Projekt mit den nicht-russischen
Staaten der GUS

Die Volkswagen-Stiftung finanzierte von 1997 bis 2000 ein Projekt zu Geschichts- und Sozialkundebüchern der nicht-russischen GUS-Staaten. Projektbearbeiterin war Dr. Magdalena Telus, die mit Wissenschaftlern, Schulbuchautoren und Politikern aus der Ukraine, Belarus, Moldau, Georgien und Aserbaidschan zusammenarbeitete.

In allen GUS-Ländern wurden nach der Auflösung der Sowjetunion neue Schulbücher entwickelt. Dabei musste in erster Linie das Schulbucherbe der Sowjetunion überdacht werden. Für deren Suche nach der einen Wahrheit war auch ein klares Bild der Gegenwart und neben eindeutigen Zukunftsentwürfen eine einfache Geschichte notwendig gewesen. Für Fragen, differenzierte Sichtweisen und alternative Denkentwürfe bestand kein Bedarf. Die neuen Schulbücher sollten nicht nur eine Legitimation für die eigene Staatlichkeit liefern, sondern Schülerinnen und Schülern auch helfen, sich in einer vielfältigen, kleiner werdenden, oft widersprüchlichen Welt zu orientieren.

Veröffentlichungen

  • Geschichtsdidaktik in der GUS/ History Didactic in the CIS. Internationale Schulbuchforschung, Jhg. 23, Heft 1 (2001)
  • Ukraine, Belarus, Moldova, Georgia, Uzbekistan, Internationale Schulbuchforschung, Jhg. 20, Heft 4 (1998)