Der Einfluss transnationaler Erziehung: Beziehungen zwischen dem Völkerbund und China in der Zwischenkriegszeit

Seit dem 19. Jahrhundert spielen internationale Institutionen in der Übertragung und Kommunikation pädagogischer Ideen eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen verschiedenen Nationen die Verbreitung und den Austausch von Ideen in Bezug auf Erziehung. Nach dem Ersten Weltkrieg waren der Völkerbund und dessen Unterabteilungen, wie z.B. das Internationale Komitee für Intellektuelle Zusammenarbeit, oder das Internationale Institut für Lehrfilmwesen, die bedeutendsten Einrichtungen auf diesem Gebiet, deren Ziel es war, internationales Verständnis und intellektuelle Kommunikation zu fördern.

Das Projekt beschäftigt sich mit der Geschichte der Erziehungskooperation zwischen dem Völkerbund und China. Diese Kooperation bestand aus den folgende Teilen: ein Austausch von Professoren zwischen Europa und China; Einrichtung von Erziehungsdelegationen, der Austausch von Lehrfilmen und weiteren transnationalen intellektuellen Aktivitäten, die aus dieser Kooperation entstanden. Die hauptsächlichen Fragen sind folgendermaßen: was sind die extrinsischen Triebkräfte und sozialen Hintergründe von transnationalem Erziehungsaustausch und Erziehungskooperation; wie erzeugte der Völkerbund transnationale Räume und verband dadurch West und Ost; wie ist das Verhältnis zwischen Akteuren, den Organisationen und Institutionen des Völkerbund und China, inwiefern waren einzelne Akteure in die Kooperation eingebunden und wie förderten diese Verbindungen den Fortgang transnationalen Austausches und transnationaler Kommunikation; was hat diese Kooperation zum transnationalen Erziehungsaustausch und Erziehungskommunikation beigetragen und schließlich die Frage zu welchem Grad erfüllten sich die ursprünglichen Erwartungen?