermittelte Austausch untereinander beigetragen.

Laufzeit

  • bis Ende 2010

Projektleitung

  • Georg Stöber

Kooperationspartner

  • Ülle Liiber (Institute of Geography, University of Tartu)Natālija Buile und Ināra
  • Švarca (Izglītībaz satura un eksaminācijas centrs, Riga)

Kontakt

Georg Stöber
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