Schulbuchkommissionen

Die Organisation bilateraler Schulbuchgespräche gehört zu den zentralen Tätigkeitsfeldern des Instituts seit dessen Gründung. Insbesondere mit Frankreich (seit 1949), Polen (seit 1972) und Israel (seit 1981) etablierte sich ein fruchtbarer Dialog um erinnerungskulturelle und geschichtspolitische Unterschiede und Gemeinsamkeiten sowie die gegenseitigen Repräsentationen in den jeweiligen Schulbüchern. Von den dabei gewonnenen Erfahrungen und den über die Jahre entstandenen Netzwerken profitiert nicht nur die Forschung am GEI. Auch international wird diese einzigartige Expertise im Kontext von Vorhaben der Schulbuchrevision immer wieder nachgefragt.

Die bilaterale Schulbuchzusammenarbeit ist in Form von Schulbuchkommissionen institutionalisiert, in denen Fachwissenschaftler*innen, Didaktiker*innen und Vertreter*innen aus der pädagogischen Praxis eng zusammenarbeiten. Neben der Analyse von Schulbüchern, der Erstellung entsprechender Empfehlungen und der Beratung von Stakeholdern aus Politik und Praxis stehen wissenschaftliche Veranstaltungen im Vordergrund, bei denen aktuelle gesellschaftliche Fragen erörtert oder neue Theoriekonzepte auf ihre Tragfähigkeit für die Arbeit der Kommissionen geprüft werden. Als weitere Säule ihrer Tätigkeit hat sich in den vergangenen Jahren die Erstellung bilateraler Unterrichtsmaterialien etabliert.

Das GEI koordiniert gegenwärtig drei bilaterale Schulbuchkommissionen:

  • Deutsch-Israelische Schulbuchkommission
  • Deutsch-Polnische Schulbuchkommission
  • Deutsch-Tschechische Schulbuchkommission