"Das europäische (Schul)Haus". Politische Räume, historische Konstruktionen und kulturelle Identitäten

Die Bestrebungen, Europa zu thematisieren und zu definieren, variieren in sehr spezifischer Weise in Abhängigkeit von Zeit und Raum. Die Rückschläge bei der Verfassungsgebung sowie der Bewältigung der Finanz- und Schuldenkrise innerhalb der Europäischen Union werfen die Frage nach dem inneren europäischen Zusammenhalt mit verschärfter Dringlichkeit auf. Gleichzeitig entziehen die EU-Erweiterungsszenarien jenen bislang identitätstiftenden Europa-Vorstellungen den Boden, die auf ein abendländisches Erbe abheben. Die Wissenschaft reagiert sehr uneindeutig auf die Frage, ob und wie sich auf die Geschichte Europas eine europäische Identität gründen lässt. Für den geschichtlichen und politischen Unterricht ist "Europa" ein klassisches Feld und eine neue Herausforderung. Er kommt nicht umhin, sich auf den Zukunftsentwurf Europas einzulassen, zugleich muss er die Suchbewegungen der Wissenschaft in angemessener Weise  nachvollziehen.  

Die in diesem Arbeitsbereich angesiedelten Forschungsprojekte beschreiben und analysieren die ambivalenten Prozesse der Herausbildung von europäischen Identitäts- und Bewusstseinsstrukturen und fragen nach ihrer Bedeutung für die pädagogische Praxis.

Die Vorhaben sind den folgenden Themenschwerpunkten zugeordnet:

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Letzte Änderung: 04.02.2012