Schulbuch des Jahres 2021: Trend zur Individualisierung und Interaktion

  • Acht Lehrwerke der Sekundarstufe I in den Kategorien Gesellschaft, Sprache und MINT nominiert
  • Aktive Vermittlung von Medienkompetenzen nimmt zu

Seit 2012 verleiht das Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und dem Didacta Verband den Preis „Schulbuch des Jahres“. Ausgezeichnet werden Autor*innen, Herausgeber*innen und Schulbuchverlage für ihre Gestaltung von innovativen Schulbüchern, die auch weiterhin einen elementaren Bestandteil der schulischen Bildungsmedien darstellen. Im Jahr 2021 wird der Preis für die jeweils besten Lehrwerke der Sekundarstufe I in den Kategorien Gesellschaft, Sprache und MINT vergeben. Die Bekanntgabe der Preisträger*innen wird voraussichtlich im Mai stattfinden.

Die Balance zwischen aktuellem Themenbezug, innovativer Didaktik und modernem Medieneinsatz

Die Erwartungen an gute Bildungsmedien steigen inhaltlich, didaktisch und ästhetisch, nicht nur bei den Zielgruppen, sondern auch bei der Jury. Die insgesamt acht Nominierungen für das Schulbuch des Jahres 2021 zeigen, wie gut die Verlage, Herausgeber*innen, Autor*innen und alle weiteren Mitwirkenden dieser Herausforderung begegnen. Mit Alltagsbezug, einer facettenreichen Didaktik und einer ansprechenden Aufbereitung werden diverse Medienträger zu besonders gelungenen Unterrichtsmaterialien. Die jeweiligen Konzepte setzen dabei weit über das eigene Fachgebiet hinaus neue Impulse zur Wissensvermittlung im schulischen Kontext.

„Der vorherrschende Trend der Individualisierung, der mit einer starken Orientierung an den Bedürfnissen der Lernenden einhergeht, zeichnet sich deutlich bei den Nominierungen hab. Es wird deutlich, dass Unterrichtsmaterialien nicht mehr reine Wissensvermittler sind, sondern verstärkt als Impulsgeber für Kommunikation und Interaktion mit der eigenen Umwelt verstanden werden“,  erläutert Prof. Eckhardt Fuchs, Direktor des Georg-Eckert-Instituts und Juryvorsitzender.

Durch den vermehrten Einbezug von Medienkompetenz mit verschiedenen Medienträgern in allen Kategorien und dem Lehrwerk zum Thema „Medien und Informatik“ im Bereich MINT wird deutlich, dass die Schulbuchbranche ein Bewusstsein für die Anforderungen an die digitale Gesellschaft hat.
So wird auch der Wunsch vom Präsidenten der bpb, Thomas Krüger, zunehmend Realität: „Zukünftig wünsche ich mir nicht nur mehr digitale Schulbücher, sondern mehr zum Thema Digitalisierung im Unterricht.“

Der Preis steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK). In diesem Jahr ist Britta Ernst, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Präsidentin der Kultusministerkonferenz. „Schulbücher haben eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen und tragen mit dazu bei, vergleichbare Bildungschancen zu schaffen. Sie sind vielfältig nutzbar: zur Wiederholung, zur Vorbereitung, als Impulsgeber u. v. m. Gut gemacht, können Sie außerdem Interesse an Themen wecken und Motivation fördern, insbesondere durch eine kluge Nutzung der digitalen Möglichkeiten. Daher bin ich sehr gerne Schirmherrin eines Preises, der nicht zuletzt auf die Verbesserung dieses zentralen Lehrmittels zielt.“ erklärt die Präsidentin der Kultusministerkonferenz.

Zu den Nominierungen: http://www.gei.de/preise/schulbuch-des-jahres/nominierungen/2021.html


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