Preventing Violent Extremism through Education (PVE-E) (2. Projektphase)

Das Projekt „Verhütung des Gewalttätigen Extremismus durch Bildung (PVE-E) in Deutschland: Diskurse und Praktiken“ hat das Ziel, mittels empirischer Analysen im formalen Bildungsbereich einen Beitrag zum besseren Verständnis derzeitiger Diskurse, pädagogischer Ansätze und Praktiken zur Prävention extremistischer Gewalt durch Bildung im deutschen Bildungssystem zu leisten. Dafür wurde in der ersten Projektphase 2018 zum einen ein Überblick über einschlägige internationale Diskurse und Praktiken zur Prevention of Violent Extremism through Education erstellt und zum anderen eine Analyse von Lehrplänen und Schulbüchern der Sekundarstufe I für den Geschichts- und Sozialkundeunterricht in den 16 Bundesländern durchgeführt. Erste Ergebnisse wurden unter dem Titel „Prävention von gewalttätigem Extremismus durch Bildung. Internationale und deutsche Ansätze“ publiziert.

In der zweiten Projektphase von Januar bis August 2019 werden zwei Projektziele verfolgt. Erstens werden aktuelle Lehrpläne der 16 deutschen Bundesländer sowie eine repräsentative Auswahl an Schulbüchern für die Sekundarstufe II sowie für die berufliche Bildung analysiert. Zentrale Fragen der Schulbuchanalyse sind, ob und wie PVE-Diskurse aufgegriffen werden. Dabei werden auch aktuelle Debatten über PVE-E – international sowie in Deutschland – mit der Schulbuchanalyse in Kontext gesetzt. Zweitens werden anhand eines digitalisierten Schulbuchsamples Tools der Digital Humanities – in enger Kooperation mit der Abteilung DIFI und der Forschungsbibliothek – entwickelt und erprobt bzw. wird auf frühere Projekte aufgebaut. Die quantitativen und qualitativen Analysewerkzeuge werden in einer Toolbox kombiniert, um so auch eine Nutzung für zukünftige Projekte der Schulbuchforschung zu ermöglichen.