Dr. Stephanie Zloch

Stephanie Zloch, Dr. phil., ist Leiterin der Leibniz-Wettbewerb-Gruppe "Migration und Bildung in Deutschland seit 1945". Sie ist seit 2010 in der Abteilung Europa des Georg-Eckert-Instituts tätig, seit 2013 zudem als Teamleiterin des Arbeitsfeldes Region. Ihr wissenschaftliches Interesse gilt der Geschichte Deutschlands, Mittel- und Osteuropas im 20. Jahrhundert, und hierbei insbesondere der Migrations-, Wissens-, Bildungs- und Regionalgeschichte sowie der Nationalismusforschung.

Sie studierte Neuere und Neueste Geschichte, Geographie und Slavistik/Polonistik in Köln, Warschau und an der Humboldt-Universität Berlin. 2007 Promotion an der Humboldt-Universität mit einer Arbeit zum polnischen Nationalismus zwischen den beiden Weltkriegen, anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem internationalen Forschungsprojekt zur Geschichte der NS-Zwangsarbeiterentschädigung an der Ruhr-Universität Bochum.

Aktuelles Projekt

Vorheriges Projekt

Veröffentlichungen

Monographie:

  • Polnischer Nationalismus. Politik und Gesellschaft zwischen den beiden Weltkriegen (Industrielle Welt. Schriftenreihe des Arbeitskreises für moderne Sozialgeschichte, Bd. 78), Köln – Weimar – Wien 2010  http://www.boehlau-verlag.com/978-3-412-20543-0.html (peer reviewed für Aufnahme in die Schriftenreihe)

Herausgeberschaften:

  • Das ,Pruzzenland' als geteilte Erinnerungsregion. Konstruktion und Repräsentation eines europäischen Geschichtsraums in Deutschland, Polen, Litauen und Russland seit 1900 (Hrsg. zusammen mit Izabela Lewandowska) [Schriftenreihe des Georg-Eckert-Instituts - Leibniz-Instituts für internationale Schulbuchforschung, Bd. 135], Göttingen 2014 http://www.v-r.de/de/das_pruzzenland_als_geteilte_erinnerungsregion/t-1/1032965/ (peer reviewed für Aufnahme in die Schriftenreihe)
  • Ziemie pruskie w podręcznikach Polski, Niemiec, Litwy i Rosji. Porównawcza analiza regionalnych konstrukcji tożsamości w XX-XXI wieku (Hrsg. zusammen mit Izabela Lewandowska), Olsztyn 2013.

Artikel (in Auswahl):

2017:

  • Compensation for Forced Labourers in the Czech Republic, in: Constantin Goschler (ed.): Compensation in Practice. The Foundation ‚Remembrance, Responsibility and Future‘ and the Legacy of Forced Labour during the Third Reich, New York – Oxford 2017

2016:

  • Ideas of Landscape Influenced by Forced Migration: The Historical Region East Prussia in German, Polish, Russian and Lithuanian Textbooks, in: Martin Zückert and Heidi Hein-Kircher (eds.): Migration and Landscape Transformation. Changes in Central and Eastern Europe in the 19th and 20th Century [Veröffentlichungen des Collegium Carolinum, Bd. 134], Göttingen 2016, S. 153 - 174.

2015:

2014:

  • Der Erste Weltkrieg in deutscher und französischer Perspektive – das deutsch-französische Geschichtsbuch (mit Rainer Bendick, Leon Dietsch, Peter Geiss, Anette Nogarede und Rainer Riemenschneider), in: Manfred Quentmeier, Martin Stupperich und Rolf Wernstedt (Hg.): Krieg und Frieden 1914 – 2014. Beiträge für den Geschichts- und Politikunterricht, Schwalbach/Ts. 2014, S. 146 – 159.
  • Ostpreußens Nachleben. Ausbildung bzw. Konstruktion regionaler Identität bei Kindern und Jugendlichen im polnisch-russischen Vergleich von 1945 bis heute, in: Burkhard Olschowsky, Robert Traba, Matthias Weber und Andrea Huterer (Hrsg.): Region, Staat, Europa. Regionale Identitäten unter den Bedingungen von Diktatur und Demokratie in Mittel- und Osteuropa [Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Bd. 50], München 2014, S. 87 – 100.

2013:

  • Grenzüberschreitungen im Schulbuch (zusammen mit Izabela Lewandowska), in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 64, 2013, S. 30 - 45.
  • Jüdische Geschichte in Ostpreußen als Thema im Schulunterricht, in:Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung und Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Hrsg.): "Das war mal unsere Heimat..." Jüdische Geschichte im preußischen Osten, Berlin 2013, S. 177 - 183.

2012:

  • Entschädigung für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Tschechien, in: Constantin Goschler, José Brunner, Krzysztof Ruchniewicz und Philipp Ther (Hrsg.): Die Entschädigung von NS-Zwangsarbeit am Anfang des 21. Jahrhunderts, Bd. 3: Nationale Selbstbilder, Opferdiskurse und Verwaltungshandeln. Das Auszahlungsprogramm in Ostmitteleuropa, Göttingen 2012, S. 7 - 76. (peer reviewed)
  • Gibt es einen "osteuropäischen Nationalismus"? Anmerkungen zur Persistenz einer historischen Interpretationsfigur, in: Pavel Kolář und Miloš Rezník (Hrsg.): Historische Nationsforschung im geteilten Europa 1945 - 1989 (Kölner Beiträge zur Nationsforschung, Bd. 10), Köln 2012, S. 51 - 70.Das Gebiet zwischen Weichsel und Memel, in: Historie. Jahrbuch des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, 5, 2011/12 (Themenheft: Regionalkontexte), S. 188 - 194.
  • Polsko-niemiecki projekt "Pruzzenland. Regionalne konstrukcje tożsamości w podręcznikach szkolnych Niemiec, Polski, Litwy i Rosji" (zusammen mit Izabela Lewandowska), in: Zapiski Historyczne, 77, 2012, S. 103 - 118. [mit engl. abstract]
  • Das ehemalige Ostpreußen im Geschichtsunterricht. Ein Vergleich deutscher, polnischer und russischer Schulbücher/Byvšaja Vostočnaja Prussija v prepodavanii istorii (na materiale nemeckich, pol’skich i russkich učebnikov), in: I. I. Devjatajkina (Hrsg.): Kul’turnaja pamjat‘ i memorial’nye kommunikacii v sovremennych učebnikach i učebnoj literatur: Opyt Rossii i Zapadnoj Evropy. Sbornik dokladov i materialov meždunarodnoj konferencii (Saratov, 25 – 28 sentjabrja 2001 g.), Saratov 2012, S. 358 - 376 [dt./russ.]

2011:

  • Vergessen und neu entdeckt: Das ehemalige Ostpreußen als imaginierter Raum im Geschichtsunterricht. Eine vergleichende Analyse historischer Narrative und didaktischer Konzepte am Beispiel Deutschlands, Polens und Russlands, in: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik, 10, 2011, S. 22 - 42. (peer reviewed)

Vor 2010:

  • Polnische Europa-Ideen und Europa-Pläne zwischen den beiden Weltkriegen. Europa-Debatten im Zeitalter des Nationalismus, in: Claudia Kraft und Katrin Steffen (Hrsg.): Europas Platz in Polen. Polnische Europa-Konzeptionen vom Mittelalter bis zum EU-Beitritt (Einzelveröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts Warschau, Bd. 11), Osnabrück 2007, S. 157 - 180.
  • Nationsbildung und Feinderklärung – „Jüdischer Bolschewismus“ und der polnisch-sowjetische Krieg 1919/1920, in: Jahrbuch des Simon-Dubnow-Instituts, 4, 2005, S. 279 – 302.

Tagungsberichte und Rezensionen in:

Archiv für Sozialgeschichte, H-Soz-u-Kult, Historische Zeitschrift, Das Historisch-Politische Buch, Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, Osteuropa, Sehepunkte, Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung.