Konstruktionen des türkischen Selbstbilds in Schulbüchern für den herkunftssprachlichen Türkischunterricht

Dieses Projekt analysiert die Konstruktionen nationaler Identität in Schulbüchern für den herkunftssprachlichen Unterricht (HSU) nach Konsulatsmodell und in Landesverantwortung an deutschen Schulen in einem Vergleich der in Deutschland veröffentlichten und für den HSU in Landesverantwortung in drei Bundesländern zugelassenen Schulbücher mit den in Ankara für den weltweiten Gebrauch im HSU entwickelten Bildungsmaterialien. Dafür werden die acht Schulbücher der Schulbuchreihe "Türkce ve Türk Kültürü“ des türkischen Bildungsministeriums sowie acht ausgewählte in zwei in Deutschland ansässigen Schulbuchverlagen erschienene und in drei Bundesländern zugelassene Schulbücher kapitelweise inhaltsanalytisch aufgearbeitet und im Hinblick auf Manifestationen des türkischen Selbstbildes in den vier Dimensionen Geschichte, Kultur, Religion und Geschlechtervorstellungen verglichen. Die Untersuchung von Geschichtsnarrativen kann Erkenntnisse über Schwerpunkte und Auslassungen der türkischen Geschichte gerade auch im Hinblick auf religiöse und ethnische Vielfalt einschließlich Erinnerungen an Konflikte in den Konstruktionen des Selbstbildes liefern. Forschungsmethode ist die kritische Diskursanalyse mit der kultur- und religionsbezogene Inhalte sowie pädagogische Ansätze der Bildungsmedien und die in ihnen präsentierten geschichtlichen Narrative, Türkeibilder und Islaminterpretationen herausgearbeitet werden. Die Ergebnisse der Schulbuchanalyse werden mit ausgewiesenen BildungsexpertInnen für den herkunftssprachlichen Unterricht in einem anderthalbtägigen Workshop diskutiert und anschließend in einem ca. 40-seitigen Forschungsbericht veröffentlicht.

 

Finanzierung

Max-Traeger-Stiftung

Projektleitung

Riem Spielhaus

Projektmitarbeiterin

Zrinka Stimac

Aysegül Turan (SHK)

Projektberatung

Önder Cetin, research fellow