Ordnungen des Wissens

Im Forschungsschwerpunkt „Ordnungen des Wissens“ untersuchen WissenschaftlerInnen des GEI schulische Bildungsmedien als gesellschaftlich besonders relevante Medien, die politische, ökonomische, soziale und epistemische Ordnungen reflektieren, durch diese gerahmt sind und gesteuert werden. Das Team analysiert und kartiert die über das Schulbuchwissen entscheidenden AkteurInnen und Regime der Gouvernementalität im Kontext politischer und ökonomischer Bedingungen sowie im Rahmen der Zirkulation gesellschaftlich verfügbaren Wissens.

Die Produktion von Schulbüchern wird vergleichend in transnationalen wissensgeschichtlichen und -soziologischen Perspektiven untersucht. Die ForscherInnen fragen danach, welche Faktoren Impulsgeber für den Wandel von Schulbuchwissen waren oder sind. Dabei sind historische Transformationen von Wissensordnungen von besonderem Interesse, die selbst einen relevanten Forschungsgegenstand darstellen, aber auch ein wichtiges Referenzsystem für aktuelle und zukünftige Ordnungen des Wissens bilden.

Im Fokus stehen institutionelle Rahmungen wie Curricula, Zulassungssysteme und Wettbewerbsordnungen sowie epistemologische Rahmungen, beispielsweise in Form von fach- und erziehungswissenschaftlichen Debatten oder gesellschaftlich dominanten Diskursen wie diejenigen um Europa, Krisen oder Migration.