Kritische geopolitische Analyse der Darstellung von Umweltwandel und Konflikt in Schulbüchern

Hochrangige politische Entscheidungsträger/innen wie die Außenminister/innen der G7-Staaten oder Barack Obama haben unlängst einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel, dadurch verursachten Umweltveränderungen und gewaltsam ausgetragenen Konflikten anerkannt. In der Forschung ist jedoch umstritten, ob die Knappheit natürlicher Ressourcen oder Naturkatastrophen zu einem vermehrten Auftreten gewaltsamer Konflikte führen. Das Projekt befasst sich mit der Frage, ob und wie der Zusammenhang von Umweltwandel und Konflikten in Schulbüchern thematisiert wird. Schulbücher werden in diesem Kontext als Träger und Vermittler gesellschaftlich dominanten Wissens konzipiert. Dieses Wissen ist, insbesondere in Staaten des globalen Nordens, grundlegend für umwelt-, klima- und sicherheitspolitische Entscheidungen mit potentiell globalen Auswirkungen. Für das Projekt werden theoretische Ansätze der popular geopolitics und der Versicherheitlichung mit den Methoden der Diskursanalyse, der Inhaltsanalyse und der Bildanalyse kombiniert. Auch eine Erforschung der Rezeption von Schulbuchaussagen zu Umweltwandel und Konflikt in den Schulen selbst ist geplant.

Laufzeit

  • 2015-2018

Finanzierung

  • GEI

Publikationen

Ide, Tobias (2016): Critical Geopolitics and School Textbooks: The Case of Environment-Conflict Links in Germany. Political Geography 55 (1), 61-70.

Kontakt

Tobias Ide

Abwesend / Abteilung Schulbuch und Gesellschaft

Außenstelle B1.10
Tel.: +49 531 59099-0
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