Henning Hues

studierte Erziehungswissenschaft und Ethnologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Forschungs- und Studienaufenthalte führten ihn u. a. an die Universität Stellenbosch und die Universität der Niederländischen Antillen. Südafrika und dessen Bildungssystem bildeten den wichtigsten Studienschwerpunkt. 2008 schloss er sein Studium mit einer empirischen Magisterarbeit ab, in welcher er sich mit dem Schulwesen des burisch-afrikaansen Separatistendorfes „Orania“ beschäftigte. 2006 nahm er hierfür eine mehrmonatige Feldforschung vor, in welcher er vor allem nach besonderen Formen der Solidaritätsgenerierung im Schulbetrieb und der Marginalisierung des Noten- und Bewertungssystems fragte. Seit 2006 ist er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, zunächst in der Studienförderung, seit 2009 in der Promotionsförderung.

Seit Januar 2009 ist Henning Hues Doktorand im Arbeitsbereich „Schulbuch und Konflikt“ des Georg-Eckert-Instituts; seine Dissertation wird von Prof. Dr. Fuchs betreut. In ihr beschäftigt er sich mit dem gegenwärtigen südafrikanischen Schulunterricht zur Geschichte der Apartheid. Zentral ist die Frage, wie sich der breite gesellschaftliche Diskurs zu Versöhnung und Erinnerungskultur der 1990er Jahre im Klassenzimmer widerspiegelt und ob es einen versöhnenden Lehrplan geben kann. Hierfür sind mehrere ethnographische Studienphasen in Südafrika geplant.

Veröffentlichungen

  • "Mandela, the Terrorist. Intended and hidden history curriculum in South Africa", in: Journal for Educational Media, Memory and Society, Bd. 3 (2) 2011 (im Druck).
  • "The raising of the flag in ‘Volkstaat’ Orania: Perspectives on a school ceremony", in: Education as Change, Bd. 14 (1) 2010, S. 33–46 (mit Katalin Morgan).

Kontakt:

Henning Hues
Haupthaus E 2.04
Tel.: +49 (0)531 59099-46

[Wissenschaft/Stipendiat]
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Letzte Änderung: 20.07.2011