Dr. Maren Tribukait

Seit 2013 forscht Maren Tribukait als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Georg-Eckert-Institut zum digitalen Lernen, zu Medien in der Schule sowie zum Geschichtsunterricht. Sie interessiert sich für die Veränderungen von Unterricht, Schule und Bildung in Zeiten digitaler Vernetzung und zunehmender gesellschaftlicher Vielfalt; aktuell untersucht sie den Umgang mit kontroversen und sensiblen Themen im Geschichtsunterricht. Sie ist daran interessiert, Wissenschaft, Bildungspraxis und Bildungspolitik in Dialog zu bringen, beispielsweise mit dem Preis "Schulbuch des Jahres". Am Georg-Eckert-Institut leitet sie außerdem den Arbeitskreis Didaktik.

Sie studierte Geschichte und Germanistik in Berlin und London und legte 1999 das Erste Staatsexamen ab. Nach einem Volontariat bei C. H. Beck arbeitete sie in verschiedenen Verlagen und war von 2002 bis 2008 als Schulbuchredakteurin für Geschichte im Ernst Klett Verlag tätig. Von 2008 bis 2013 war sie Doktorandin in der Bielefeld Graduate School in History and Sociology an der Universität Bielefeld. 2013 promovierte sie dort mit der Arbeit „Gefährliche Sensationen. Die Visualisierung von Verbrechen in deutschen und amerikanischen Pressefotografien (1920-1970)“, in der sie fotografische Zeigbarkeitsregeln rekonstruiert und die Macht öffentlicher Bilder erforscht.

Projekte

  • Learning to Disagree (2017-2020) – Das Projekt hat zum Ziel, europäischen Lehrerinnen und Lehrern beim Umgang mit kontroversen und sensiblen Themen im Geschichts- und Politikunterricht Hilfestellung zu leisten. Auf der Grundlage einer Bedarfsanalyse werden multiperspektivische Unterrichtsmaterialien zu europaweit relevanten historisch-politischen Themen sowie Lehrerhandreichungen zu Diskussionsformaten und Bewertungskriterien entwickelt.

  • Digitales Lehren und Lernen: Notebooks im Unterricht (2014-2015) – In der qualitativen Studie wurde aus geschichtsdidaktischer Perspektive untersucht, inwieweit digitale Medien das historische Lernen fördern können (Teilprojekt II).
  • Innovative History Education for All (2014-2017) – In dem europäischen Konsortialprojekt wurden digitale Tools für den Geschichtsunterricht entwickelt und auf der Lernplattform Historiana GeschichtslehrInnen in ganz Europa zugänglich gemacht. Das GEI hat im Rahmen dieses Projektes einen Bericht über die curricularen und bildungspolitischen Vorgaben zum digitalen Lernen in Europa verfasst.
  • Schulbuch des Jahres – Mit dem Preis werden jedes Jahr auf der didacta hervorragende Schulbücher ausgezeichnet, die inhaltlich, didaktisch, medial oder gestalterisch innovativ sind.
  • Edu.reviews – die Plattform für Schulbuchrezensionen: Um verschiedene Perspektiven auf Schulbücher zusammenzubringen, werden auf dieser Plattform Besprechungen von LehrerInnen und SchülerInnen, WissenschaftlerInnen und Studierenden veröffentlicht.
  • Arbeitskreis Didaktik – Der Arbeitskreis bietet ein Forum für den Austausch über didaktische Fragen, die  in Forschung, Transfer und Forschungsinfrastruktur am GEI eine Rolle spielen.