Osteuropa-Stipendienprogramm
Möllgaard-Stipendium

Das dank der Zuwendung der Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung geschaffene Stipendienprogramm ermöglicht es dem GEI, Gastwissenschaftler*innen aus der Ukraine und benachbarten Ländern Ost- und Mitteleuropas mit einem Stipendium für einen Forschungsaufenthalt am GEI zu fördern. Das Institut ist traditionell stark auf diese Region ausgerichtet und zeichnet sich durch eine über Jahrzehnte gewachsene Osteuropa-Expertise aus. Dank der Ausweitung des hauseigenen Stipendienprogramms durch die Mitfinanzierung der Stiftung in Form des Möllgaard-Stipendiums konnten die Kontakte des GEI zu Wissenschaftler*innen und Schulbuchautor*innen aus dieser Region stark erweitert und intensiviert werden.

Umfang des Stipendiums

  • 1.000 EUR/Monat plus Reisekostenzuschuss,
  • Die Stipendiat*innen erhalten die Möglichkeit in einem Gästeapartment des Instituts untergebracht zu werden,
  • Umfassende Einführung in und Nutzung der bibliothekarischen Ressourcen des GEI
  • Zurverfügungstellung eines eigenen Arbeitsplatzes in der Bibliothek
  • Zuweisung einer Betreuungsperson
  • Teilnahme am Forschungskolloquium des Instituts

Bewerbung

Auf das Möllgaard-Stipendium können sich Nachwuchsforschende, etablierte Wissenschaftler*innen und Personen aus der Bildungspraxis aus der Ukraine und deren Nachbarländern bewerben. Anträge sollen per E-Mail bis zum 15. September eines Jahres für das darauf folgende Jahr eingereicht werden. Mehr zum Bewerbungsprozess finden Sie hier.

Möllgaard-Stipendiat*innen am GEI

Während der ersten Förderperiode 2016-2018 kamen insgesamt 25 Wissenschaftler*innen aus der Ukraine und weiteren osteuropäischen Ländern ans Institut. Das Möllgaard-Stipendium ermöglichte es ihnen, ihre aktuellen und gesellschaftlich relevanten Forschungen am GEI durchzuführen. Schwerpunkmässig beschäftigten sich diese Gastwissenschaftler*innen in ihren Untersuchungen mit der Bedeutung von Geschichte, Erinnerungskultur und Erinnerungspolitik für gegenwärtige Prozesse des nation building sowie des Umgangs mit vergangenen Konflikten und kultureller Identitätsbildung in den Ländern Ost-/Mitteleuropas.

Die Stipendiat*innen profitieren bei der Durchführung ihrer Projekte besonders von der umfangreichen Schulbuchsammlung und der wissenschaftlichen Forschungsliteratur des GEI sowie von der intensiven Betreuung durch die Mitarbeiter*innen der Bibliothek und auch den wissenschaftlichen Austausch mit den Kolleg*innen des GEI schätzen sie sehr. 

Die beiden Möllgaard-Stipendiatinnen Dr. Maya Razmadze (Dritte v. l.) und Prof. Dr. Elene Medzmariashvili (Fünfte v. l.) bringen die Ergebnisse ihres Forschungsaufenthaltes ein. Tagung "Sozialkundeunterricht in Deutschland und Georgien. Dialog zu einem entstehenden georgischen Schulbuch" in Tiflis am 19.-20. Juni 2017