Dr. Thomas Strobel

Seit 2005 ist Thomas Strobel wissenschaftlicher Mitarbeiter am Georg-Eckert-Institut. Thomas Strobel betreut als wissenschaftlicher Sekretär das Projekt "Deutsch-Polnisches Geschichtsbuch"und die Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkomission.

Er studierte Mittlere und Neue Geschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Heidelberg, Krakau, Berlin und Leipzig. Magisterarbeit zum Thema "Polen und Juden im Angesicht des Holocaust. Schulddiskurse in Polen 1987-2002". Im Rahmen der sich anschließenden Lehrerausbildung sammelte er mehrfach schulpraktische Erfahrungen in Deutschland und Georgien. Thomas Strobel war bei verschiedenen Institutionen im Bereich Ost- und Ostmitteleuropa tätig, u.a. als Tagungsleiter für die Bundeszentrale für politische Bildung. In seiner 2014 an der TU Braunschweig verteidigten Promotion „Transnationale Wissenschafts- und Verhandlungskultur: Die Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission 1972-1990“ zeigte er, wie sich aus losen Expertenkontakten und konfrontiert mit politischen Interessen eine stabile Wissenschafts­organisation entwickelte. Im Zentrum der Arbeit standen die der Arbeit der Schulbuchkommission zugrunde liegenden sozialen Strukturen, internen Regelsysteme sowie Aushandlungs- und Kommunikationsprozesse.

Projekte

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Transnationale Wissenschafts- und Verhandlungskultur: Die Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission 1972-1990. Studien des Georg-Eckert-Instituts zur internationalen Bildungsmedienforschung, Bd. 139, Göttingen: V&R unipress 2015.
  • Jenseits der nationalen Erinnerung. Das deutsch-polnische Projekt eines gemeinsamen Geschichtsbuches, in: Maren Tribukait (Hrsg.), Non-Fiktion – Schulbuch. Arsenal der anderen Gattungen 9 (2), Hannover 2014, S. 28-44.
  • Simone Lässig/ Thomas Strobel, Towards a Joint German-Polish History Textbook, Historical Roots, Structures and Challenges, in: Karina V. Korostelina/ Simone Lässig, History Education and Post-Conflict Reconciliation. Reconsidering Joint Textbook Projects, London/ New York 2013, S. 90–119.
  • gemeinsam mit Dariusz Wojtaszyn (Hrsg.), Po dwóch stronach historii: Polsko-niemieckie inicjatywy edukacyjne [Auf beiden Seiten der Geschichte: Deutsch-polnische Bildungsinitiativen], Wrocław 2012, S. 77–89.
  • Der Warschauer Aufstand in bundesdeutschen Schulgeschichtsbüchern 1949-2006, in: Wahrheit, Erinnerung, Verantwortung. Der Warschauer Aufstand im Kontext der deutsch-polnischen Beziehungen, hrsg. von der Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung und dem Museum des Warschauer Aufstandes, S. 261-274, Warszawa 2010.
  • Grenzfall europäische Identität: Die Wirkungsmacht der Geschichte, in: Partner, Nachbarn, Konkurrenten. Dynamik und Wandel an den Grenzen in Osteuropa, hrsg. von Christian Weitzel et al., DGAP-Schriften zur Internationalen Politik, S. 83-105, Baden-Baden 2009.
  • gemeinsam mit Robert Maier (Hrsg.), Das Thema Vertreibung und die deutsch-polnischen Beziehungen in Forschung, Unterricht und Politik, Studien zur internationalen Schulbuchforschung, Band 121, Schriftenreihe des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung, Hannover 2008.
  • "Die Gemeinsame deutsch-polnische Schulbuchkommission. Ein spezifischer Beitrag zur Ost- West- Verständigung 1972-1989", in: Archiv für Sozialgeschichte 45 (2005), S. 253-268.