Dr. Inga Niehaus

Im Georg-Eckert-Institut ist Inga Niehaus seit Juli 2009 als Forschungskoordinatorin zuständig für die Organisation der Erstellung und Einreichung von Drittmittelanträgen.

Sie studierte von 1991-1998 Politikwissenschaften, Islamwissenschaft und Afrikanistik an der Hamburger Universität und promovierte dort 2006 in Politikwissenschaften zu dem Thema „Muslime Südafrikas im Spannungsfeld zwischen Inklusion und Exklusion. Politische Partizipation einer religiösen Minderheit im Demokratisierungsprozess“.

Von 1999 bis 2003 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem DFG-geförderten Sonderforschungsbereich 520 der Hamburger Universität „Umbrüche in afrikanischen Gesellschaften und ihre Bewältigung“. Hier war sie Bearbeiterin in dem Teilprojekt „Die Bedeutung des Islam für gesellschaftliche Umbruchprozesse in Afrika mit Schwerpunkt Südafrika“. Zudem übernahm sie von 2000-2001 Lehraufträge in Südafrika an der University of the Western Cape im Department for Political Studies.

Von 2003-2006 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem Verbundprojekt „Muslime in Europa und ihre Herkunftsgesellschaften in Asien und Afrika“ tätig, welches vom Zentrum Moderner Orient koordiniert wurde. Sie bearbeitete das Teilprojekt „Muslimische Minderheiten und ihre islamischen Schulen in Südafrika, England und den Niederlanden“ (BMBF-Förderung).

Veröffentlichungen

  • Schulbuchstudie Migration und Integration, hg. v. d. Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration (zusammen mit Marcus Otto, Viola Georgi und Rosa Hoppe), Berlin 2015.
  • Islamic schools in South Africa, ISIM Review, 21/2008, 20−21. Islamische Schulen in Europa. In: D. Reetz, (Hrsg.), Islam in Europa: Religiöses Leben heute.
  • Emancipation or Disengagement? Islamic schools in the Netherlands and Britain. In: A. Alvarez Veinguer, G. Dietz & D.-P. Jozsa  et al. (Hrsg.), Islam in Education in European Countries – Pedagogical Concepts  and Empirical Findings.
  • Between participation and disengagement. Muslim minorities and their Islamic schools in England and the Netherlands. In: C. Timmermann, J. Leman & H. Roos et al. (Hrsg.), In between spaces: Christian and Muslim Minorities in transition in Europe and the Middle East.
  • Muslime Südafrikas im Spannungsfeld zwischen politischer Beteiligung und Ausgrenzung Partizipation einer religiösen Minderheit im Demokratisierungsprozess. Münster, New York et al.: Waxmann 2008.
  • Pagad – Aufstieg und Niedergang einer Bürgerwehr. In: L. Gerhard,, H. Möhle & J. Oßenbrügge et al. (Hrsg.), Umbrüche in afrikanischen Gesellschaften und ihre Bewältigung. Beiträge aus dem Sonderforschungsbereich 520 der Universität Hamburg. Berlin: Lit 2006, 173−188.
  • (Gemeinsam mit U. Günther) Islam, Politics & Gender during the Struggle in South Africa, 1976 – 1990. Journal for the Study of Religion, 15 (2), 2002, 87−110.
  • (Gemeinsam mit U. Günther) Islam in South Africa: The Muslims’ contribution in the struggle against apartheid and the process of democratisation. In T. Bierschenk, Thomas & G. Stauth (Hrsg.), Islam in Africa, Yearbook of the Sociology of Islam, Vol. 4. Münster, Hamburg, London: Lit 2002: 69−90.
  • The Muslim Minority and Civil Society in South Africa. In: G. Mitchell & E. Mullen, Eve (Hrsg.), Religion and the Political Imagination in a Changing South Africa, Münster, New York et al.: Waxmann 2001, 121−132.
  • Research Projects on Islam in Africa. Annual Review of Islam in South Africa, 3, Centre for Contemporary Islam, 2000, 35−39.
  • (Gemeinsam mit S. Pötz-Neuburger) Frauenbewegung und Geschlechterverhältnisse im Transitionsprozeß Südafrikas – Eine Erfolgsstory? In: G. Abels & S. Sifft (Hrsg.), Demokratie als Projekt. Feministische Kritik an der Universalisierung einer Herrschaftsform. Frankfurt/M.: Campus 1999, 248−272.