Neuigkeiten aus dem Georg-Eckert-Institut (Juni 2011)

 (English version see below)

Klaus Hüfner mit dem Großen Bundesverdienstkreuz geehrt

Am 23. Juni wurde Prof. Dr. Klaus Hüfner von Bundespräsident Christian Wulff für seine Verdienste um die internationale Bildungs- und Friedenspolitik mit dem Großen Bundesverdienstkreuz geehrt.
Hüfner war viele Jahre Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission und ist seit 2010 Ehrenmitglied. Neben seinen zahlreichen anderen Tätigkeiten war er auch langjähriges Mitglied im Kuratorium und Wissenschaftlichen Ausschuss des GEI.
Im Bundespräsidialamt konnte ihm die Direktorin des Georg-Eckert-Institutes, Simone Lässig, persönlich gratulieren.

Weitere Informationen: http://www.gei.de/aktuelles/mitteilungen/mitteilung-details/article/prof-dr-klaus-huefner-langjaehriges-mitglied-im-kuratorium-und-wissenschaftlichen-ausschuss-des-g.html

Verleihung des Holberg-Preises an Jürgen Kocka

Die Direktorin des Georg-Eckert-Instituts, Simone Lässig, und Stein Kuhnle (Hertie School of Governance/Universität Bergen) moderierten am 7. Juni 2011 auf Bitten des Norwegischen Sekretariats des Holberg-Preises das wissenschaftliche Symposium zur Preisverleihung an den Historiker Jürgen Kocka. Die Auszeichnung ist auch ein Erfolg für den Vorstand des Verbandes der Historikerinnen und Historiker Deuschlands, der den dem Georg-Eckert-Institut sehr verbundenen Wissenschaftler nominiert hatte. Der Preis, den vor Kocka u.a. Jürgen Habermas, Nathalie Zemon Davies und Julia Kristeva erhalten haben, ist nach Ludvig Holberg benannt, einem Universalgelehrten, der entscheidend zur Verbreitung der Aufklärung in den nordischen Ländern beigetragen hat. Der Holberg-Preis ist ausdrücklich für Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften eingerichtet worden und mit 570 000 Euro ungewöhnlich hoch dotiert.

Weitere Informationen: http://www.gei.de/aktuelles/mitteilungen/mitteilung-details/article/verleihung-des-holberg-preises-an-juergen-kocka.html
Oder: http://www.holbergprisen.no/en/holberg-international-memorial-prize/holberg-prize-symposium-2011.html

Simone Lässig in den Hochschulrat der TU Braunschweig gewählt

Die Direktorin des Georg-Eckert-Institutes, Simone Lässig, hat am 1. Juni ihre Arbeit als gewähltes Hochschulmitglied im Hochschulrat der TU Braunschweig angetreten. Ihre Amtszeit dauert vier Jahre. Das Gremium berät das Präsidium der TU und nimmt zu Entwicklungs- und Wirtschaftsplänen sowie zur Gründung von und Beteiligung an Unternehmen durch die Hochschule Stellung. Außerdem wirkt es an der Besetzung des Hochschulpräsidiums mit. Dem Hochschulrat gehören prominente Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an.

Weitere Informationen: http://www.gei.de/aktuelles/mitteilungen/mitteilung-details/article/die-direktorin-des-georg-eckert-institut-ist-mitglied-im-neuen-hochschulrat-der-tu-braunschweig.html


Kontakt: Verena Radkau (radkau@gei.de)

GEI-Digital im Zentralen Verzeichnis Digitalisierter Drucke (ZVDD)

Seit dem 19. Mai 2011 lassen sich die Bestände der digitalen Schulbuchbibliothek des Georg-Eckert-Instituts über das zentrale Verzeichnis digitalisierter Drucke (ZVDD)
recherchieren und sind dort als eigene Sammlung abrufbar. Neben der Direktsuche über die Projekthomepage und den Online-Katalog der Bibliothek des GEI gibt es damit eine weitere Möglichkeit, die digitalisierten Werke auf der ZVDD-Seite nach verschiedenen Kriterien über eine Suchmaske aufzufinden. Eine direkte Betrachtung der Digitalisate ist mittels DFG-Viewer möglich.
Die ZVDD ist das Nachweisportal für in Deutschland erstellte Digitalisate von Druckwerken vom 15. Jahrhundert bis heute. Sie ermöglicht eine einheitliche Recherche der Digitalisate verschiedener Digitalisierungsprojekte.

Weitere Informationen: http://gei-digital.gei.de/cms/start/aktuelles/aktuelle-mitteilung/datum////gei-digital-im-zentralen-verzeichnis-digitalisierter-drucke-zvdd/

Digitalisierte Schulbücher aus GEI-Digital in Europeana

Die im Rahmen des GEI-Digital-Projektes digitalisierten Schulbücher sind seit dem 14. April 2011 in Europeana zugänglich. Möglich ist dies durch die Kooperation mit dem Aggregator EuropeanaLocal-Deutschland.
Europeana ist ein Internet-Portal, dass die gleichzeitige Sichtung von digitalen Beständen Europäischer Museen, Bibliotheken, Archive und audio-visueller Sammlungen ermöglicht.
Die digitalisierten Schulbücher können nun in einem gemeinsamen Kontext mit vielen anderen digitalen Sammlungen aus ganz Europa genutzt werden.
Europeana ist an der Nationalbibliothek der Niederlande angesiedelt und wird von der Europäischen Kommission teilfinanziert.

Weitere Informationen: http://gei-digital.gei.de/cms/start/aktuelles/aktuelle-mitteilung/datum////digitalisierte-schulbuecher-aus-gei-digital-in-europeana/

Kontakt: Robert Strötgen (stroetgen@gei.de)

Euromediterraner Workshop “Teaching Intercultural Dialogue and Religious Diversity“

Vom 16.-17. Mai 2011 führte das Georg-Eckert-Institut in Lissabon einen Workshop zum Thema “Teaching Intercultural Dialogue and Religious Diversity in the Euro-Mediterranean“ durch. An dem Workshop nahmen 36 Teilnehmer aus diversen europäischen Ländern und des südlichen Mittelmeerraums teil, deren institutionelle Anbindungen von kleinen lokalen Initiativen bis hin zu großen internationalen Organisationen reichten. Die Gruppe diskutierte zwei Tage lang intensiv über ihre Erfahrungen im Bereich der interkulturellen und interreligiösen Bildung und verfasste konkrete Empfehlungen für eine vertiefte euromediterrane Kooperation auf diesem Gebiet. Organisiert wurde der Workshop von dem im GEI angesiedelten Projekt „1001 Idee: Muslimische Kulturen und Geschichte(n)“, dem North-South Centre des Europarats in Lissabon, dem Swedish Institute Alexandria und der Anna Lindh Stiftung.

Weitere Informationen: http://www.coe.int/t/dg4/nscentre/GE/ExploratoryworkshopICD_2011_en.asp

Kontakt: Inga Niehaus (niehaus@gei.de)

„Die Überwindung gegensätzlicher Geschichtsbilder zwischen Deutschen und Polen durch Schulbuchrevision nach dem Zweiten Weltkrieg – Wege und Hindernisse“

Zu diesem Thema fand am 14. April im Georg-Eckert-Institut ein Workshop statt. Unter den insgesamt 33 Teilnehmern waren sowohl Historiker und Pädagogen, als auch Museumsexperten und Schulbuchautoren aus Lettland, Russland und Belarus. Die Veranstaltung wurde vom GEI konzipiert und in den Rahmen des vom Goethe-Institut Riga organisierten Projekts „Zeitfenster – Geschichte für die Zukunft“ eingepasst. Ziel der Maßnahme ist es, die Gesprächsbereitschaft und die Dialogfähigkeit unter Vertretern dieser drei Nachbarländer zu entwickeln. In vier Arbeitsgruppen untersuchten die Teilnehmer klassische „Empfehlungs“-Texte, die im Kontext binationaler Zusammenarbeit entstanden sind; sie kategorisierten diese nach dem Grad der Öffnung nationaler Blickwinkel und suchten nach übertragbaren Mustern der Konsensbildung.

Kontakt: Robert Maier (maier@gei.de)

 

Kolloquium am 13. Juli 2011, um 17:00 Uhr, im Konferenzraum des Georg-Eckert-Instituts

Shoko Yamada (Nagoya University, Japan)

Demokratie domestizieren? Sekundarschulbücher für Staatsbürgerkunde und Ethik in der Post-Demokratisierung-Periode Äthiopiens

In der ethnisch und kulturell vielfältigen äthiopischen Gesellschaft ist die Aufrechterhaltung der nationalen Einheit immer ein Anlass zu ernster Sorge. Staatsbürgerkunde und Ethikunterricht werden als wichtiges Instrument angesehen, um Vorstellungen von Demokratie in alle Bevölkerungskreise zu tragen. Auf diese Weise soll das demokratische repräsentative System aufrechterhalten werden. In dieser Präsentation sollen auf der Basis einer Inhaltsanalyse von Lehrplänen, Lehrerhandreichungen, Schulbüchern und anderen relevanten Unterrichtsmaterialien seit den 1990er Jahren die Veränderungen in Staatsbürgerkunde und Ethikunterricht herausarbeiten.
 
Kontakt: Julia Förster (foerster@gei.de)

Kolloquium am 10. August 2011, um 17:00 Uhr, im Konferenzraum des Georg-Eckert-Instituts

Ingrid Lohmann (Universität Hamburg)

Überlegungen zum Projekt "Jüdische Bildungsgeschichte in Deutschland"

Kontakt: Julia Förster (foerster@gei.de)

Der Blick in die Zukunft durch das Prisma der Vergangenheit – wie sollen junge Europäer die Geschichte Europas lernen?

30. August 2011 in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der EU in Brüssel

Dies ist das Thema einer Kooperationsveranstaltung zwischen dem Georg-Eckert-Institut und der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union.
Weitere Informationen: http://www.gei.de/aktuelles/mitteilungen/mitteilung-details/article/der-blick-in-die-zukunft-durch-das-prisma-der-vergangenheit-wie-sollen-junge-europaeer-die-geschic.html

Kontakt: Hanna Grzempa (grzempa@gei.de)

Kolloquium am 7. September 2011, um 17:00 Uhr, im Konferenzraum des Georg-Eckert-Instituts

Maja Razmadze (GEI)

Verhandlungen über Sozialismus - Eine vergleichende Untersuchung des kulturellen Deutungsmusters des Sozialismus in Georgien

Über den Sozialismus und seine Bedeutung in der europäischen Geschichte wird bis heute kontrovers diskutiert. Das Dissertationsprojekt untersucht am georgischen Fallbeispiel, welche Deutungsmuster des Sozialismus aktuell durchgesetzt werden und wie diese jüngste Vergangenheit gerahmt wird, sowie wie die sozialistischen Bilder in den individuellen Erinnerungsnarrativen aufgehoben sind. Im Zentrum der Untersuchung steht auf der einen Seite die Analyse der Schulbücher als Träger kulturellen und staatlich standardisierten Geschichtswissens und auf der anderen Seite die Auswertung lebensgeschichtlicher Interviews von Geschichtslehrern. Sie werden wegen ihrer Doppelrolle als staatlicher akademischer Basiselite und als individuelle Zeitzeugen dieser Epoche als Knotenpunkt zwischen kollektivem und individuellem Gedächtnis betrachtet.

Kontakt: Julia Förster (foerster@gei.de)

Kulturelles Gedächtnis und Erinnerungsdiskurse in Schulbüchern und Schulrelevanter Literatur

15. – 17. September 2011 in Saratov (Russland)

Unter diesem dem Titel wird eine bilaterale Schulbuchkonferenz in Saratov, Russland, stattfinden. Unterstützt wird das Vorhaben durch drei Kooperationspartner, die auch Wissenschaftler als Referenten
zu der Tagung entsenden, namentlich die Saratover Staatliche Technische Universität, das Institut für Weltgeschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften und das DHI Moskau.
An der Konferenz werden russische und deutsche Spezialisten teilnehmen – Historiker, Politologen, Philologen, Philosophen, namhafte Schulpädagogen und Schulbuchautoren.

Weitere Informationen: http://www.gei.de/aktuelles/veranstaltungen/termindetails/article/kulturelles-gedaechtnis-und-erinnerungsdiskurse-in-schulbuechern-und-schulrelevanter-literatur.html

Kontakt: Robert Maier (maier@gei.de)

Neuerscheinungen

Ryôta Nishino: Changing Histories. Japanese and South African Textbooks in Comparison (1945 -1995)
Eckert. Die Schriftenreihe, Band 129.
Göttingen: V&R unipress, 2011.
ISBN 978-3-89971-816-4

Der Geschichtsunterricht in südafrikanischen und japanischen Schulen hat nachhaltige Kritik auf den Plan gerufen: Er versuche, kontroverse Aspekte der Vergangenheit des jeweiligen Landes zu harmonisieren und die herrschenden Regime ideologisch zu stützen. Dieses Buch ist der erste Versuch eines systematischen Vergleichs der Art und Weise, wie die Bildungsbürokratien beider Länder mit Opposition und Kritik von 1945 bis 1995 umgegangen sind. Während dieser 50 Jahre herrschten in beiden Ländern fast immer Ein-Parteien-Regierungen. Der Autor argumentiert, dass die Bildungsbürokratien sowohl in Südafrika als auch in Japan ihre Intentionen nicht explizit in Curricula und Schulbüchern zum Ausdruck brachten, sondern subtilere Maßnahmen zur Stärkung ihrer Autorität fanden. Der Studie liegt eine Auswahl von 8 Themen in 60 offiziell zugelassenen südafrikanischen und japanischen Geschichtsbüchern der Sekundarstufe zugrunde, die Veränderungen und Kontinuitäten zeigen.

Regionen in der deutschen Staatenwelt
Eckhardt Fuchs; Sylvia Kesper-Biermann; Christian Ritzi (Hrsg.): Regionen in der deutschen Staatenwelt. Bildungsräume und Transferprozesse im 19. Jahrhundert. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2011.
ISBN 978-3-7815-1790-5

Die historische Bildungsforschung hat sich seit dem 19. Jahrhundert vor allem als Nationalgeschichte verstanden. Allerdings vollzieht sich gegenwärtig ein paradigmatischer Wechsel, der das nationale Paradigma nicht auflöst, aber in eine neue Perspektive stellt. Nationalgeschichte oszilliert damit zunehmend zwischen einer europäischen oder globalen Perspektive einerseits und regionalen Ausdifferenzierungen andererseits.
Der hier vorliegende Band nimmt diesen Trend auf, indem er erstmals in vergleichender Perspektive die regionale Ebene in das Zentrum bildungs-geschichtlicher Analysen stellt und dabei über Preußen als allgemeinen Referenzpunkt hinausgeht.
Die Beiträge thematisieren nicht nur das Verhältnis von Reich und Ländern, sondern auch die regionalspezifischen Ausprägungen und interregionalen Transferprozesse im Bildungsbereich im 19. Jahrhundert.

Geographische Bildung
Christiane Meyer; Roderich Henrÿ; Georg Stöber (Hrsg.): Geographische Bildung. Kompetenzen in didaktischer Forschung und Schulpraxis. [Tagungsband zum HGD-Symposium in Braunschweig]. Braunschweig: Westermann, 2011.
(Geographiedidaktische Forschungen; 47 : Didaktische Impulse)
ISBN 978-3-14-142800-1

In der geographiedidaktischen bzw. generell in der fachdidaktischen Forschung werden gegenwärtig die für die Entwicklung von Kerncurricula bzw. darauf basierender schuleigener Curricula erstellten Kompetenzbereiche mit dem Ziel diskutiert, Modelle mit verschiedenen Dimensionen einer bestimmten Kompetenz sowie jeweils dazugehörigen Kompetenzstufen auszuweisen. Diese Entwicklung bildete den Hintergrund für die thematische Ausrichtung eines Symposiums „Geographische Bildung: Kompetenzen in Forschung und Praxis“, das in Zusammenarbeit des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung (GEI) sowie des Hochschulverbandes für Geographie und ihre Didaktik (HGD) am 18./19. März 2010 in Braunschweig stattfand.

Journalism and the Political
Felicitas Macgilchrist: Journalism and the Political. Discursive tensions in news coverage of Russia. Amsterdam; Philadelphia: Benjamins, 2011
ISBN 978-90-272-0631-2

Journalismus wird oft als “vierte Gewalt” in einer Demokratie bezeichnet. Die These dieses Buches ist, dass Journalismus eine radikalere Rolle in der Politik spielt. Am Beispiel der internationalen Berichterstattung über das postsowjetische Russland zeigt es die (Re)produktion der sozialen Ordnung des „gesunden Menschenverstandes“, in der eine bestimmte Weltregion entwickelter, zivilisierter und demokratischer als andere Regionen ist. In Anknüpfung an Laclau, Mouffe u.a. macht das Buch deutlich, dass vor allem im Journalismus die Instabilität dieser globalen sozialen Ordnung sichtbar wird. Es richtet sich an Wissenschaftler aus den Gebieten Diskursanalyse, Journalismus und Kommunikationswissenschaften sowie Kulturwissenschaften und Politikwissenschaft und an alle, die an „positiver“ Diskursanalyse und praktischen gegendiskursiven Strategien interessiert sind.

Medienlotsen gesucht
Matthias Kleimann: Medienlotsen gesucht. Konzeption und Evaluation einer Unterrichtseinheit zur Prävention problematischer Mediennutzungsmuster bei Schülerinnen und Schülern dritter bis fünfter Klassen im Rahmen des Berliner Längsschnitt Medien. Nomos: Baden-Baden, 2011
(Interdisziplinäre Beiträge zur kriminologischen Forschung; 39)
ISBN 978-3-8329-6398-9

Das Buch richtet sich an Interessierte aus Medienwissenschaft und Pädagogik, die auf der Suche nach aktuellen Forschungsbefunden zu den Konsequenzen kindlicher Nutzung elektronischer Medien sind und Konzepte zur Medienerziehung im schulischen Unterricht entwickeln. Der Autor belegt unter anderem, dass schulische Medienerziehung auch ein Baustein zur Verbesserung der schulischen Leistungsfähigkeit sein kann und diskutiert seine Befunde vor dem Hintergrund der Forschung zum Thema „Mediennutzung und Schulleistung.“

Erscheint in Kürze: Eckert. Das Bulletin 09/ Sommer 2011
ISSN 2191-0774

In diesem Heft finden Sie unter anderem eine ausführliche Berichterstattung über den offiziellen Festakt zur Aufnahme des GEI in die Leibniz-Gemeinschaft.

Unsere halbjährlich erscheinende Informationsbroschüre "Eckert. Das Bulletin" will die Ereignisse in unserem und um unser Institut auf anschauliche Weise der - nicht nur wissenschaftlichen - Öffentlichkeit und vor allem auch den Medien nahe bringen. Wir möchten Sie kontinuierlich über die Forschungsvorhaben in den verschiedenen Arbeitsbereichen und über bereichsübergreifende Projekte informieren. Dem Bulletin können Sie auch entnehmen, wie sich das Georg-Eckert-Institut aktuellen wissenschafts- und bildungspolitischen Fragen stellt.  
Der Bezug ist unentgeltlich.



News from the Georg Eckert Institute (June 2011) - English Version

Klaus Hüfner receives the Order of Merit of the Federal Republic of Germany

On 23 June the Federal President Christian Wulff awarded Professor Klaus Hüfner the Order of Merit of the Federal Republic of Germany for his service to international education and peace policy.
Hüfner was the president of the German UNESCO Commission for a number of years, and has been an honorary member since 2010. Alongside his numerous other activities, he was also a long-serving member of the Board of Trustees and Academic Advisory Board of the Georg Eckert Institute.
Simone Lässig, the director of the GEI, attended the ceremony at the Office of the Federal President, where she congratulated Prof. Hüfner in person.  

Further information: http://www.gei.de/aktuelles/mitteilungen/mitteilung-details/article/prof-dr-klaus-huefner-langjaehriges-mitglied-im-kuratorium-und-wissenschaftlichen-ausschuss-des-g.html

The Holberg Prize is awarded to Jürgen Kocka

The director of the Georg Eckert Institute, Simone Lässig, and Stein Kuhnle (Hertie School of Governance/University of Bergen) were invited by the Norwegian office of the Holberg Prize to chair the academic symposium on the occasion of the awarding of the prize to the historian Jürgen Kocka. This award is also an achievement for the board of the German Association of Historians, which nominated Kocka, a historian who is affiliated with the Georg Eckert Institute. The prize, which has previously been awarded to Jürgen Habermas, Nathalie Zemon Davies and Julia Kristeva, is named after Ludvig Holberg, a polymath who played a significant role in the spread of the Enlightenment in the Nordic countries. The Holberg Prize was established specifically in recognition of achievements in the humanities, social sciences and cultural sciences, and is endowed with an exceptionally high sum of 570000 euros.

Further information: http://www.gei.de/aktuelles/mitteilungen/mitteilung-details/article/verleihung-des-holberg-preises-an-juergen-kocka.html  
And: http://www.holbergprisen.no/en/holberg-international-memorial-prize/holberg-prize-symposium-2011.html

Simone Lässig elected to the board of governors of the technical university in Braunschweig

The director of the Georg Eckert Institute, Simone Lässig, took up her position as an elected member of the board of governors of the TU Braunschweig on 1 June this year. The board advises the executive committee of the TU and delivers advice about development and funding plans as well as about setting up and involvement in enterprises by the university. It also helps to make decisions concerning the allocation of positions within the executive committee. Members of the board of governors include well-known representatives of politics, the economy and academia.

Further information: http://www.gei.de/aktuelles/mitteilungen/mitteilung-details/article/die-direktorin-des-georg-eckert-institut-ist-mitglied-im-neuen-hochschulrat-der-tu-braunschweig.html

Contact: Verena Radkau (radkau@gei.de)

GEI-Digital in the Central Catalogue of Digitalised Prints (Zentrales Verzeichnis Digitalisierter Drucke, ZVDD)

Since 19 May 2011, the collections of the digital textbook library of the Georg Eckert Institute can be accessed via the Central Catalogue of Digitalised Prints (ZVDD), and are available for download as a distinct collection. The digitalised works may be accessed either by means of a direct search via the homepage of the project and the online catalogue of the GEI library, or they may be found via the website of the ZVDD by typing in the required criteria on the search screen. The digitalised material can then be viewed with the help of a DFG viewer.
The ZVDD is a German-based authorised central portal for digitalised prints from the fifteenth century to the present day. It enables users to access digitalised materials from different digitalisation projects via a single search engine.

Further information: http://gei-digital.gei.de/cms/start/aktuelles/aktuelle-mitteilung/datum////gei-digital-im-zentralen-verzeichnis-digitalisierter-drucke-zvdd/

Digitalised Textbooks from GEI-Digital in Europeana

Since 14 April 2011, textbooks digitalised in the framework of the GEI-Digital project have been available in Europeana. This has been made possible thanks to cooperation between the GEI and the aggregator EuropeanaLocal-Deutschland. Europeana is an internet portal which makes it possible to simultaneously view different digital collections from European museums, libraries, archives and audio-visual collections. The digitalised textbooks can now be used together with several other digital collections from all over Europe. Europeana is located in the Dutch National Library and is partially funded by the European Commission.

Further information: http://gei-digital.gei.de/cms/start/aktuelles/aktuelle-mitteilung/datum////digitalisierte-schulbuecher-aus-gei-digital-in-europeana/

Contact: Robert Strötgen (stroetgen@gei.de)

Euro-Mediterranean Workshop ‘Teaching Intercultural Dialogue and Religious Diversity’

The Georg Eckert Institute staged a workshop about ‘Teaching Intercultural Dialogue and Religious Diversity in the Euro-Mediterranean’ in Lisbon on 16 and 17 May 2011. The workshop brought together thirty-six people from various European and southern Mediterranean countries, whose institutions ranged from small local initiatives to large international organisations. Over a period of two days, the group conducted intense discussions about experiences in the field of intercultural and interreligious education, and formulated concrete recommendations for extended Euro-Mediterranean cooperation in these fields.  The workshop was organised by members of the GEI involved in the project ‘1001 Ideas. Muslim Cultures and History’, the North-South Centre of the European Council in Lisbon, the Swedish Institute Alexandria and the Anna Lindh Foundation.

Further information: http://www.coe.int/t/dg4/nscentre/GE/ExploratoryworkshopICD_2011_en.asp

Contact: Inga Niehaus (niehaus@gei.de)

‘Overcoming Contrasting Images of History between Germans and Poles through Textbook Revision after the Second World War- Ways and Hindrances’

A workshop on this subject took place at the Georg Eckert Institute on the 14th May. Among the 33 participants there were historians and pedagogues as well as museum experts and textbook authors from Latvia, Russia and Belarus. The event was organised by the GEI within the context of the Goethe Institute Riga’s project ‘Time Frames- History for the Future’. The aim of this measure is to promote the willingness to talk and the capacity for dialogue between these three neighbouring countries. The participants were divided into four groups where they examined canonical ‘recommendation’ texts that were developed in the context of bi-national collaborations. They then categorised the texts according to the degree the text promoted opening national perspectives and looked for transferable patterns of consensus building.

Contact: Robert Maier (maier@gei.de)

 

Events

Colloquium, 13 July 2011, at 5 pm, Conference room of the Georg Eckert Institute

Shoko Yamada (Nagoya University, Japan)

Domesticating Democracy? Civic and Ethical Education textbooks in Secondary Schools in the Post-democratization Period of Ethiopia
In Ethiopia, which has diverse ethnic and cultural groups within it, maintenance of unity as a country is always an issue of serious concern. Civics and Ethical education has been considered as an important means to infiltrate the ideas of democracy among citizens all around the country so that democratic representative system is properly maintained. In this presentation, I will highlight the changing nature of Civics and Ethical Education based on the content analysis of syllabus, teachers’ guide, textbooks, and other relevant materials since the 1990s.

Contact: Julia Förster (foerster@gei.de)

Colloquium, 10 August 2011, at 5 pm, Conference room of the Georg Eckert Institute

Ingrid Lohmann (University of Hamburg)

Reflections about the project ‘History of Jewish Education in Germany’

Contact: Julia Förster (foerster@gei.de)

Looking into the Future through the Prism of the Past – how should young Europeans learn the History of Europe?

30 August 2011 in the Representation of North Rhine-Westphalia in the European Union in Brussels

This is the theme of an event organised jointly by the Georg Eckert Institute and the Representation of North Rhine-Westphalia in the European Union..

Further information: http://www.gei.de/aktuelles/mitteilungen/mitteilung-details/article/der-blick-in-die-zukunft-durch-das-prisma-der-vergangenheit-wie-sollen-junge-europaeer-die-geschic.html

Contact: Hanna Grzempa (grzempa@gei.de)

Colloquium, 7 September 2011 at 5 pm, Conference room of the Georg Eckert Institute

Maja Razmadze (GEI)
Negotiating Socialism. A Comparative Investigation of Cultural Patterns of the Interpretation of Socialism in Georgia

Socialism and its meaning in European history are a continual source of controversy. My work looks at the case of Georgia, the currently dominant interpretations of socialism, the way in which the recent past is framed, and the way in which socialist images are sustained in individual memorial narratives. The foci of this study include the analysis of school textbooks as conveyors of standard state cultural and historical knowledge, and the analysis of biographical interviews with history teachers. The talk will focus on teachers in their dual role as an academic grassroots state elite, and as individual eyewitnesses of their age at the intersection between collective and individual memory.

Contact: Julia Förster (foerster@gei.de)

Cultural Memory and Memory Discourses in Textbooks and Literature Relevant to Schools

15 to 17 September 2011 in Saratov (Russia)

This event is supported by three cooperation partners who are likewise sending academic delegates to the conference. These are Saratov State Technical University, the Institute for World History of the Russian Academy of Sciences, and the German Historical Institute in Moscow. Russian and German specialists will take part in the conference, including historians, political scientists, philologists, philosophers, renowned education experts and textbook authors.

Further information: http://www.gei.de/aktuelles/veranstaltungen/termindetails/article/kulturelles-gedaechtnis-und-erinnerungsdiskurse-in-schulbuechern-und-schulrelevanter-literatur.html

Contact: Robert Maier (maier@gei.de)

 

New Publications of the Institute

Ryôta Nishino: Changing Histories. Japanese and South African Textbooks in Comparison (1945 -1995)

Eckert. Die Schriftenreihe, vol. 129.
Göttingen: V&R unipress, 2011.
ISBN 978-3-89971-816-4

The teaching of history in South African and Japanese schools has attracted sustained criticism for the alleged attempts to conceal the controversial aspects of their countries’ past and to inculcate ideologies favourable to the ruling regimes. This book is the first attempt to systematically compare the ways in which education bureaucracy in both nations dealt with opposition and critics in the period from ca. 1945 to 1995, when both coun tries were dominated by single-party governments for most of the fifty years. The author argues that both South African and Japanese education bureaucracy did not overtly express its intentions in the curriculum documents or in the textbooks, but found ways to enhance its authority
through a range of often subtle measures. A total of eight themes in 60 officially approved Standard 6 South African and Japanese middle-school history textbooks have been selected to demonstrate the changes and continuity.

Regions in the german world of states

Eckhardt Fuchs, Sylvia Kesper-Biermann, Christian Ritzi (Eds), Regionen in der deutschen Staatenwelt. Bildungsräume und Transferprozesse im 19. Jahrhundert. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2011.
ISBN 978-3-7815-1790-5

Since the nineteenth century, historical educational research has been conceived in terms of national history. However, a paradigm change is currently taking place which presents the national paradigm from a new angle, albeit without suspending it altogether. As a result, national history increasingly alternates between one of two alternatives, a European or global perspective on the one hand and regional differentiation on the other. This book is characteristic of this paradigm change. It is the first comparative study to place the region at the centre of educational history, and thereby goes beyond Prussia as the general point of reference. The contributions to this book address not only the relation between empire and nation, but also regional peculiarities and interregional transfer processes taking place in the field of education during the nineteenth century.

Geography education

Christiane Meyer, Roderich Henrÿ, Georg Stöber (Eds), Geographische Bildung. Kompetenzen in didaktischer Forschung und Schulpraxis. [Conference papers from the HGD Symposium in Braunschweig]. Braunschweig: Westermann, 2011.
(Geographiedidaktische Forschungen; 47 : Didaktische Impulse)
ISBN 978-3-14-142800-1

Discussions currently taking place in the field of research dealing with geography didactics and, more generally, teaching methodology, focus on areas of expertise whose aim is to develop core curricula or related curricula designed for specific schools. These discussions aim to develop models containing different dimensions of a particular expertise as well as corresponding levels of expertise. This provided the basis for the symposium ‘Geography Education. Expertise in Research and Practice’, which took place in cooperation with the Georg Eckert Institute for International Textbook Research and the German Academic Association for Geography and Its Didactics on 18 and 19 March 2010 in Braunschweig.

Journalism and the Political

Felicitas Macgilchrist, Journalism and the Political. Discursive Tensions in News Coverage of Russia. Amsterdam; Philadelphia: Benjamins, 2011
ISBN 978-90-272-0631-2

Journalism is often thought of as the ‘fourth estate’ of democracy. This book suggests that journalism plays a more radical role in politics. By analysing international news coverage of post-Soviet Russia, it demonstrates the (re)production of the ‘common-sense’ social order in which one particular area of the world is more developed, civilised and democratic than other areas. By drawing on Laclau, Mouffe and other post-foundational thinkers, the book suggests that journalism is precisely the site where the instability of this global social order becomes visible. The book should be of interest to scholars of discourse analysis, journalism and communication studies, cultural studies and political science, and to anyone interested in ‘positive’ discourse analysis and practical counter-discursive strategies.

In Search of Media Pilots

Matthias Kleimann, Medienlotsen gesucht. Konzeption und Evaluation einer Unterrichtseinheit zur Prävention problematischer Mediennutzungsmuster bei Schülerinnen und Schülern dritter bis fünfter Klassen im Rahmen des Berliner Längsschnitt Medien. Nomos: Baden-Baden, 2011
(Interdisziplinäre Beiträge zur kriminologischen Forschung ; 39)
ISBN 978-3-8329-6398-9

This book addresses specialists in the fields of media studies and education science. It offers insight into current research about the effects of the use of electronic media on children, and develops concepts of media education within schools. Among other things, the author demonstrates that media education in schools can provide building blocks which help to improve achievement potential in schools, and discusses the results of this research in relation to research into ‘media use and school achievement’.

New release: Eckert. Das Bulletin 09/summer 2011

ISSN 2191-0774   

This issue features a detailed report about the official ceremony marking the affiliation of the Georg Eckert Institute to the Leibniz Association.

Our biannual information brochure 'Eckert. Das Bulletin‘ aims to make events taking place in and around our institute accessible to a wide (not only academic) public and above all to the media. We would like to keep you informed about research taking place in the various work areas of the institute and in the institute as a whole. The Bulletin also offers insight into the GEI’s position with regard to current academic and education policy.

Subscriptions to The Bulletin are free of charge.