Geschichte, Theorien und Methoden der Bildungsmedien(forschung)

Profil

In diesem Jahr hat das GEI damit begonnen, diesen Arbeitsbereich mit dem Ziel aufzubauen, die historische Entwicklung des Schulbuches und anderer schulrelevanter Bildungsmedien zu erforschen sowie das Theorienarsenal und das Methodenspektrum dieses Forschungsfeldes systematisch zu erfassen und zu erweitern. Das GEI bietet als Knotenpunkt der internationalen Schulbuch- und Bildungsmedienforschung dafür die ideale institutionelle Basis. Unter Nutzung seiner kulturwissenschaftlichen Kompetenzen und seiner ausgedehnten Netzwerke wird das GEI im interdisziplinären und internationalen Dialog zur Selbstverständigung über den Gegenstand beitragen und das Forschungsfeld strukturieren. Das mittelfristige Ziel des Arbeitsbereiches besteht darin, theoretisch-methodische Grundlagen einer kulturwissenschaftlich ausgerichteten Schulbuch- und Bildungsmedienforschung zu formulieren und zu definieren.

Mit dem neuen Arbeitsbereich GTM dehnt das Georg-Eckert-Institut auf der einen Seite seine Forschungsschwerpunkte aus, passt sie den Anforderungen moderner Wissenschaft an, stärkt seine Theoriebasis, reflektiert sein methodisches Instrumentarium und vertieft die historische Perspektive. Er wird die einzigartige historische Sammlung der Bibliothek erstmals systematisch erschließen und für seine wissenschaftlichen Projekte nutzen. Das von der DFG geförderte Projekt GEI-Digital bietet nicht nur eine solide Quellengrundlage für historische Vorhaben, sondern eröffnet zugleich neue Perspektiven für zukünftige innovative Themenfelder. Darüber hinaus wird der neue Arbeitsbereich in entscheidendem Maße dazu beitragen, Kompetenzen im Bereich der empirischen Rezeptions-, Wirkungs- und Evaluationsforschung auszubauen und langfristig als zentrales Forschungsfeld im GEI zu etablieren.

Auf der anderen Seite knüpft GTM in vielfältiger Weise an bereits laufende Forschungen im Institut an. Das betrifft sowohl eine Reihe von historisch angelegten Projekten (u.a. History Beyond Borders, Geschichte der deutsch-polnischen Schulbuchkommission, EurViews) als auch Projekte, die bereits sozialwissenschaftliche Methoden anwenden (Kulturelle Deutungsmuster).

Schwerpunkte

Der Bereich GTM forscht zu den historischen, theoretischen und methodischen Grundlagen des akademischen Feldes einer kulturwissenschaftlich ausgerichteten Bildungsmedienforschung sowie zur Geschichte von Bildungsmedien. Mit dem Vorhaben, ein Standardwerk zu den theoretischen und methodischen Grundlagen des Feldes zu verfassen, trägt er ganz wesentlich dazu bei, das Fundament der historischen und gegenwärtigen Schulbuch- und schulrelevanten Bildungsmedienforschung zu schaffen.

Vor allem im methodischen und theoretischen Bereich (Edudata) bietet GTM Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in- und außerhalb des Instituts zugleich wichtige Forschungsinfrastrukturen und Dienstleistungen an. Und auch für Bildungspolitiker und -praktiker erbringt der Arbeitsbereich wichtige Transferleistungen. Hierzu gehören u.a. Richtlinien für die Mediation in Schulbuchkonflikten und methodisch reflektierte Prozessevaluationen zu Schulbuch- und Bildungsprojekten in Transformationsgesellschaften.

Arbeitsfelder

 

 
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Letzte Änderung: 09.02.2012