Matthias Springborn

Seit Juli 2015 ist Matthias Springborn als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Migration und Bildung in Deutschland nach 1945“ in der Abteilung „Europa“ des Georg Eckert-Instituts angestellt und bearbeitet in diesem Rahmen ein an die Universität Potsdam angebundenes Dissertationsprojekt zur Geschichte jüdischer Kinder- und Jugendbildung im Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland seit 1945.

Er studierte an der Georg-August-Universität Göttingen die Fächer Geschichtswissenschaft und Deutsche Philologie von 2008-2015. Der Titel seiner Master-Arbeit lautet: „Lebensreform und jüdischer Antizionismus. Das „Ethische Seminar“ des Lehrers Friedrich Kettner (1886-1957) im Czernowitz der Jahre 1919-23.“ Sie erschien in gekürzter Fassung 2017 im Verlag Ralf Liebe als Hauptbeitrag des Jahrbuchs der Rose-Ausländer-Gesellschaft.

Selbst gewählte Schwerpunkte von Springborns Studium waren die Themenfelder ‚Deutsch-Jüdische Geschichte‘ und ‚Flucht, Vertreibung, Migration‘, was sich in der Wahl der Hausarbeits- und Seminarsthemen niederschlug.

Vom Dez. 2014 bis Feb. 2015 war Springborn Praktikant im Archiv des „Museums des deutschsprachigen Judentums“ in Tefen/Israel.

Von 2011 bis 2013 arbeitete Springborn als Studentische Hilfskraft am Göttinger Seminar für Deutsche Philologie v.a. im Bereich der literarischen und biographisch-genealogischen Recherche im Briefeditionsprojekt zum deutsch-jüdischen Philosophen, Gesellschafts- und Antisemitismuskritiker Constantin Brunner (1862-1937). Dieses fand in Kooperation mit dem Franz Rosenzweig Minerva Research Center in Jerusalem/Israel statt und brachte die Publikation „Constantin Brunner. Ausgewählte Briefe 1884-1937“ (2012) im Wallstein-Verlag hervor.

Mitgliedschaften

  • Vorstandsmitglied der Constantin Brunner-Stiftung zu Hamburg seit 2013
  • Vorstandsmitglied des Internationaal Constantin Brunner Instituut zu Den Haag seit 2014: www.constantinbrunner.net

Projekte

Publikationen

  • Oral History in der zeithistorischen Bildungsmedienforschung – Anwendung, Intersubjektivität und kommunizierte Erinnerung, in: Rath, Imke (Hg.): Methoden und Theorien der Bildungsmedien‐ und Bildungsforschung. Ein Werkstattbericht von Nachwuchswissenschaftlerinnen und ‐wissenschaftlern des Georg‐Eckert‐Instituts. (Eckert. Dossiers, 14), 2017, S. 24–34, online unter http://repository.gei.de/bitstream/handle/11428/233/ED14_Rath_Methoden.pdf?sequence=1&isAllowed=y#page=27
  • Das "Ethische Seminar" des Lehrers Friedrich Kettner im Czernowitz der Jahre 1919-23, in: Jahrbuch 2015, Weilerswist 2017, S. 7–102 (Schriftenreihe der Rose-Ausländer-Gesellschaft e.V., 23)
  • Das literarische Vermächtnis jüdischer DPs: Eine Doppelrezension., Sammelrezension, in: Medaon – Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung, 10 (2016), 19, S. 1–7, online unter http://www.medaon.de/pdf/Medaon_19_Springborn.pdf

Vorträge

  • Organizing Education and Knowledge in the DP Camps and the Newly Formed Jewish Communities of Germany (7. Okt. 2017). Teil des Panels: Kinship, Knowledge, and Migration (2): Knowledge across Borders: Children as Learners, Producers, and Translators of Knowledge in Central Europe in the 20th Century (Organisiert vom Deutschen Historischen Institut Washington DC) auf der 41. Jahreskonferenz der German Studies Association in Atlanta, Georgia/USA, 5.–8. Oktober 2017.