Newsletter Dezember 2014/Januar 2015

 

Neuigkeiten aus dem Georg-Eckert-Institut
(Dezember 2014 / Januar 2015)

English version below

Ausgezeichnet: Georg-Eckert-Forschungspreis

Am 28. Oktober 2014 wurde die Soziologin Simona Szakács bei einem Festakt im Braunschweiger Altstadtrathaus mit dem Georg-Eckert-Forschungspreis ausgezeichnet. Der erstmals vergebene Nachwuchspreis ging an die Lateinamerikanistin Kathrin Zehr. Die niedersächsische Wissenschaftsministerin, Gabriele Heinen-Kljajić, sprach ein Grußwort und überreichte in Gegenwart des Braunschweiger Oberbürgermeisters Ulrich Markurth die Urkunden an die Preisträgerinnen.

„Die Auseinandersetzung mit der jüngeren Vergangenheit ist unverzichtbar für die politische Bildung. Schulbücher sind für nachkommende Generationen ein Leitmedium“, betonte Ministerin Heinen-Kljajić. „Mit dem Georg-Eckert-Institut haben wir in Niedersachsen ein international renommiertes Forschungsinstitut für dieses Themenfeld.“

Alle zwei Jahre vergibt das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung den von der Braunschweiger Verlagsgruppe Westermann gestifteten Georg-Eckert-Forschungspreis für herausragende Arbeiten im Bereich der internationalen Bildungsmedienforschung. Simone Lässig, die Direktorin des Instituts und Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der TU Braunschweig, betonte: „Wir freuen uns besonders, dass wir in diesem Jahr die Arbeiten von zwei jungen Wissenschaftlerinnen prämieren, die sich mit der jüngsten europäischen Vergangenheit im Bildungssektor beschäftigen.“

Die diesjährige Forschungspreisträgerin Simona Szakács untersuchte die Entwicklungen im Bildungssystem Rumäniens nach dem politischen Umbruch 1989. Unter anderem fragte sie danach, wie das Europabild, das rumänischen Schülern heute nahegebracht wird, deren Selbstwahrnehmung als Rumänen prägt. Sie stellte fest, dass Schulbücher, die früher stark von Patriotismus geprägt waren, heute wesentlich gemäßigter angelegt sind. Der einstmals verteufelte Individualismus hingegen wird  als erstrebenswert hochgehalten. Interessant auch die Beobachtung, dass Lehrkräfte ironischerweise auf autoritäre Methoden zurückgreifen, um den Schülern ihren Status als mündige Bürger zu vermitteln. Die Juryvorsitzende, Frau Professor Beatrice Ziegler, hob hervor: „dass Simona Szakácz gerade deshalb einen wichtigen Beitrag zum Verständnis des Wandels des Bildungssystems in postkommunistischen europäischen Ländern leistet, weil sie die die Veränderungen auf den unterschiedlichen Ebenen – vom Bildungsministerium bis zum konkreten Schulunterricht – erfasst und zueinander in Bezug setzt.“

Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr auch ein Preis für eine hervorragende Nachwuchsarbeit ausgelobt. Er ging an Kathrin Zehr, die in ihrer Diplomarbeit untersuchte, wie spanische Jugendliche heute die Franco-Diktatur (1939-1977) sehen und wie Familie, Schule und Medien diese Vorstellungen prägen. Dabei kam sie zu dem Schluss, dass es bis heute in Spanien keinen Konsens über die Interpretation der jüngeren Vergangenheit gibt und dass die teilweise erschreckende Unkenntnis der jungen Generation über diese Zeit nicht auf fehlendem Interesse, sondern auf der mangelhaften Geschichtsvermittlung in einer polarisierten Gesellschaft beruht. Jurymitglied Professor Bodo von Borries lobte: „Bemerkenswert präzise und knapp wird anhand deutscher wie spanischer Literatur erläutert, dass die schulischen Richtlinien – der lebhaften, langjährigen öffentlichen Debatte zum Trotz – bei der Behandlung der franquistischen Zeit keine klare Position beziehen.“

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Konferenz zu Mythen in Geschichtsschulbüchern

Hermann der Cherusker, Kreuzzüge, Führermythos oder Elysée-Vertrag – das sind nur einige der Mythen, die unser Geschichtsbewusstsein prägen. Als identitäts- und sinnstiftende Erzählungen bieten sie Weltdeutungen und Orientierung.

Das gilt für antike wie für moderne Mythen gleichermaßen. Schulgeschichtsbücher und Geschichtsunterricht tradieren und dekonstruieren solche Mythen und darüber prägen sie das Verständnis nicht nur von Vergangenheit, sondern auch von Gegenwart und Zukunft. Welche Erzählungen verdichten sich aber zum Mythos, was sind ihre Funktionen und wie verändern sich Mythen im Lauf ihrer Rezeptionsgeschichte? Mit diesen und ähnlichen Fragen zum Thema „Geschichtsmythen in Europa“ befassten sich WissenschaftlerInnen während der zweitätigen Konferenz im Georg-Eckert-Institut.

Die internationale Konferenz befasste sich mit Formen und Funktionen von europäischen wie nationalen Mythen in den deutschsprachigen Schulbüchern Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Die Schwierigkeiten der Dekonstruktion populärer Geschichtsmythen wurden ebenso diskutiert, wie die Tradierungsbedürfnisse und Deutungsmuster, die diese Mythen bedienen. Die Konferenzteilnehmer befassten sich darüber hinaus mit der Fragestellung, wie sich über die Beschäftigung mit Mythen neue Perspektiven im Unterricht für die Entwicklung eines kritischen Geschichtsbewusstseins gewinnen lassen.

Die Tagung wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und fand vom 5. bis 6. Dezember 2014 im Konferenzsaal des Georg-Eckert-Instituts – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung statt.

Konferenz der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission in Tel Aviv

Bei einer Konferenz im Mofet-Institut in Tel Aviv am 1. Dezember stand die Frage nach dem Zusammenhang von Schulbuch, Unterricht und (Schüler-)Bewusstsein im Zentrum der Vorträge und Paneldiskussionen von PädagogInnen und WissenschaftlerInnen aus Deutschland und Israel. Vorausgegangen war eine Präsentation der Befunde der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission zum Bild des anderen Landes in israelischen und deutschen Schulbüchern. Den Keynote-Vortrag hielt die Haifaer Publizistin und Historikerin Fania Oz-Salzberger. Sie ging der Frage nach, welche Rolle Textualität, Lesen und Lernen in der jüdischen Geschichte spielten. Bereits am 30. November hatten sich die bilateralen Arbeitsgruppen Geschichte, Geographie und Sozialkunde der Schulbuchkommission im Mofet-Institut zusammengefunden, um einen Entwurf der gemeinsamen deutsch-israelischen Schulbuchempfehlungen zu diskutieren, die 2015 anlässlich des 50jährigen Bestehens diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern veröffentlicht werden sollen. Die Arbeit der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission wird vom Georg-Eckert-Institut und dem Mofet-Institut für Forschung in der Lehrerbildung koordiniert und vom Auswärtigen Amt und dem israelischen Erziehungsministerium finanziell gefördert.

XIII. Deutsch-Tschechische Schulbuchkonferenz

Vom 20.-22. November 2014 befasste sich die XIII. Deutsch-Tschechische Schulbuchkonferenz mit dem Thema Mensch, Umwelt, Grenze – am Beispiel der Geschichte des Uranabbaus in der deutsch-tschechischen Grenzregion.

An historischer Stätte, auf dem Plateau des Rabenberges bei Breitenbrunn, auf dem bis Ende der 50er Jahre Uranerz abgebaut wurde, trafen sich 22 deutsche und tschechische Historiker, Didaktiker und Pädagogen, um die Tragfähigkeit dieses Zugangs für eine gemeinsame deutsch-tschechische Aneignung des Themas zu eruieren. Bislang endeten die DDR-deutschen und die tschechischen Erzählungen über den Uranabbau im Erzgebirge stets an der Grenze, obgleich Vorgeschichte, Ausgangslage, soziale Auswirkungen, Problemlösungen und Folgen für die Umwelt eine transnationale Betrachtung, eine europäische Perspektivierung und komparative Darstellungen nahelegen. Die Konferenz setzte sich zum Ziel, diese nationale Verengung aufzubrechen und entsprechende Raumvorstellungen zu verflüssigen. Um nicht im Bereich theoretischer Erörterungen stehen zu bleiben, beschloss die Deutsch-Tschechische Schulbuchkommission bi-nationale Online-Unterrichtsmaterialien zu diesem Thema zu entwickeln. Auf der Konferenz konnten bereits Entwürfe für Unterrichtsmodule angeregt, diskutiert und ergänzt werden. Die Vorführung des DDR-Films „Sonnensucher“ aus dem Jahre 1958 erwies sich als vortreffliche Einstimmung der Teilnehmer in die damalige Zeit; eine Exkursion ins Uranbergbau-Museum in Bad Schlema regte mit seinem Reichtum an Exponaten weitere Zugänge und Unterrichtsgestaltungen an. Siehe auch: http://www.moderni-dejiny.cz/clanek/v-sasku-se-konala-konference-clovek-zivotni-prostredi-a-hranice/

Neuerscheinungen

Zwei neue Bände der Reihe Eckert.Expertise

Martin Liepach / Dirk Sadowski (Hg.): Jüdische Geschichte im Schulbuch. Eine Bestandsaufnahme anhand aktueller Lehrwerke

Göttingen: V&R unipress, 2014. 144 Seiten. ISBN 978-3-8471-0371-4

Wie werden jüdische Geschichte und Kultur im deutschen Geschichtsschulbuch der Sekundarstufe I dargestellt? Die Autoren untersuchen die Repräsentationen jüdischer Geschichte in den Lehreinheiten von der Antike bis hin zur Zeit des Nationalsozialismus in den Schulbüchern mehrerer Bundesländer, und zwar sowohl im Hinblick auf historisch-inhaltliche Einordnungen und Interpretationen als auch unter vermittlungsproblematischem Aspekt. Dass jüdische Geschichte trotz eines mehrfach geforderten Perspektivwechsels meist als Verfolgungs- und Opfergeschichte erzählt wird, ist ein wesentlicher Befund des Bandes.

Eckhardt Fuchs / Inga Niehaus / Almut Stoletzki: Das Schulbuch in der Forschung. Analysen und Empfehlungen für die Bildungspraxis

Göttingen: V&R unipress, 2014. 196 Seiten. ISBN 978-3-8471-0385-1

Welche Erwartungen stellen Lehrende und Lernende an Schulbücher? Wie werden Schulbücher im Unterricht eingesetzt und tragen sie der Herausforderung von Migration und Inklusion in der Schule Rechnung? Der Band fasst neueste Forschungen zum Schulbuch systematisch zusammen. Die historische Entwicklung, fachdidaktische Perspektiven und die Gestaltung von Schulbüchern werden ebenso in den Blick genommen wie kognitionspsychologische Aspekte und der Einfluss von Schulbüchern auf Lernprozesse. Die abschließenden Empfehlungen bieten Bildungspraktikern bei der Verwendung von Lehrmitteln Orientierungshilfe und ermutigen, Trends forschungs- und bildungspolitisch voranzutreiben.

Eckert.Beiträge

2014/4
Repräsentationen von Protest – «1968» im Spiegel (west-)deutscher Schulgeschichtsbücher (Johanna Bethge)
http://www.edumeres.net/publikationen/beitraege/beitrag/p/repraesentationen-von-protest-1968-im-spiegel-west-deutscher-schulgeschichtsbuecher.html

2014/5
Images of Europe in Secondary School History Textbooks in the People's Republic of China (Yang Yan)
http://www.edumeres.net/publikationen/beitraege/beitrag/p/images-of-europe-in-secondary-school-history-textbooks-in-the-peoples-republic-of-china.html

Eckert.Working Papers

2014/9
"Weil Mädchen anders lernen" - Die Konstruktion von Geschlecht in Grundschulbüchern und ihre heteronormative Wirkmächtigkeit (Valerie Jochim)
http://www.edumeres.net/publikationen/working-papers/working-paper/p/weil-maedchen-amders-lernen-die-konstruktion-von-geschlecht-in-grundschulbuechern-und-ihre-heter.html

News from the Georg Eckert Institute (December 2014 / January 2015)

Georg Eckert Research Prize Awarded

On 28 October 2014 the sociologist Simona Szakács was awarded the Georg Eckert Research Prize at a ceremony in the old town hall in Braunschweig. The inaugural young researcher prize was conferred upon Kathrin Zehr, a Latin American specialist. The event was attended by the Mayor of Braunschweig, Ulrich Markurth, and the Minister of Science for Lower Saxony, Gabriele Heinen-Kljajić, who gave a short welcoming speech and presented the prize winners with their certificates.

“It is essential for civic education that we discuss recent history. Textbooks are an influential medium for subsequent generations” said Minister Heinen-Kljajić “In the Georg Eckert Institute, Niedersachsen has an internationally renowned research institute in this field.”

The Georg Eckert Institute for International Textbook Research awards the Georg Eckert Research Prize every two years. The prize is sponsored by the Westermann publishing group and recognizes outstanding work in the field of international educational media research. Simone Lässig, the director of the Institute and professor of modern and contemporary history at the TU Braunschweig, stated “we are particularly pleased this year to be honouring two young academics whose work addresses how recent European history is reflected in the educational sector.

The recipient of the research prize, Simona Szakács, examined the developments in Romania’s education system following the political upheaval of 1989. One of the themes explored in her work asked how the perception of Europe now being conveyed to Romanian pupils shapes their sense of self as Romanians. She found that textbooks, which had previously contained much patriotic material, were now considerably more moderate in tone. Individualism, once demonized, was now held to be a desirable characteristic. It was also interesting to discern that teachers were, rather ironically, reverting to authoritarian methods in order to communicate pupils’ responsibility as good citizens. The chair of the jury Professor Beatrice Ziegler drew attention to the fact “that Simona Szakács had made an important contribution to understanding the transformation of educational systems in European, post-communist countries, because she had explored the revisions at each level – from the ministry of education to actual lessons – and examined how they correlated with each other.”

This year, for the first time, a prize was also awarded to an outstanding work by a young researcher. It was conferred on Kathrin Zehr, whose dissertation explored perceptions of the Franco dictatorship (1939-1977) amongst today’s youth in Spain, and how these interpretations are shaped by family, school and the media. She came to the conclusion that there is no consensus in Spain regarding the interpretation of the country’s recent past and that the shocking ignorance demonstrated by some members of the younger generations was not due to a lack of interest but rather, poor history teaching in a polarized society. Jury member Professor Bodo von Borries praised the work for being “strikingly concise in its explanation, with reference to German and Spanish literature, that school guidelines – despite heated and long-running public debate – have not adopted a clear position on the treatment of the Franquist period”.

Conference on Myths in History Textbooks

Hermann the Cheruscan, the crusades, the myth of the Führer or the Elysée Treaty – these are just some of the myths that shape our historical consciousness. They orient us and help us interpret the world, serving as identifying and meaningful narratives.

This applies to ancient and modern myths equally. School history books and lessons nurture and deconstruct such myths and in doing so shape not only the understanding of the past, but also of the present and future. But which narratives are condensed to myth, what is their function and how do myths change during their reception history? These questions and many others on the subject of “History Myths in Europe” were addressed by scholars attending the two-day conference at the Georg Eckert Institute.

The international conference dealt with the form and function of European and national myths in German-language textbooks in Germany, Austria and Switzerland. The difficulties associated with the deconstruction of prevailing historical myths were discussed as were the transmission requirements and patterns of interpretation that sustain these myths. The conference participants also addressed the issue of how the study of myths can be used to attain new perspectives for the development of a critical historical consciousness.

The conference was supported by the German Research Foundation (DFG) and took place on the 5th and 6th December 2014 in the conference room of the Georg Eckert Institute for International Textbook research.

Conference of the German-Israeli Textbook Commission in Tel Aviv

The relationship between textbooks, lessons and pupil consciousness was the theme of the presentations and panel discussions at a conference attended by educationalists and academics from Germany and Israel at the Mofet Institute in Tel Aviv on 1 December. The conference followed a presentation of the findings by the German-Israeli Textbook Commission regarding the respective images of each other in German and Israeli textbooks. The keynote address was delivered by the Haifa publicist and historian Fania Oz-Salzberger. She explored the question of the role played in Jewish history by textuality, reading and learning. The Textbook Commission’s bilateral working groups for history, geography and social studies had already met on 30 November at the Mofet Institute in order to discuss a draft of the mutual German-Israeli textbook recommendations, which are to be published in 2015 to commemorate 50 years of diplomatic relations between the two countries. The work of the German-Israeli Textbook Commission is coordinated jointly by the Georg Eckert Institute and the Mofet Institute and is sponsored by the German Foreign Office.

XIII. German-Czech Textbook Conference

The XIII German-Czech textbook conference was held from 20-22 November 2014 and centred on the theme: People, environment, borders – with particular focus on Uranium mining in the German-Czech border region.

At an historic location, on the Rabenberg plateau near Breitenbrunn, where uranium ore was mined until the end of the 1950s, twenty-two German and Czech historians and educationalists met to determine the feasibility of this approach to a joint German-Czech exploration of the subject. The East German and the Czech narratives of uranium mining in the Ore mountains have always finished at their respective borders, although the history, background, social effects, solutions and environmental consequences require trans-national consideration and a comparative, European perspective. The aim of the conference was break down this narrow national view and encourage a more fluid perception of space. To avoid stalling at the theoretical discussion stage, the German-Czech textbook commission resolved to develop binational teaching materials on the subject, to be made available online. Existing drafts for such teaching modules were discussed and amended at the conference. The presentation of the East German film “Sonnensucher” (Sunseeker) from 1958, was able to briefly transport participants back to that period. An excursion to the Museum of Uranium Mining in Bad Schlema and the wide variety of exhibits on show also helped inspire further approaches and ideas for lessons. For more information see: http://www.moderni-dejiny.cz/clanek/v-sasku-se-konala-konference-clovek-zivotni-prostredi-a-hranice/

New Publications

Two new volumes of the series Eckert.Expertise

Martin Liepach / Dirk Sadowski (Ed.): Jüdische Geschichte im Schulbuch. Eine Bestandsaufnahme anhand aktueller Lehrwerke (Jewish history in textbooks. A review of current teaching materials)

Göttingen: V&R unipress, 2014. 144 pages. ISBN 978-3-8471-0371-4

How is Jewish history presented in German history textbooks for lower secondary school pupils? The authors examine the depiction of Jewish history from antiquity up to the time of National Socialism in the textbooks of several German states, exploring not only the tone and interpretation of the historical content but also issues with dissemination. A significant finding of the work is that Jewish history tends, despite calls for changes of perspective, mostly to be told as a story of persecution and victimhood.

Eckhardt Fuchs / Inga Niehaus / Almut Stoletzki: Das Schulbuch in der Forschung. Analysen und Empfehlungen für die Bildungspraxis (Textbooks and research. Analyses and recommendations for educational practice)

Göttingen: V&R unipress, 2014. 196 Pages. ISBN 978-3-8471-0385-1

What expectations do pupils and teachers have of textbooks? How are textbooks used in lessons and do they meet the challenges presented in schools by migration and inclusion? This volume methodically combines the most recent research into textbooks. It examines historical development, didactic perspectives and textbook design as well as aspects of cognitive psychology and the influence exerted by textbooks over learning processes. The concluding recommendations offer educational practitioners orientation and the motivation to drive research and educational policy in their use of teaching materials.

Eckert.Beiträge

2014/4
Repräsentationen von Protest – «1968» im Spiegel (west-)deutscher Schulgeschichtsbücher (Johanna Bethge) (Depictions of the 1968 protests reflected in [West] German history textbooks)
http://www.edumeres.net/publikationen/beitraege/beitrag/p/repraesentationen-von-protest-1968-im-spiegel-west-deutscher-schulgeschichtsbuecher.html

2014/5
Images of Europe in Secondary School History Textbooks in the People's Republic of China (Yang Yan)
http://www.edumeres.net/publikationen/beitraege/beitrag/p/images-of-europe-in-secondary-school-history-textbooks-in-the-peoples-republic-of-china.html

Eckert .Working Papers

2014/9
"Weil Mädchen anders lernen" - Die Konstruktion von Geschlecht in Grundschulbüchern und ihre heteronormative Wirkmächtigkeit (Valerie Jochim) (“Because girls learn differently“ – The construction of gender in primary school books and its hetero-normative implications)
http://www.edumeres.net/publikationen/working-papers/working-paper/p/weil-maedchen-amders-lernen-die-konstruktion-von-geschlecht-in-grundschulbuechern-und-ihre-heter.html