Im Spiegel Afrikas. Eine vergleichende Untersuchung von deutschen und englischen Schulbüchern vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart.

Hintergrund

In diesem Promotionsprojekt werden die Repräsentationen Afrikas vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart analysiert. Anhand von deutschen und englischen Schulbüchern und den ihnen zugrundeliegenden gesellschaftlichen Debatten werden Selbst- und Fremdbeschreibungen untersucht und verglichen. Ziel ist es, Kontinuitäten und Diskontinuitäten aufzuzeigen und ihre Rolle für das nationale Selbstverständnis herauszuarbeiten. Das Untersuchungsfeld wird dabei maßgeblich von den Diskursen um Kolonialismus/Dekolonisation, Entwicklungspolitik und Migration abgesteckt.

Ebenen des Promotionsvorhabens

Die Lehrplan- und Schulbuchuntersuchung: Zunächst werden die staatlichen Vorgaben (Curricula, Prüfungsrichtlinien), die den Rahmen für die Schulbuchgestaltung darstellen, analysiert. Anschließend werden die Schulbücher (auch) daraufhin untersucht, wie die Verlage diese Vorgaben umsetzen und ausfüllen.

Die bildungspolitischen Debatten: Die Ergebnisse der Lehrplan- und Schulbuchanalyse werden in den Kontext der Diskussionen um Bildungsinhalte gesetzt. Hierbei wird eine Vielzahl von unterschiedlichen Akteuren, die sich an den Diskussionen um die Darstellung von Schulbuchinhalten beteiligen bzw. diese kommentieren, berücksichtigt. Auf der internationalen Ebene sind dies Organisationen wie die UNESCO oder der Europarat, die mit Konferenzen oder Empfehlungen zur Schulbuchgestaltung auf Entscheidungsträger in England und den beiden deutschen Staaten einwirken. Daneben gib es in allen drei Ländern nationale Akteure wie Lehrerverbände, Fachwissenschaftler, Didaktiker, Kirchen, aber auch spezielle Interessengruppen, deren Verlautbarungen studiert werden.

Der Vergleich: Die durchgängig vergleichende Perspektive ermöglicht es, die gemeinsamen wie auch die unterschiedlichen Diskurselemente aufzuzeigen und ihre Entwicklung über einen längeren Zeitraum nachzuvollziehen. Obwohl die Schulbuchinhalte stark von nationalen Rahmenbedingungen abhängig sind, werden in den Selbst- wie Fremdbildern transnationale Gemeinsamkeiten erwartet.

Laufzeit
2010-2012

Finanzierung
Evangelisches Studienwerk e.V. Villigst

Kontakt:

Lars Müller
Aussenstelle #2 Raum 1.02
Tel.: +49 (0)531 123103-275

[Wissenschaft/Stipendiat]
Email: senden

 
Seitenanfang
Letzte Änderung: 10.05.2011