Europa und die Welt

Histoire / Geschichte 2

Das nachfolgende Dossier, entstanden in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut Paris (DHIP), befasst sich mit dem deutsch-französischen Geschichtsbuch Histoire/Geschichte 2 entlang der sieben Hauptkapitel. Die einzelnen Beiträge vertiefen aus fachwissenschaftlicher Sicht einzelne Themen aus den sieben Hauptteilen des Lehrwerks. Hinzu kommen spezielle Erläuterungen zu Lernprozessen und Bildmaterialien, sowie übergreifende didaktisch methodische Hinweise.
Das Dossier können Sie in Kürze auch im neu entstehenden Informations- und Kommunikationsportal Edumeres (www.edumeres.net) nachlesen.

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Einleitung | Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4 | Teil 5 | Teil 6 | Teil 7 | Fachdidaktik | Lernprozess | Bildmaterial

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Europa und die Welt vom Wiener Kongress bis 1945

Deutsch-Französisches Geschichtsbuch - Gymnasiale Oberstufe

Einleitung

Corine DEFRANCE, Reiner MARCOWITZ, Ulrich PFEIL

Nun liegt also auch der zweite Band des deutsch-französischen Geschichtsbuchs (DFGB) für die Epoche 1815 bis 1945 vor, zwei Jahre nach dem Erscheinen des ersten Bandes über die Zeit nach 1945. Von diesem sind mittlerweile beiderseits des Rheins 80 000 Exemplare verkauft worden. Die Originalität und die Qualität dieses Projekts misst sich ebenfalls an dem breiten Echo in der internationalen Öffentlichkeit. Sogar in Japan und Korea wird das Geschichtsbuch derzeit übersetzt![1] Transfers bahnen sich an. Es stellt sich die Frage, inwieweit das deutsch-französische Unternehmen für den Prozess der Verständigung und Versöhnung nach Konflikten nutzbar gemacht werden kann.[2] In den letzten Jahren sind andere Projekte auf dem Balkan, in Nahost und in Ostasien entstanden.[3] Es handelt sich nicht so sehr um „gemeinsame Lehrwerke“, die eine curriculare Angleichung zwischen zwei oder mehreren Staaten implizieren würden, sondern eher um „gemeinsame Lehr- und Lernmaterialien“, die dazu beitragen sollen, nationale oder nationalistische Ansätze im Geschichtsunterricht zu überwinden. Diese Materialien gehen meist aus Initiativen zivilgesellschaftlicher oder universitärer Einrichtungen hervor, die neben – manchmal auch gegen – Regierungen agieren; dies unterscheidet sie vom deutsch-französischen Geschichtsbuch.

Die Teamarbeit zwischen Historikern aus Ländern oder Regionen in Post-Konflikt-Situationen stellt gewiss eine wichtige Dynamik im Verständigungsprozess dar. Das Balkan-Projekt, das vor dem deutsch-französischen Geschichtsbuch im Jahre 1997 begonnen worden ist, will zur Versöhnung in Südosteuropa beitragen. Derartige Projekte entsprechen unterschiedlichen Dialogphasen zwischen den Völkern. Im israelisch-palästinensischen Fall handelt es sich noch um das Nebeneinanderstellen von zwei nationalen Narrativen auf einer Doppelseite. Eine fremde Perspektive vorzustellen, stellt jedoch schon eine erste Etappe auf dem Weg zur Anerkennung und Akzeptanz von Divergenzen dar.

Seit einigen Monaten hat sich ein neues Vorhaben zwischen Deutschland und Polen die Entwicklung eines in beiden Ländern lehrplankonformen Geschichtsbuches zum Ziel gesetzt. Nach der Publikation von gemeinsamen Lernmaterialien im Jahre 2007 über die deutsch-polnischen Beziehungen von 1933 bis 1949 für die Schüler/innen Sachsens und Niederschlesiens,[4] hat die bilaterale Kooperation eine neue Dimension erreicht. Um die jüngsten Spannungen zwischen beiden Ländern zu überwinden, lancierte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier im Januar 2008 in Anlehnung an das deutsch-französische Geschichtsbuch das Konzept eines gemeinsamen Geschichtsbuches. Der Vorschlag wurde sofort von der neuen polnischen Regierung von Donald Tusk unterstützt. Der polnische Vize-Erziehungsminister und Historiker Krzysztof Stanowski versicherte, dass die unter der Federführung des Georg-Eckert-Instituts seit den frühen 1970er Jahren entwickelte Zusammenarbeit zwischen polnischen und (west)deutschen Historikern ein Kapital darstelle, das die Verwirklichung dieses gemeinsamen Lehrwerks leichter machen könne als das deutsch-französische Geschichtsbuch![5]

Wird hier die seit den 1950er Jahren weitgehend unter der Federführung des Georg-Eckert-Instituts durchgeführte Schulbucharbeit zwischen deutschen und französischen Historikern verkannt, aus dem in Drittländern zum Teil verbreiteten Gefühl heraus, die deutsch-französische Versöhnung sei leichter gewesen? Oder ist es der Wille, die vermeintliche „Exemplarität“ des deutsch-französischen Unternehmens in Frage zu stellen?

Wie dem auch sei, dieses Projekt ist am 17. Mai dieses Jahres in Berlin offiziell von dem polnischen Erziehungsminister Krzysztof Stanowski und seinem brandenburgischen Amtskollegen Holger Rupprecht (Koordinatoren des Projekts seit Januar 2008) mit dem Ziel ins Leben gerufen worden, binnen drei bis vier Jahre das Lehrwerk fertig zu stellen und einzusetzen.[6] Diese offensichtlich politische Initiative soll nach Rupprecht demonstrieren, „wie fruchtbar die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen inzwischen sei“ und dazu dienen, die Verständigung zwischen den jungen Generationen zu verstärken. Obwohl die Rahmenbedingungen noch nicht klar festgelegt sind (sei es die paritätische Finanzierung, die notwendige Angleichung der Curricula und größere Konvergenz der didaktischen Kulturen), weist dieses Projekt schon bedeutende Unterschiede zum deutsch-französischen Geschichtsbuch auf: Das Schulbuch ist für Schüler der Sekundarstufe I und nicht der Sekundarstufe II bestimmt, der erste Band wird das Mittelalter und die Neuzeit bis zur Französischen Revolution behandeln, d. h. die Epoche vor der Entwicklung des Nationsbegriffes. Die im Projekt involvierten wissenschaftlichen Instanzen sind der Ansicht, dass diese fernere Vergangenheit sich für eine transnationale europäische Geschichte besser eigne, da sie Osteuropa einen gerechteren Platz einräume.[7] Es wird besonders aufschlussreich sein, die Realisierung dieses Projekts zu verfolgen, das in beiden Ländern schon zahlreiche Diskussionen, und zum Teil sogar Befürchtungen in der polnischen Öffentlichkeit ausgelöst hat.[8]

Während das deutsch-französische Geschichtsbuch sich zum ehrgeizigen Ziel gesetzt hat, den Weg für ein hypothetisches, 27 „Blicke“ kombinierendes europäisches Geschichtsbuch vorzubereiten – ein Projekt, das angesichts der gegenwärtigen Divergenz der Perspektiven und der so genannten Konkurrenz der Erinnerungen in Europa[9] eher Skepsis hervorruft –, könnte das deutsch-polnische Geschichtsbuch zwischen West- und Osteuropa eine Brücke schlagen und dazu beitragen, die Machbarkeit eines zukünftigen europäischen Schulbuchs auszuloten.

Soviel ist auf jeden Fall jetzt schon sicher: Das DFGB ist eine Erfolgsgeschichte, über die sich jeder freuen muss, dem die Wahrung und Weiterentwicklung der deutsch-französischen Beziehungen am Herzen liegt! Eine solche Einstellung teilen auch die deutschen und französischen Herausgeber und Autoren dieses Dossiers. Überdies hat die vorliegende Aufsatzsammlung ebenfalls einen Vorläufer: 2006 erschien in der deutsch-französischen Zeitschrift „Dokumente“ bereits einmal ein Dossier, das den ersten Band des deutsch-französischen Geschichtsbuchs aus wissenschaftlicher Perspektive analysierte – und sich ebenfalls bis heute einer großen Nachfrage erfreut[10]. Dass selbst die Schulbuchmacher es in seinen kritischen Abschnitten schätzen, freut alle damaligen Mitwirkenden, die neben Lob eben auch konstruktive Verbesserungsvorschläge beisteuern wollten[11].

Für das vorliegende Dossier aus Anlass des Erscheinens des zweiten Bandes des deutsch-französischen Geschichtsbuchs haben sich frühzeitig das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig (GEI) und das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) interessiert, die sich daraufhin zu einer Kooperation entschieden, um die Analysen einer möglichst breiten internationalen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Herausgeber freuen sich, nunmehr eine elektronische Veröffentlichung an so prominenter und einschlägig ausgewiesener Stelle platzieren zu können. Für die Unterstützung sei namentlich Simone Lässig, Direktorin des GEI, und Gudrun Gersmann, Direktorin des DHIP, nachdrücklich gedankt. Ebenso für die völlige Freiheit, die sie den Herausgebern wie den übrigen Autoren des Dossiers gelassen haben. Der Dank der Herausgeber gilt aber natürlich auch allen übrigen Mitwirkenden: Wieder haben sich kompetente deutsche und französische Kollegen aus Geschichtswissenschaft, Germanistik und Fachdidaktik bereit gefunden, einzelne Teile des Schulbuchs genau zu lesen und auf ihren pädagogischen wie wissenschaftlichen Wert hin zu untersuchen. Sinnvoll erschien es uns auch dieses Mal, der Illustrierung und der didaktischen Umsetzung spezielle Beiträge zu widmen. Darüber hinaus wird nach den Lernprozessen gefragt, die sich bei einem Vergleich der ersten beiden Bände des DFGB beobachten lassen.

Wie bereits beim ersten Dossier überwiegt ganz eindeutig die Anerkennung – für die organisatorische und redaktionelle Leistung der Autorenteams unter Leitung von Peter Geiss, Daniel Henri und Guillaume Le Quintrec sowie für den Inhalt des Buchs: Die besondere Relevanz gerade dieser Epoche der europäischen und deutsch-französischen Geschichte liegt auf der Hand. Die Ereignisse zwischen 1815 bis 1945 sind eine Kette revolutionärer Umbrüche und kriegerischer Zusammenstöße, aber auch erste Ansätze organisierter europäischer Kooperation und Verflechtung. Namentlich für die deutsch-französischen Beziehungen kulminierten in dieser Zeit ideologische und machtpolitische Gegensätze, verfestigten sich vor allem negative Stereotype, die erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mühsam überwunden werden konnten, deren longue durée und damit Relevanz bis heute aber nicht unterschätzt werden sollte. Überdies ist auch der zweite Band des deutsch-französischen Geschichtsbuches inhaltlich und didaktisch auf der Höhe der Zeit: Er bietet Lehrern wie Schülern eine Fülle von Anregungen und Informationen für gemeinsame Diskussionen, aber auch selbständiges Lernen[12].

Allerdings gibt es auch Kritisches anzumerken – sowohl in Bezug auf Details (was in den einzelnen Beiträgen dieses Dossiers nachgelesen werden kann) als auch generell: Wie schon im ersten Band überzeugt u.a. die Gliederung nicht immer: Historische Zusammenhänge werden auseinander gerissen, ohne dass hierauf hingewiesen wird. So werden im Ersten Teil Ereignisse behandelt, die dann auch noch einmal 300 Seiten später im letzten Kapitel aufgegriffen werden, unter Einbeziehung ergänzender Informationen, die Lehrer und Schüler bereits vorher sehr gut hätten gebrauchen können. So aber bleibt manches ihrem Entdeckerglück vorbehalten – das mag seinen Reiz haben, geht aber an der Realität eines unter einem immer größeren Zeitdruck stehenden Unterrichtsalltags vorbei.

Nachdem der erste Band des DFGB gerade in deutschen Rezensionen vielfach als zu „light“ empfunden wurde, entspann sich auch beim Erscheinen des zweiten Band eine kontroverse Diskussion um die Aufmachung und die Präsentation von Text- und Bilddokumenten. Kritiker mögen nun wieder einwenden, dass der Leser auf manchen Seiten des Buches geradezu einem embarras de richesse erliegt: Bunte Collagen von Begriffserläuterungen, Bildern, Zeitleisten und Zitaten springen einem entgegen, so dass für den darstellenden Text kaum noch Platz bleibt. Hier droht dem deutsch-französischen Geschichtsbuch zweifellos die Gefahr, dass es vor allem die deutschen Lehrer nur als Steinbruch für Materialien nutzen, die sie im Unterricht benötigen – ergänzend zu umfassenderen Darstellungen in nach deutscher Tradition gestalteten Schulbüchern. Das wäre schade, weil der Sinn der Reihe ja gerade im gemeinsamen deutsch-französischen Blick auf die europäische Geschichte liegen soll, der sich aber vor allem im Text spiegelt. Französische Lehrer müssen sich freilich weniger umgewöhnen, wird dem Bildmaterial in französischen Lehrwerken doch schon seit langer Zeit ein größerer Platz eingeräumt, wie u.a. der Aufbau des französischen Lehrbuchs „Histoire. Le Monde, l’Europe, la France (1850–1945) 1er L–ES–S“ (Histoire) dokumentiert, das in fast jedem Kapitel unter der Rubrik „Arrêt sur images“ eine vertiefte Analyse von visuellen Medien ermöglicht[13].

Ein genauerer Blick und der Vergleich mit anderen Lehrwerken zeigen jedoch, dass das DFGB auch aus deutscher Perspektive nicht ganz so „light“ ist, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheint. Es behandelt die Periode vom Wiener Kongress bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs auf 385 Seiten, während der beispielsweise vergleichbare Neuzeitband von „Geschichte und Geschehen“ (GuG)[14] mit der Französischen Revolution einsetzt und den chronologischen Bogen bis in die „Berliner Republik“ spannt, um in den sich anschließenden Kapiteln zusätzlich noch die Europäische Integration, den Islam und die Moderne sowie die Entwicklung Chinas von 1800 bis in die Gegenwart zu behandeln (auf insgesamt 590 Seiten). Dem im DFSG behandelten Zeitraum von 1815 bis 1945 widmet GuG jedoch nur 255 Seiten, so dass hier konstatiert werden kann, dass – allein schon unter quantitativen Gesichtspunkten – Lehrern und Schülern im DFGB mehr Materialien für dieselbe Periode zur Verfügung stehen.

Trotz nicht zu übersehender Kompromisse und Mittelwege unterstreicht der deutsch-französische Vergleich den von verschiedenen Seiten formulierten Eindruck, dass das DFGB eher der französischen Lehrbuchtradition entspricht. Allerdings ist in diesem Zusammenhang auch der Unterrichtsalltag in den französischen Lycées und den im Vergleich dazu „elitären“ deutschen Gymnasien zu sehen: Während in Frankreich seit Jahren über 60% eines Jahrgangs Abitur machen, liegt die Abiturientenquote in Deutschland wesentlich niedriger liegt (2005/2006: Allgemeine Hochschulreife: 29,9%; Fachhochschulreife 13,6%; Gesamt: 43,4%)[15]. Die sich aus diesen Zahlen ergebende unterschiedliche Sozialstruktur und Lernsituation der Abiturienten in Deutschland und Frankreich gilt es auch in der Konzeption und didaktischen Umsetzung Rechnung zu tragen. So ist nicht zu übersehen, dass GuG längere darstellende Texte präferiert und stärker schriftliche Quellen berücksichtigt; zudem hat es bereits den zukünftigen Geschichtsstudenten im Blick, während „Histoire“ nicht über das Baccalauréat hinausblickt. Kapitel zur Methodik bzw. zu verschiedenen Herangehensweisen an Geschichte finden sich in allen drei Bänden, doch zeigen sich auch hier die unterschiedlichen Lehr- und Lerntraditionen. Während GuG den Schülern u.a. eine methodische Einführung in die Konzeption und Redaktion einer Facharbeit bietet und damit eine Vorarbeit zur Abfassung einer wissenschaftlichen Hausarbeit leistet, wird der französische Schüler eindringlich auf die entscheidenden Kriterien für einen historischen Aufsatz („Dissertation“) hingewiesen. Das DFGB offeriert uns einen Kompromiss aus beiden Traditionen, finden wir doch hier in Anlehnung an deutsche Traditionen ein Methodenkapitel zur Analyse wissenschaftlicher Interpretationen, eine Textsorte, die in den französischen Geschichtsunterricht bislang keinen Eingang fand; gleichzeitig findet sich ein Methodenkapitel zum Umgang mit historischen Karten, was dem breiteren Platz dieses Mediums in französischen Schulen Rechnung trägt.

So bleibt denn als Fazit: Wer als Lehrer bereit ist, sich für die Lehr- und Unterrichtspraktiken im anderen Land zu öffnen, wird das DFGB mit Gewinn heranziehen. Deshalb soll auch an dieser Stelle ungeachtet der Kritik der Beiträger des Dossiers an einzelnen Details des DFGB vor allem ein Glückwunsch an die Macher des neuen deutsch-französischen Unterrichtswerkes stehen und die (Vor)Freude auf den nun noch ausstehenden dritten und letzten Band geäußert werden, der die Zeit von der Antike bis zur Napoleonischen Epoche abdecken soll und für Anfang 2010 angekündigt ist.

[Teile ins Deutsche übersetzt von Isabelle Quillévéré]

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[1] Über das Interesse der Koreaner und Japaner am deutsch-französischen Geschichtsbuch, siehe Pierre Monnet, Faites un manuel, pas la guerre, in: L’Histoire, Nr. 312 (2006), S. 22f.
[2] Akiyoshi Nishiyama, Das deutsch-französische Geschichtsbuch in Japan: Ein Vorbild für Ostasien?, in: Eckert. Das Bulletin, Nr. 2 (2007), S. 59f.
[3] An dem vom Zentrum für Demokratie und Versöhnung in Südosteuropa initiierten Schulbuch zur Geschichte des Balkans waren Historiker aus 11 Balkanländern beteiligt. Seit 2003 sind 4 Bände (vom Osmanischen Reich bis zum Zweiten Weltkrieg) in verschiedenen Sprachen des Balkanraumes sowie auf Englisch erschienen [verfügbar auf der Website: http://www.cdsee.org]. Das im Jahre 2004 in Hebräisch und Arabisch erschienene israelisch-palästinensische Schulbuch „Geschichte des Anderen“ ist von der von palästinensischen und israelischen Akademikern gegründeten NGO PRIME (Peace Research Institute in the Middle East) initiiert worden. Das Südkorea-China-Japan-Schulbuch „Moderne und Zeitgeschichte drei ostasiatischer Länder“ wurde im Jahre 2005 von Akademikern aus diesen drei Ländern herausgegeben.
[4] Erklärung vom 11. Februar 2008, zitiert in : Célia Chauffour, Bientôt un manuel d’histoire commun germano-polonais ?, in : Le Monde, 20. Februar 2008.
[5] « Kein Aufschub mehr für deutsch-polnisches Geschichtsbuch », in: der Standart.at, 28. Januar 2008.[6] Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg und des polnischen Erziehungsministeriums, Nr. 194, 2008, 17. Mai 2008.
[7] Thomas Strobel, Startschuss für ein gemeinsames deutsch-polnisches Geschichtsbuch, in: Eckert. Das Bulletin, Nr. 03 (2008), S. 26–28.
[8] Ibid.
[9] Emmanuel Droit, Le Goulag contre la Shoah : mémoires officielles et cultures mémorielles dans l’Europe élargie, in: Vingtième Siècle 94/2007, S. 101–120.
[10] Reiner Marcowitz, Ulrich Pfeil, Dossier: Gemeinsames Geschichtsbuch, in: Dokumente. Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog 5/2006, S. 53–104. Da das Heft mittlerweile vergriffen ist, hat die Redaktion das Dossier online zu­gänglich gemacht: http://www.zeitschrift-dokumente.de/downloads/artikel/art_08052006.pdf
[11] Étienne François, Le manuel franco-allemand d’histoire. Une entreprise inédite, in: Vingtième siècle 94/2007, S. 73–86; Ralph Erbar, Ein Geschichtsbuch für zwei Länder? Kritische Anmerkungen zum neuen deutsch-französischen Geschichtsbuch, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 57 (2006) 10, S. 623f.; vgl. zur Vorgeschichte des Projekts: Florent Claret, Die Geschichtsschulbücher in den deutsch-französischen Beziehungen. Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Geschichtsbuch für beide Länder, Saarbrücken 2006; Ders., Le manuel franco-allemand d’histoire, de l’utopie à la réalité, in: Lendemains 122/123 (2006), S. 235–240.
[12] Vgl. auch: Ursula Lange, Transnationales Wissen. Das nationalstaatliche Prinzip im gemeinsamen Geschichtsbuch, in: Dokumente 64 (2008) 4, pp. 21–24.
[13] Jacques Marseille (Hg.), Histoire. Le Monde, l’Europe, la France (1850–1945) 1er L–ES–S, Nathan, Paris 2007.
[14] Geschichte und Geschehen. Neuzeit, Sekundarstufe II, Ernst Klett, Leipzig 2006.
[15] Statistische Veröffentlichungen der Kultusministerkonferenz, Nr. 173 (Januar 2005).

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