Europa und der nationale Faktor
Die Visionen von Europa reichen von einer Konföderation der Nationalstaaten bis hin zu einem einheitsstaatlichen Gebilde, in dem „Nation“ kaum mehr denn als folkloristisches Element in Erscheinung tritt. Zwar ist auf der einen Seite die Tendenz klar erkennbar, Befugnisse des Nationalstaats einzuschränken und ökonomische Entwicklungen wirken in dieselbe Richtung. Auf der anderen Seite registrieren wir nationalistische Aufwallungen, die zumindest zeigen, dass der nationale Gedanke wohl noch lange Zeit mit „Europa“ konkurriert oder zumindest die Europavorstellungen beeinflusst.
Hinzu kommt, dass schulische Bildung in Europa traditionell unter nationalstaatlicher Ägide betrieben wurde und bis heute wird. Die dadurch eingeschliffenen Traditionen sowie die Beharrungskräfte sind geeignet, nationale Sichtweisen strukturell zu perpetuieren.
In diesem Themenschwerpunkt sind folgende Projekte angesiedelt:
Deutch-Polnisches Geschichtsbuch / Deutsch-Polnische Schulbuchkommission
Deutsch-Tschechische Schulbuchkommission



