Internationale Georg Arnhold Summer School

Extremismus-Prävention durch Bildung

Herausforderungen, Strategien und Methoden - 5. Georg Arnhold International Summer School

Braunschweig, Deutschland
23.07.-27.07.2018

Zur diesjährigen Summer School kamen junge WissenschaftlerInnen, ExpertInnen sowie MitarbeiterInnen internationaler Organisationen aus 22 Ländern zusammen, die sich in Forschung und Arbeit kritisch mit dem Thema Extremismus-Prävention (PVE-E) durch Bildung auseinandersetzen. 

Die Wahl des Themenschwerpunkts der fünften Georg Arnhold Summer School reflektiert die zunehmende Bedeutung, der Bildung als Antwort auf das transglobale Problem der extremistischen Gewalt inzwischen beigemessen wird. Dies steht in Einklang mit der wachsenden weltweiten Akzeptanz von PVE-E als wichtiges Instrument zur Verteidigung von Frieden und Menschenrechten, wie die im Dezember 2015 erfolgte Veröffentlichung des Aktionsplans des UN-Generalsekretärs zur Prävention von gewalttätigem Extremismus zeigt. Der Aktionsplan betont, dass Bildungsmaßnahmen ergriffen werden müssen, um gewalttätigen Extremismus zu verhindern. Insbesondere die Maßnahmen der UNESCO wurden in den letzten Jahren merklich ausgeweitet, nicht nur mit formalen Beschlüssen zur Förderung von PVE-E (z.B. UNESCO-Exekutivratsbeschluss 197EX/46), sondern auch mit globalen Konferenzen und der Erstellung von Leitfäden für Lehrerpersonen, Interessengruppen und der Schaffung von Bildungsressourcen. Zahlreiche staatliche und nichtstaatliche Akteure, Gemeindeorganisationen, ForscherInnen und Personen der Praxis haben ihr Engagement für PVE-E ebenfalls verstärkt.

In diesem sehr breiten Bereich konzentrierte sich die Sommerschule auf Lehrpläne und Lehrplanreformen, Bildungsmedien, formale und nicht-formale Bildungsaktivitäten sowie die Arbeit verschiedener Interessengruppen wie LehrerInnen, NGOs, Regierungen und internationale Organisationen.

Während der einwöchigen Summer School wurde deutlich, dass gewalttätiger Extremismus ein Thema ist, das nicht nur aus einem Land oder einer Kultur stammt, sondern als eine Reihe von Menschenrechtsverletzungen beschrieben werden muss, die weltweit auftreten und die von verschiedensten Akteuren aus unterschiedlichen Gründen begangen werden. Gegenstand der Beiträge und Diskussionen dieser Woche waren auch die definitorische Beschränkungen des Extremismus-Vokabulars oder auch das Potenzial für negative Folgen von Interventionen, wenn sich z. B. bestimmte Gruppen, die durch PVE-E-Initiativen angesprochen werden sollen, bereits durch diese ausgegrenzt fühlen. In Anerkennung dessen lag der Schwerpunkt der Summer School in diesem Jahr besonders auf Herausforderungen, Strategien und Praktiken.

Mehr über die Präsentationen, Fragen und Ergebnisse der Georg Arnhold Summer School 2018 erfahren Sie im Bericht zur Summer School.