Band 141

Denise Bentrovato, Karina V. Korostelina, Martina Schulze (Hg): History Can Bite. History Education in Divided and Postwar Societies

Göttingen: V&R unipress, 2016. 314 Seiten. ISBN 978-3-8471-0608, 40,00 €

Der Band bietet kritische Einblicke in Vorgehensweisen in Lehrplänen, Schulbüchern und von Lehrenden weltweit, wenn sie über die Vergangenheit als Folge von Bürgerkrieg und Massengewalt unterrichten. Dabei werden die wichtigsten Herausforderungen und Chancen, die solche Bemühungen mit sich bringen, aufgedeckt.
Die Beitragenden diskutieren, inwieweit Geschichtsunterricht als politisches Werkzeug benutzt wurde und manchmal auch Mitschuld an der Verschärfung von Konflikten zwischen Gruppen trug. Weiterhin untersucht der Band Geschichtsunterricht als wichtige Komponente von Aussöhnungsbemühungen: Beispiele von Lehrplanreformen und Schulbuchrevision nach Konflikten werden herausgestellt und es wird diskutiert, wie Streitfragen und Schwierigkeiten im Umfeld solcher Prozesse in verschiedenen Post-Konflikt-Gesellschaften adressiert wurden.

Die Herausgeberinnen

Denise Bentrovato ist Post-Doc-Forscherin an der Universität von Pretoria und assoziierte Forscherin am Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung.

Karina V. Korostelina ist Professorin und Direktorin des Programms „History Memory and Conflict“ an der George Mason Universität in Fairfax, USA.

Martina Schulze ist Leiterin des international Office an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. Von 2013–2016 war sie wissenschaftliche Programmkoordinatorin am Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung.

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