Research Toolbox

Digitale Technologien ermöglichen den weltweiten Zugriff auf wichtige Quellenbestände und bieten enormes Potential für die mit Bildungsmedien arbeitende Forschung. Mit in der Computerlinguistik und der Informatik entwickelten computergestützten Analyseverfahren lassen sich große Textmengen nach wiederkehrenden Mustern, sprachlichen Besonderheiten oder bestimmten Themen durchsuchen und vergleichen.

Mit der Research Toolbox wird Forscher*innen, Entwickler*innen und Bibliothekar*innen ein funktional erweiterbares, digitales System an die Hand gegeben, das es ihnen erlaubt, digitale Texte zu projekt- bzw. themenspezifischen Korpora zusammenzustellen und diese mit Hilfe verschiedener Softwarekomponenten mit zum Teil maschinenlesbaren Informationen anzureichern und zu analysieren. Die Research Toolbox erlaubt zudem eine flexible Zusammenstellung der jeweils benötigten Techniken.

Die Toolbox wird seit 2018 gemeinsam von Informatiker*innen, Informations- und Geisteswissenschaftler*innen des GEI entwickelt und findet bereits im Rahmen laufender Forschungsprojekte Anwendung. Neben ausführlicher Dokumentation und Nutzungsbeispielen sind für die Zukunft eine mehrsprachige Benutzeroberfläche und die Integration weiterer Analysewerkzeuge geplant.

Durch die Implementierung eines Rollen- und Rechtemanagements in der Research Toolbox können zudem urheberrechtlich geschützte oder sensible Forschungsdaten auf die Plattform geladen, zu individuellen Projekten, bzw. Korpora zusammengestellt und bearbeitet werden. Eine Bearbeitung im Team oder eine Freigabe für die Nachnutzung durch Dritte wird ebenfalls ermöglicht.

Ziele

  • Bereitstellung einer geschützten und stabilen Infrastruktur für das Zusammenstellen und Bearbeiten digitaler Texte
  • Entwicklung von Werkzeugen zur linguistischen Vorverarbeitung/Annotation digitaler Texte unter Berücksichtigung der Besonderheiten von Bildungsmedien
  • Verfügbarbarmachung einer Umgebung, in der verschiedene Softwaremodule sowohl unabhängig voneinander genutzt als auch sinnvoll miteinander verknüpft werden können
  • Zurverfügungstellung von quantitativen Analysen und personalisierten Korpora-Analysen (Nutzerprofilierung)
  • Ermöglichung kollaborativen Arbeitens