Holocaust und Genozid in der aktuellen Bildung. Lehrpläne, Schulbücher und Schüleraufsätze im Vergleich

Dieses Projekt erforschte Konzeptualisierungen und Visualisierungen des Holocaust und von Genozid in staatlichen Lehrplänen, Schulbüchern und Schüleraufsätzen in Europa. Besondere Aufmerksamkeit wurde dabei auf die Art und Weise gelegt, in der der Holocaust und andere Genozide (innerhalb und außerhalb Europas) im Bildungswesen semantisch verknüpft sind. Es prüfte nationale und regionale Vermächtnisse des Holocaust und anderer Genozide im aktuellen Bildungswesen, verglich ihre Behandlung in verschiedenen Schulfächern und beurteilte das Ausmaß, in dem deren Verständnis, welches in Lehrplänen, Schulbüchern und Schüleraufsätzen vermittelt wird, konvergierte oder divergierte.

Da das Forschungsfeld der genocide studies jenes der Holocaust studies zu ergänzen, wenn nicht sogar zu ersetzen schien und da internationale Organisationen zunehmend breiteres und vertieftes Wissen über historische Massenverbrechen und genozidale Prozesse im Allgemeinen empfohlen, hat dieses Projekt Bildungsmaterialien untersucht, die in den Ländern Europas und dessen Randgebieten verwendet wurden.

Dieses Projekt wurde vom Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung in Kooperation mit der UNESCO durchgeführt.

Laufzeit

2016 – 2018

Finanzierung

Europäische Union, Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, Zukunftsfonds der Republik Österreich, Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Weitere Informationen

Weitere Informationen: (Faltblatt)

Das Projekt basierte auf der Studie The International Status of Education about the Holocaust. A Global Mapping of Textbooks and Curricula (http://unesdoc.unesco.org/images/0022/002287/228776e.pdf)

Siehe auch die neue Studie Zur Darstellung des Antisemitismus  in deutschen Schulbüchern (Falk Pingel, 2017). repository.gei.de/bitstream/handle/11428/218/ED9_Pingel_Antisemitismus.pdf