His/Ge Teil 1

Histoire / Geschichte 2

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DAS „LANGE“ 19. JAHRHUNDERT EUROPÄISCHER KONFLIKT- UND KOOPERATIONSGESCHICHTE

Das Zeitalter der Nationen (1814–1914) – zu Teil 1


Reiner MARCOWITZ

Fast 200 Jahre später haben der Wiener Kongress und die dort entworfene europäische Nachkriegsordnung nichts von ihrer Bedeutung verloren. Die Jahre 1814/15 bilden eine entscheidende Zäsur der europäischen Geschichte: Nach fast zweieinhalb Jahrzehnten Revolutionskriegen musste sich der Kontinent neu formieren – im Innern wie nach Außen. „Restauration“ war das nur bedingt[1]: Wo möglich wurden zwar die hergebrachten monarchischen Herrscher wieder eingesetzt – wie in Frankreich Ludwig XVIII. – doch gleichzeitig auch Errungenschaften der Französischen Revolution erhalten oder neu festgeschrieben – wie in der französischen Charte constitutionnelle. An anderer Stelle, so in Deutschland, wurde sogar gänzlich Neues geschafft: Die lockere Föderation des Deutschen Bundes und der repressive Geist, der die Regierungen der meisten Mitgliedstaaten inspirierte, mochte zwar nicht den Hoffnungen der deutschen Nationalbewegung entsprechen, die sich erstmals in den „Befreiungskriegen“ artikulierten, doch sie bedeuteten mitnichten eine Wiederherstellung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Zudem erwies sich das nun begründete Europäische Konzert der fünf europäischen Großmächte Großbritannien, Frankreich, Österreich, Preußen und Russland mit seinen konfliktregulierenden und kriegsverhindernden Mechanismen als ein bis heute aktuelles Modell für den erfolgreichen Ausgleich divergierender Interessen unterschiedlicher internationaler Akteure[2].

Insofern ist die Eingangszäsur des zweiten Bandes des Deutsch-französischen Geschichtsbuches überzeugend, zudem wird der komplexe Zusammenhang von Revolution und Restauration auf knappem Raum zumindest angesprochen und kann mit Hilfe von zusätzlichen Begriffserläuterungen, Graphiken und Karten leicht vertieft werden (S. 12f.). Dies gilt auch für die weitere Entwicklung Deutschlands und Frankreichs in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die ja nicht zuletzt eine (gemeinsame) Revolutionsgeschichte ist: Französische Julirevolution 1830 (S. 14f.) und Februarrevolution 1848 (S. 24f.) werden ebenso in ihren gesellschaftlichen Ursachen und Auswirkungen behandelt wie die davon beeinflussten Unruhen im übrigen Europa, insbesondere im Deutschen Bund Anfang der 1830er Jahre (S. 16f.) und dann vor allem 1848 (S. 22f., S. 26f.). Überzeugend werden hierbei der zeitgenössische Begriff des „Völkerfrühlings“ und sein ambivalentes Potential thematisiert: Einerseits schien sich 1848 zeitweise tatsächlich eine Solidarität der sich gegen ihre Fürsten erhebenden Völker einzustellen; andererseits barg deren Forderung nach nationaler Selbstbestimmung, einschließlich des Rechts auf einen eigenen Nationalstaat bereits den Keim der Zwietracht in sich, da insbesondere in Mitteleuropa die Ansprüche unterschiedlicher Nationalitäten miteinander konkurrierten und schließlich die großdeutschen Träume der Frankfurter Paulskirche das Misstrauen der übrigen Großmächte weckten, womit sie letztlich der Gegenrevolution zum Sieg verhalfen.

Hervorzuheben ist, dass dieses erste Kapitel des Schulbuchs nicht eine Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen ist, sondern eine deutsch-französische Darstellung der europäischen Geschichte. Das gilt für die drei folgenden Kapitel des ersten Teils faktisch nicht mehr, wie bereits die Überschriften signalisieren: „Vom erstarkenden Nationalbewusstsein zum Krieg – Frankreich und Deutschland (1850–1870/1871)“ (S. 30–43), „Die politische Entwicklung Frankreichs und Deutschlands (1870–1914)“ (S. 44–61) und schließlich: „Deutschland und Frankreich – Antworten auf die Herausforderungen des 19. Jahrhunderts“ (S. 62–77). Nun lässt sich natürlich mit guten Gründen argumentieren, dass bereits eine bilaterale Perspektive, so sie denn kenntnisreich präsentiert wird – woran hier kein Zweifel besteht –, sicher ein Gewinn ist im Vergleich zu der in anderen Schulbüchern vorherrschenden einseitig nationalen Sichtweise. Zudem ist es natürlich durchaus legitim, in einem deutsch-französischen Geschichtsbuch zumindest da einen Fokus auf die Beziehungen beider Länder zu legen, wo diese entscheidende Phasen durchlaufen und zumindest indirekt die gesamte europäische Entwicklung prägen. Davon aber kann ja mit Blick auf die Vor- wie Nachgeschichte des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 mit Fug und Recht ausgegangen werden:
Die Proklamation des „Deutschen Reiches“ im Spiegelsaal von Schloss Versailles am 18. Januar 1871 ließ das, was es in vorangegangenen Zeiten trotz aller Gegensätze an gegenseitiger Befruchtung gegeben hatte, zurücktreten. Der militärische Akt auf dem Boden des besiegten französischen Gegners stellte die Reichsgründung in die Kontinuität der deutsch-französischen Auseinandersetzung um Fremdherrschaft und nationale Selbstbestimmung, die das Verhältnis beider Länder zueinander seit Beginn des Jahrhunderts bestimmt hatte: In den „Befreiungskriegen“ hatte sich das deutsche Nationalbewusstsein in der Gegnerschaft zu Frankreich herausgebildet; der kleindeutsche Einheitsstaat, der die nationalen Hoffnungen dann Jahrzehnte später endlich verwirklichte, entstand aus einem neuen Krieg gegen Frankreich, und er machte „die Feindschaft Frankreichs gegen Deutschland zum definierenden Bestandteil der Grundlagen, auf denen das Reich stehen musste“[3]. Natürlich war die nun von Generation zu Generation überlieferte „Erbfeindschaft“ primär ein ideologisches Konstrukt (S. 77), das bereits in den Jahrzehnten zuvor in den Staaten des Deutschen Bundes von jenen gesellschaftlichen Gruppen entwickelt worden war, die die deutsche Identität mit Hilfe eines Feindbilds schärfen und gleichzeitig ihre Forderung nach einem deutschen Nationalstaat durch eine solche „negative Integration“ weiter popularisieren wollten[4]. Auf französischer Seite konkretisierte sie sich in dem Wunsch nach Revanche und der endgültigen Ablösung von Madame de Staëls wohlwollendem Deutschlandbild zugunsten der Idee von den „beiden Deutschland“[5]: Das nicht gänzlich aufgegebene Stereotyp vom Land der Dichter und Denker wurde ab sofort überlagert von dem Bild eines barbarischen und herrschsüchtigen Deutschland, das sich im „Boche“ personifizierte.

Ungeachtet andauernder bilateraler Transfers und Verflechtungen in Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft und selbst vorübergehender politischer Annäherungen, die es natürlich auch nach 1870/71 immer wieder gab, ließen sich solche gegenseitigen Feindbilder jederzeit rasch reaktivieren, zumal die Entwicklung beider Gesellschaften und politischen Systeme doch sehr unterschiedlich verlief, wie Kapitel 3 des Schulbuchs über „Die politische Entwicklung Frankreichs und Deutschlands (1870 – 1914)“ (S. 44–61) sehr gut darstellt: In Frankreich die „Dritte Republik“, die sich erst Ende der 1870er Jahre endgültig gegen monarchistische Alternativen durchsetzte und sich dann in den Jahrzehnten bis zum Ersten Weltkrieg stabilisierte: Schulpolitik und Kirchenkampf, der erfolgreiche Widerstand gegen die antiparlamentarisch-nationalistische Boulanger-Bewegung und schließlich die Dreyfus-Affäre festigten die sogenannte synthèse républicaine und marginalisierten die Bedeutung radikaler Systemgegner insbesondere im reaktionär-monarchistischen Lager[6]. Zur gleichen Zeit bestand in Deutschland eine konstitutionelle Monarchie mit einem allgemein – wenngleich nur von Männern – und frei gewählten Parlament sowie einer sich sukzessive herausbildenden modernen Industriegesellschaft, die gleichwohl „Machtstaat vor der Demokratie“ (Thomas Nipperdey) blieb und ausgeprägt militaristische Züge trug[7]. Diese Ambivalenz spiegelte nicht zuletzt die Stellung Elsass-Lothringens im Deutschen Reich, wie ein instruktives doppelseitiges Dossier (S. 58/59) belegt: Das „Reichsland“ profitierte zwar auch vom allgemeinen deutschen Wirtschaftsaufschwung, blieb gleichzeitig aber ein politisch benachteiligtes und – natürlich – militärisch besetztes Gebiet, folglich primär ein Symbol der andauernden deutsch-französischen Konfliktgeschichte.

Letztlich überwogen in wichtigen gesellschaftlichen und politischen Fragen unterschiedliche Haltungen – in punkto Verfassung und politischer Partizipation (S. 64f.) ebenso wie im Hinblick auf die „soziale Frage“ und den Sozialismus (S. 66f.) sowie das Verhältnis zu „Staat und Religion“ (S. 68f.) und „Nation und Nationalismus“ (S. 70f.). Insofern verwundert es nicht, dass die gegenseitige Wahrnehmung beider Völker spätestens seit 1870/71 bestenfalls durch Befremden, wenn nicht gar stillschweigende Ablehnung oder sogar offene Feindschaft geprägt war: Ein Dossier über „Deutsche und Franzosen in der wechselseitigen Wahrnehmung“ (S. 72f.) präsentiert eine bunte Mischung von Karikaturen und Zitaten, die Lehrern und Schülern ermöglichen, die gegenseitigen Bilder von Deutsche und Franzosen auf ihre Klischeehaftigkeit wie ihren Wirklichkeitsgehalt zu untersuchen.

Mit Sicherheit liegt die Stärke des ersten Teils des Deutsch-französischen Geschichtsbuches in der multiperspektivischen, wenngleich vor allem deutsch-französischen Darstellung. Wer mit ihm arbeitet, profitiert nicht nur von einer Fülle optisch ansprechender Bilder und Karten, sondern auch von einer Vielzahl von Zitaten aus historischen Quellen und Darstellungen, für deren Auswertung zudem differenzierte methodische Hilfestellungen geboten werden. Überdies wird zumindest am Ende des Buches – in Kapitel 19 von Teil 7: „Europa und seine Nationen: Konflikte und Herausforderungen (1815–1945)“ (S. 356–369) – mit Blick auf den gesamten im Buch behandelten Geschichtszeitraum noch einmal die Perspektive geweitet und ganz Europa erfasst. Dabei wird zu Recht – und erstmals im Buch – die Ambivalenz der Epoche zwischen Wiener Kongress und Zweitem Weltkrieg pointiert: Einerseits handelte es sich um eine andauernde, ja durch die neuen Phänomen des Militarismus und Nationalismus noch verschärfte Konfliktgeschichte, die schließlich im 20. Jahrhundert in zwei Weltkriegen kulminierte. Andererseits wurde diese ergänzt – leider nicht konterkariert – durch eine Tendenz vor allem in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts zur immer stärkeren gesellschaftlichen, ökonomischen und zivilisatorischen Verknüpfung in Europa, die man durchaus als eine Integration des Kontinents avant la lettre deuten kann[8].

Gleichwohl – bei allem Lob gibt es auch Anlass zu Kritik, die teilweise strukturelle Schwächen der Konzeption des Deutsch-französischen Geschichtsbuches betrifft: Erstens – die darstellerische Stärke dieses Bandes ist gleichzeitig seine Schwäche: So anregend Bilder, Graphiken, Schaukästen und Zeitleisten oft sind, manchmal erschlagen sie den Leser geradezu und gehen zudem – logischerweise – auf Kosten der geschlossenen Textdarstellung. Dies kann im Extremfall dazu führen, dass das Schulbuch im Unterricht nur als ergänzender Materialfundus zu anderen – „textlastigeren“ – Werken eingesetzt wird, was bedauerlich wäre. Zweitens: Die Gliederung ist nicht immer überzeugend, weil sie historische Zusammenhänge auseinander reißt, zudem ohne explizit darauf zu verweisen: Für die hier behandelten Kapitel wurde bereits darauf hingewiesen, dass Teil 1 des Buches und das letzte Kapitel von Teil 7 in einem engen inneren Zusammenhang stehen. Sicher ist „Europa und seine Nationen: Konflikte und Herausforderungen (1815–1945)“ (S. 356–369) als Bilanz gedacht, doch dann sollte man auch den Mut zur Redundanz haben und nicht völlig neue Informationen bringen, die eigentlich in frühere Kapitel gehört hätten, oder aber, man verweist hierauf wenigstens, so dass das Auffinden einer sinnvollen Ergänzung nicht dem Entdeckerglück überlassen bleibt. Ein weiteres, besonders schlagendes Beispiel für dieses strukturelle Defizit ist die „Emser Depesche“: Auf S. 38 wird sie im Zusammenhang mit dem Deutschen-Französischen Krieg kurz erwähnt und sehr knapp definiert ohne jeden Hinweis - der sich im Übrigen noch nicht einmal im Glossar findet! - darauf, dass sie auf S. 76 nicht nur abgedruckt, sondern auch mit dem Wortlaut ihrer ursprünglichen – noch nicht von Bismarck redigierten Version – kontrastiert wird.
Drittens: Hier sollen nicht beckmesserisch Fehler oder Ungenauigkeiten kritisiert werden, zumal ein Schulbuch nun einmal der didaktischen Reduktion unterliegt. Deshalb mag man es durchgehen lassen, wenn auf S. 38 lakonisch steht, die republikanische „Regierung der nationalen Verteidigung“ habe im Spätsommer 1870 nach dem Sturz des Second Empire weitergekämpft, weil es ja nicht falsch ist. Allerdings unterschlägt eine solche Aussage, dass die neue französische Führung zunächst den von Beginn an von ihren Mitgliedern kritisierten Deutsch-Französischen Krieg beenden und auch die Gründung des Deutschen Reichs akzeptieren wollte, indes nicht Bismarcks unerwartete Forderung nach Annexion von Elsass und Lothringen. Ein echtes Desiderat ist hingegen, dass bei der Darstellung des Deutsch-Französischen Krieges die Kriegsschuldfrage ausgeklammert wurde. Zum einen ist diese bis heute durchaus noch wissenschaftlich virulent[9], zum anderen ließe sich hieran natürlich besonders gut jener „Mehrwert“ illustrieren, den die Schulbuch-Macher für sich reklamieren: „der Perspektivwechsel, der das Ineinandergreifen der historischen Entwicklungsstränge, die gemeinsame ebenso wie die umstrittene Erinnerung und die vielfältigen und unterschiedlichen Zugriffe auf ein und dieselbe Wirklichkeit betont“ (S. 3).
Vor diesem Hintergrund ist auch zu bedauern, dass die „Rheinkrise“ von 1839/40 nur gestreift wird (S. 18). In punkto deutsch-französischer Fremd- und Selbstwahrnehmung im 19. Jahrhundert – also doch einem der Schwerpunkte, wenn nicht dem Leitthema überhaupt des vorliegenden Bandes – ist ihre Bedeutung nicht zu unterschätzen[10]. In Deutschland wurden die alten deutschen Ängste vor der Bedrohung durch ein angriffslustiges Frankreich aktualisiert und schlugen sich in einer einprägsamen Kampflyrik nieder. Wie schon in den „Befreiungskriegen“ schärfte sich das deutsche Selbstbild erneut am französischen Feindbild, das nun auch einer jüngeren Generation wieder selbstverständlich wurde. Zudem teilten diesen antifranzösischen Soupçon jetzt endgültig jene demokratischen und liberalen Kräfte, für die das politisch fortschrittliche Frankreich zumal seit der „Julirevolution“ ja eigentlich ein Vorbild war. Doch dieses positive Frankreichbild wies eben auch latent negative Züge auf: Gerade die fortschrittlichen Kräfte im Deutschen Bund waren nämlich gleichzeitig die Träger des deutschen Einheitsgedankens – ein Zusammenhang, der im Deutsch-französischen Geschichtsbuch kaum erwähnt wird. Insofern sahen sie in Frankreich einen potentiellen Aggressor, der die Annexion des linken Rheinufers anstrebte, ein Anspruch, dem einige von ihnen – so bereits 1832 auf dem Hambacher Fest – die Rückgewinnung Elsass-Lothringens entgegenstellten. Hier zeigte sich erneut, wie nachhaltig die Erfahrung der napoleonischen Fremdherrschaft die deutsche Einstellung zum Nachbarn im Westen geprägt hatte. Überdies wird vor diesem Hintergrund verständlich, warum gerade ein Krieg gegen Frankreich es Bismarck 1870 ermöglichte, auch innenpolitische Gegner – selbst in den süddeutschen Staaten – auf seine Seite zu ziehen.

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[1] Volker Sellin, Die geraubte Revolution. Der Sturz Napoleons und die Restauration in Europa, Göttingen 2001.[2] Peter Krüger, Paul W. Schroeder (Hg.), „The Transformation of European Politics, 1763–1848“: Episode or Model in Modern History?, Münster 2002; Matthias Schulz, Normen und Praxis. Das Europäische Konzert der Großmächte als Sicherheitsrat 1815–1860, München 2008.[3] Anselm Doering-Manteuffel, Die Deutsche Frage und das Europäische Staatensystem 1815–1871, München 1993, S. 51. Zum deutsch-französischen Verhältnis im 19. Jahrhundert vgl. Jacques Bariéty, Raymond Poidevin, Les Relations franco-allemandes 1815–1975, Paris 1977 (dt.: Frankreich und Deutschland. Die Geschichte ihrer Beziehungen 1815–1975, München 1982); Hartmut Kaelble, Nachbarn am Rhein. Entfremdung und Annäherung der französischen und deutschen Gesellschaft seit 1880, München 1991; Reiner Pommerin, Reiner Marcowitz (Hg.), Quellen zu den deutsch-französischen Beziehungen 1814–1919, Darmstadt 1997; Michel Espagne, Les transferts culturels franco-allemands, Paris 1999.[4] Michael Jeismann, Das Vaterland der Feinde. Studien zum nationalen Feindbegriff und Selbstverständnis in Deutschland und Frankreich, 1792–1918, Stuttgart 1991.[5] Wolfgang Leiner, 1870/71 – Wandel des Deutschlandbilds im Spiegel der französischen Literatur, in: Franz Knipping, Werner Weisenfeld (Hg.), Eine ungewöhnliche Geschichte. Deutschland – Frankreich seit 1870, Bonn 1988, S. 28–46, hier S. 34.[6] François Caron, La France des patriotes de 1851 à 1918, Paris 1985 (dt.: Frankreich im Zeitalter des Imperialismus 1851–1918, Stuttgart 1991).[7] Thomas Nipperdey, Deutsche Geschichte 1866–1918. Bd. 1: Arbeitswelt und Bürgergeist, München 1990; Bd. 2: Machtstaat vor der Demokratie, München 1992; François Roth, L’Allemagne de 1815 à 1918, Paris 22006.[8] Elisabeth du Réau, L’idée de l’Europe au XXe siècle, Bruxelles 1996; Peter Krüger, Das unberechenbare Europa. Epochen des Integrationsprozesses vom späten 18. Jahrhundert bis zur Europäischen Union, Stuttgart 2006.[9] David Wetzel, Duell der Giganten. Bismarck, Napoleon III. und die Ursachen des Deutsch-Französischen Krieges 1870–1871, Paderborn 2005; Josef Becker (Hg.), Bismarcks spanische „Diversion“ 1870 und der preußisch-deutsche Reichsgründungskrieg. Quellen zur Vor- und Nachgeschichte der Hohenzollern-Kandidatur für den Thron in Madrid 1866–1932, 3. Bde., Paderborn 2003–2007.[10] Reiner Marcowitz, Großmacht auf Bewährung. Die Interdependenz französischer Innen- und Außenpolitik und ihre Auswirkungen auf Frankreichs Stellung im Europäischen Konzert 1814/15–1851/52, Stuttgart 2001, S. 152–184.

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