Dr. Kerstin Schwedes

Seit Juli 2009 ist Dr. phil. Kerstin Schwedes Koordinatorin des Projektes „EurViews. Europa im Schulbuch“. Diese multilinguale Internet-Edition präsentiert durch kommentierte Schulbuchquellen und kontextualisierende Essays, welche Vorstellungen von Europa und Europäizität in Geschichts- und Geographieschulbüchern des 20. und 21. Jahrhunderts vermittelt wurden und werden. Das Projekt will mit seinem historischen wie systematischen Ansatz für die Pluralität und die Veränderlichkeit von Europavorstellungen und für die Varianz und Konkurrenz von Erinnerungskulturen im 20. Jahrhundert sensibilisieren. Kerstin Schwedes ist zudem seit 2015 Wissenschaftliche Koordinatorin im Projekt "WorldViews. Die Welt im Schulbuch". Sie koordiniert den Arbeitskreis "Schulbuchforschung in der digitalen Welt", übt am Institut die Funktion einer Ombudsperson aus und organisiert die Praktika.

Sie studierte Kunstgeschichte, Geschichte, Deutsche Literaturwissenschaft. Nach Auslandsaufenthalt in Italien und dem Magister 1993 wurde sie 1996 an der TU Braunschweig promoviert. 1997-2002 war sie Stipendiatin des Dorothea-Erxleben-Programms in Rom und Göttingen. Am dortigen Kunstgeschichtlichen Seminar war sie im Anschluss 2003/04 als Assistentin beschäftigt. 2004-2009 gehörte Kerstin Schwedes als Postdoc zur Emmy Noether-Forschungsgruppe der DFG „Romantikrezeption, Autonomieästhetik, Kunstgeschichte“ am Kunstgeschichtlichen Seminar in Göttingen.

Schwerpunkte in Forschung und Lehre

  • Inter- und transmediale sowie medienhistorische Aspekte, kunstwissenschaftliche Methodik und Formen des Wissenstransfers im 19./ 20. Jh. , Lehr- und Dokumentarfilm.

Projekte

Publikationen (Auswahl)

  • Schulbuch und Erster Weltkrieg, hrsg. von Christophe, Barbara und Kerstin Schwedes, Göttingen 2015.
  • Bildung und Schule im Kaiserreich unter Wilhelm II. In: Otte, Wulf; Pöppelmann, Heike; Zimmermann, Ole (Hrsg.): 1914 ... schrecklich kriegerische Zeiten. Ausst.Kat. Braunschweigisches Landesmuseum, Braunschweig: Appelhans 2014, 80-89.
  • A conjointly narrated European History. In: Shared Histories for a Europe without dividing lines, hrsg. vom Council of Europe, Strasbourg 2014, S. 582-589. Online verfügbar unter http://shared-histories.coe.int .
  • Der Künstler und sein Tod: Testamente europäischer Künstler vom Spätmittelalter bis zum 20. Jahrhundert, hrsg. von Nicole Hegener und Kerstin Schwedes, Würzburg: Königshausen & Neumann 2012.
  • Raffael und Michelangelo: Renaissance - Barock? In: Heß, Gilbert; Agazzi, Elena; Décultot, Elisabeth (Hrsg.): Klassizistisch-romantische Kunst(t)räume. Imaginationen im Europa des 19. Jahrhunderts und ihr Beitrag zur kulturellen Identitätsfindung. Band 2: Raffael als Paradigma. Berlin, New York: De Gruyter 2012, 239-254
  • Polychromie als Herausforderung. Ästhetische Debatten zur Farbigkeit von Skulptur. In: Heß, Gilbert; Agazzi, Elena; Décultot, Elisabeth (Hrsg.):  Klassizistisch-romantische Kunst(t)räume. Imaginationen im Europa des 19. Jahrhunderts und ihr Beitrag zur kulturellen Identitätsfindung. Band 1: European Philhellenism / Der europäische Philhellenismus. Berlin, New York: De Gruyter 2009, 61-84
  • Théodon retrouvé, in: Kunstchronik, 2009: 5, 197-200
  • Wortlose Beredsamkeit. Evokatorische Bildsprache von Michelangelos Römischer Pietà und dem Minerva-Christus, in: Laufhütte, Hartmut (Hrsg.): Künste und Natur in Diskursen der Frühen Neuzeit, Wiesbaden: Harassowitz 2000:1, 355-372
  • Historia in statua. Zur Eloquenz plastischer Bildwerke Michelangelos im Umfeld des Christus von Santa Maria sopra Minerva zu Rom, Frankfurt a. M. u. a.: Lang 1998.