Thomas Strobel
M.A., studierte Geschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Heidelberg, Krakau und Leipzig. Magisterarbeit zum Thema "Polen und Juden im Angesicht des Holocaust. Schulddiskurse in Polen 1987-2002". Im Rahmen der sich anschließenden Lehrerausbildung sammelte er mehrfach schulpraktische Erfahrungen in Deutschland und Georgien. Thomas Strobel war bei verschiedenen Institutionen im Bereich Ost- und Ostmitteleuropa tätig, u.a. als Tagungsleiter für die Bundeszentrale für politische Bildung.
Seit 2005 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Georg-Eckert-Institut.
Projekte
Thomas Strobel betreut am Georg-Eckert-Institut als wissenschaftlicher Sekretär das Projekt "Deutsch-Polnisches Geschichtsbuch".
In seinem Promotionsvorhaben der Aufarbeitung der Geschichte der deutsch-polnischen Schulbuchkommission legt er einen Schwerpunkt auf den "oral history"- Ansatz. Gemeinsam mit polnischen Partnern bereitete er die Ausstellung "Schulbücher im Fadenkreuz von Wissenschaft und Politik: 35 Jahre Gemeinsame deutsch-polnische Schulbuchkommission" vor, die seit Februar 2007 in Deutschland und Polen gezeigt wird.
Veröffentlichungen
- Der Warschauer Aufstand in bundesdeutschen Schulgeschichtsbüchern 1949-2006, in: Wahrheit, Erinnerung, Verantwortung. Der Warschauer Aufstand im Kontext der deutsch-polnischen Beziehungen, hrsg. von der Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung und dem Museum des Warschauer Aufstandes, S. 261-274, Warszawa 2010.
- Grenzfall europäische Identität: Die Wirkungsmacht der Geschichte, in: Partner, Nachbarn, Konkurrenten. Dynamik und Wandel an den Grenzen in Osteuropa, hrsg. von Christian Weitzel et al., DGAP-Schriften zur Internationalen Politik, S. 83-105, Baden-Baden 2009.
- gemeinsam mit Dariusz Wojtaszyn, Das Deutsch-Polnische Geschichtsbuch - ein neues Element im historischen Dialog zwischen Polen und Deutschen, in: "Das Friedenszeichen von Kreisau" und "Der Händedruck von Verdun": Wege zur deutsch-polnischen und deutsch-französischen Versöhnung und ihre Symbole im kollektiven Gedächtnis der Gesellschaften, hrsg. von Ełżbieta Opiłowska, Krzysztof Ruchniewicz und Marek Zybura, S. 179-189, Wrocław 2009.
- gemeinsam mit Robert Maier (Hrsg.), Das Thema Vertreibung und die deutsch-polnischen Beziehungen in Forschung, Unterricht und Politik, Studien zur internationalen Schulbuchforschung, Band 121, Schriftenreihe des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung, Hannover 2008.
- Vernachlässigter Nachbar? Polen in sächsischen Geschichtsbüchern und allgemeinen Schulbuchausgaben, in: Strobel/Maier, Das Thema Vertreibung und die deutsch-polnischen Beziehungen, S. 195-215.
- mit Robert Maier/Stefanie Wolter, Die Vertreibungsproblematik im Bewusstsein deutscher Schüler. Das Ergebnis von Umfragen, in: Strobel/Maier, Das Thema Vertreibung und die deutsch-polnischen Beziehungen, S. 135-146.
- Defizite im deutschen Geschichtsunterricht (= Rezension von: Jörg-Dieter Gauger, Deutsche und Polen im Unterricht. Eine Untersuchung aktueller Lehrpläne/Richtlinien und Schulbücher für Geschichte), in: Dialog Nr. 83 (2008) , S. 65-71.
- Lektionen in deutsch-polnischer Geschichte. Neue Unterrichtsmaterialien des Deutschen Polen-Instituts für den Geschichtsunterricht in Deutschland, in: Dialog Nr. 80-81 (2007/2008) , S. 112-115.
- "Die Gemeinsame deutsch-polnische Schulbuchkommission. Ein spezifischer Beitrag zur Ost- West- Verständigung 1972-1989", in: Archiv für Sozialgeschichte 45 (2005), S. 253-268. Perspektiverweiterung – Polen im deutschen Geschichtsunterricht: Neue Lehrmaterialien. In: Dialog Nr. 76 (2006), S. 37-41.
- Zahlreiche Übersetzungen wissenschaftlicher Artikel aus dem Polnischen ins Deutsche.
Kontakt:
Thomas Strobel
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