Natalija Basic

Dr. phil., promovierte 2002 mit einer Arbeit über Feindbilder und Gewalterfahrungen von Soldaten in Kroatien und Bosnien-Herzegowina (1991-1995) an der Universität Hamburg im FB Erziehungswissenschaft. Sie ist seit 1996 in der Südosteuropaforschung tätig und hat ein Buch und zahlreiche Aufsätze veröffentlicht. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehört der westliche Balkan, wo sie die Aufarbeitung von  Kriegen, die Erinnerungskulturen und Vergangenheitspolitiken mit qualitativen Methoden untersucht.

Von 1996 bis 2001 arbeitete Natalija Basic am Hamburger Institut für Sozialforschung (www.his-online.de) im Arbeitsbereich "Nation, Ethnizität, Fremdenfeindlichkeit"; von 2002 bis 2005 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Geschichte und Kultur des Osteuropa-Institutes der FU-Berlin. Zuletzt erhielt Natalija Basic ein Postdoc-Stipendium aus Mitteln des Exzellenzclusters „Languages of Emotion“ (www.languages-of-emotion.de) an der Freien Universität Berlin.

Seit Juni 2010 ist Natalija Basic wissenschaftliche Mitarbeiterin am GEI im Arbeitsbereich „Schulbuch und Konflikt“ und mit Südosteuropa befasst.

 Veröffentlichungen (Auswahl)

  •  „Der jugoslawische Partisanenkampf - Revision einer Legende am Beispiel Kroatiens und Serbiens“, in: Südosteuropa 57 (2009), (1), 91-112.
  • „Die Moral des Seitenwechsels. Zur Neubewertung des Zweiten Weltkrieges in Serbien und Kroatien“, in: Brunnbauer, U. & Helmedach, A. & Troebst, S. (Hg.), Schnittstellen. Gesellschaft, Gedächtnis und Gewalt in Südosteuropa. [...] München 2007, 495-506.
  • „Wen interessiert schon der Zweite Weltkrieg? Tradierung von Geschichtsbewusstsein in Familiengeschichten aus Kroatien und Serbien“, in: Welzer, H. (Hg.), Der Krieg der Erinnerungen. Zweiter Weltkrieg, Widerstand und Kollaboration im europäischen Familiengedächtnis. Frankfurt/M. 2007, 150-185.
  • Krieg als Abenteuer. Nach Interviews mit Soldaten im serbisch-kroatischen Krieg (Feature 54,3 Min.), Ursendung: 15.09.2007, Deutschlandradio Kultur (zus. mit Bettina Schoeller).
  • Transnationalism in the Balkans: An Introduction, in: Ethnopolitics 5 (2006) (3), 217-221.
  • “’You can’t run away’: Former combat soldiers and the role of social perception in coping with war experience in the Balkans”, in: Pouligny, B. & Chesterman, S. & Schnabel, A. (Hg.), After Mass Crime: The Challenges of Rebuilding States and Communities Following Mass Violence. New York/Tokio 2006, 142-162.
  • „Die Akteursperspektive. Soldaten und ‚ethnische Säuberungen’ in Kroatien und Bosnien-Herzegowina (1991–1995)“, in: Brunnbauer, U. & Esch, M. & Sundhaussen, H. (Hg.), Definitionsmacht, Utopie, Vergeltung. „Ethnische Säuberungen“ im östlichen Europa des 20. Jahrhunderts. Münster 2006, 144-168.
  • „Der Zweite Weltkrieg im Fernsehen. Filmpartisanen im kroatischen und  serbischen Familiengedächtnis“, in: Ethnologia Balkanica 8 (2004), 57-77.
  • (Bearb.), Ljudi u ratu, Ratovanja [Menschen im Krieg], Bd. II, hrsg. vom Dokumentacioni centar Ratovi 1991-1999, Edicija “Ljudi u ratu”. Beograd 2004 (zus. mit Drinka Gojković/ Vanja Delić)
  • (Bearb.), Ljudi u ratu, Sudbina civila [Menschen im Krieg, das Schicksal der Zivilbevölkerung], Bd. I, hrsg. vom Dokumentacioni centar Ratovi 1991-1999, Edicija “Ljudi u ratu”. Beograd 2004 (zus. mit Drinka Gojković/ Vanja Delić).
  • Krieg als Abenteuer. Feindbilder und Gewalt aus der Perspektive ehemaliger Kombattanten der postjugoslawischen Kriege 1991-1995. Giessen 2004.
  • „Triumph der Kälte. Ein ehemaliger Soldat über Krieg, Gewalt- und Tötungsbereitschaft im ehemaligen Jugoslawien der 1990er Jahre“, in: Liell, C. & Pettenkofer, A. (Hg.), Kultivierungen von Gewalt. Beiträge zur Soziologie von Gewalt und Ordnung. Würzburg 2004, 159-173.
  • „Kampfsoldaten im ehemaligen Jugoslawien: Legitimationen des Kämpfens und Tötens“, in: Seifert, R. (Hg.), Gender, Identität und kriegerischer Konflikt. Das Beispiel des ehemaligen Jugoslawien. Münster 2004, 89-111.
  • „Vom Ansprechen und Auf-sich-beruhen-lassen. Biographische Interviews mit ehemaligen Kombattanten der postjugoslawischen Kriege 1991-1995“, in: Psychosozial 26. (2003) (1), (nr.91) = ÜberLebensgeschichten. Trauma und Erzählung, Hg. Haubl, R. & Lamott, F. & Traue, H.C., 7-25.
  • „Tradierungsprojekt ‚Geschichtsbewusstsein vom Zweiten Weltkrieg und Familiengedächtnis in Serbien und Kroatien’. Ein Forschungsbericht“, in: Kulturwissenschaftliches Institut im Wissenschaftszentrum NRW (Hg.), Jahrbuch 2002/2003, Essen, 356-358 (zus. mit Sabine Moller)
  • (Bearb.), Ratovanja [Kriegsschauplätze]. Knj. I. (Edicija Ljudi u ratu). Beograd 2003 (zus. mit Drinka Gojković/ Vanja Delić)
  • „Jeder Tag war ‚Allgemeine Volksverteidigung’ (ONO). Zur militaristischen Kultur und Gewalterziehung im sozialistischen Jugoslawien (SFRJ) 1945-1990“, in: Jahrbücher zur Geschichte und Kultur Südosteuropas (JGKS). Schwerpunkt: (Post)Jugoslawische Zeitgeschichte 4, (2002), 69-90.
  • "’Da gibt's nicht viel Philosophie!’ Anmerkungen zur Entstehung von Feindbildern und Gewalt am Beispiel von Biographien ehemaliger Kombattanten der postjugoslawischen Kriege“, in: Traue, H.C. & Presuhn, S. (Hg.), MenschenStromDonau - Leben und Leiden an einem Fluss. Lengerich/ Berlin/ Riga u.a. 2001, 83-103.
  • "Combattant ou exécuteur de « nettoyage ethnique »?“, verfügbar unter: www. ceri-science-po.org (homepage des Centre d'Études et de Recherches Internationales (CERI - Science Po.): 'Faire la paix': du crime de masse au peacebuilding. Une approche trans-disciplinaire; (Ersterscheinung im November 2001)
  • "Un ancien combattant bosniaque et la guerre (Mémoire, identité et politique)“, in: Wieviorka, M. & Ohana, J. (Hg.), La différence culturelle. Une réformulation des débats. Colloque Cérisy. Paris 2001, 298-306.
  • "’Krieg ist nun mal Krieg’", in: Höpken, W. & Rieckenberg, M. (Hg.), Politische und ethnische Gewalt in Südosteuropa und Lateinamerika. Köln/Weimar/Wien 2001, 195-225.
  • „Die Bereitschaft zum Töten. Überlegungen zum Zusammenspiel von Sinn, Mord und Moral“, in: Zeitschrift für Genozidforschung, 2/2000, 27-50 (zusammen mit Harald Welzer).
  • (Bearb.). Krieg in Kroatien und Bosnien. Eine Bibliographie 1989-1996. Hamburg (Diskette/ www.his-online.de) 1997, (zus. mit Gudrun Döllner/ Christoph Fuchs/ Ingwer Schwensen).

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Letzte Änderung: 07.03.2012