Deutschland in arabischen Schulbüchern

Darstellungen Deutschlands in arabischen Lehrbüchern basierten bislang auf Wahrnehmungen, die sich vor allem aus historischen Ereignissen der Zeit von 1933 - 45, der Beziehungen Deutschlands zu Israel etc. speisten sowie - bedingt durch die koloniale Erfahrung - einer generell kritischen Haltung gegenüber nichtarabischen Akteuren und Nationen.Mittlerweile ein modernes Einwanderungsland auch für arabische Migranten, sieht sich Deutschland z.B. Aushandlungsprozessen religiöser Geltungsansprüche gegenüber, die durch globalisierte Kommunikationsräume und translokale Gemeinschaften auch die arabischen Länder erreichen, bzw. Schicksale von Migranten in Deutschland werden in arabischen Ländern rezipiert.Eine synchrone Analyse von Schulbüchern aus sechs arabischen Ländern (Ägypten, Irak, Jordanien, Libanon, Palästinensische Gebiete und Syrien) prüfte, inwiefern sich verschiedene Globalisierungsaspekte in den arabischen Staaten lokal und national auswirken, welche Grenzverschiebungen, -auflösungen oder -ziehungen sich bestimmen lassen, wie ggf. Normierungsprozesse in Deutschland lokal gespiegelt werden und in die jeweiligen Identitätskonstruktionen einfließen.

Laufzeit

  • 2012-2013

Projektleitung

Mitarbeit

  • Edgar Blume