Ewa Anklam
Dr. phil., studierte von 1988 bis 1998 Neuere Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Germanistik an den Universitäten Thorn (Polen) und Braunschweig. Von 1999 bis 2001 war sie als freiberufliche Übersetzerin und Dolmetscherin für die polnische Sprache im Landgerichtsbezirk Braunschweig tätig. 2001-2004 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem an der TU Braunschweig angesiedelten DFG-Forschungsprojekt "Frankreich und Deutschland im Krieg (18.-20. Jh.). Zur Kulturgeschichte der europäischen "Erbfeindschaft". Im Jahr 2006/07 war Ewa Anklam Stipendiatin der Hans und Helga Eckensberger-Stiftung und hat in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel zur Universitätsgeschichte Helmstedts und Göttingens in der Frühen Neuzeit geforscht.
Seit März 2008 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Georg-Eckert-Institut. Ihr Forschungsinteresse gilt der deutsch-französischen Geschichte, Kriegsgeschichte als Kulturgeschichte sowie Bildungsgeschichte Deutschlands, Frankreichs und Polens.
Projekte
Am Georg-Eckert-Institut ist Ewa Anklam in ein gemeinsames ANR und DFG-Projekt "Konkurrenz und Konvergenz. Europabilder in deutschen und französischen Schulbüchern von 1900 bis Gegenwart" involviert. Darin untersucht sie den Wandel, die Vielfalt und die Ambivalenz von Europabildern in deutschen Schulbüchern des 20. Jahrhunderts. Die Daten werden durch die Analyse von Geographie- und Geschichtsbüchern für die schulische Oberstufe in sieben historischen Querschnitten, die sich an zentralen Wendepunkten der Geschichte des 20. Jahrhunderts orientieren, gewonnen. Darüber hinaus ist sie an der Pilotstudie Europa-Plattform wesentlich beteiligt, in der sie für die exemplarische Auswertung und Konzeptualisierung der deutschen und polnischen Schulbücher verantwortlich ist.
Publikationen
- Mit Susanne Grindel, Europa im Bild - Bilder von Europa: Europarepräsentationen in deutschen, französischen und polnischen Geschichtsbüchern in historischer Perspektive, in: Carsten Heinze und Eva Matthes (Hg.), Das Bild im Schulbuch (Beiträge zur historischen und systematischen Schulbuchforschung), Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2010, S. 93-108
- Wissen nach Augenmaß. Militärische Beobachtung und Berichterstattung im Siebenjährigen Krieg (Herrschaft und soziale Systeme in der Frühen Neuzeit, Bd. 10), Münster u. a. 2007.
- Gebhard Werner Graf von der Schulenburg-Wolfsburg (1722-1788): Adelslegitimation und Fürstendienst. Ein Briefwechsel mit Friedrich II. von Preußen, in: Wolfsburger Beiträge zur Geschichte und Kunstgeschichte 3, 2007.
- „Nächst Frankreich vielleicht Polen…“ Fremdheitserfahrungen und wissenschaftliche Vergleiche in Zeiten der Kriege und revolutionären Umbrüche in Deutschland (18./19. Jh.), in: Inter Finitimos. Jahrbuch zur deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte 4, 2006, S. 201-209.
- Ute Daniel, Gerd Krumeich (Projektleiter): Frankreich und Deutschland im Krieg (18.-20. Jh.) Zur Kulturgeschichte der europäischen "Erbfeindschaft" [Internetpräsentation]
- "Die fremden Gäste los seyn": Die Präsenz der Franzosen und ihre Wahrnehmung im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763), in: Christian Lippelt, Gerhard Schildt (Hg.): Braunschweig-Wolfenbüttel in der Frühen Neuzeit. Neuere historische Forschungen (Quellen und Forschungen zur Braunschweigischen Landesgeschichte, 41), Braunschweig 2003, S. 227-242.




