Band 139

Thomas Strobel: Transnationale Wissenschafts- und Verhandlungskultur: Die Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission 1972–1990

Göttingen: V&R unipress, 2015. 378 Seiten. ISBN 978-3-8471-0524-4, 45,00 €.

Die Geschichte der Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission, als eine der wichtigsten Plattformen des Wissenschaftsdialogs zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik Polen nach dem Zweiten Weltkrieg, ist in dreierlei Hinsicht aufschlussreich: Sie zeigt das Verhältnis von Wissenschaft und Politik in einer transnational und blockübergreifend angelegten Organisation in neuem Licht. Sie richtet ihren Blick auf die Zusammenarbeit deutscher und polnischer Wissenschaftler nach dem Zweiten Weltkrieg und unter dem Eindruck der Entspannungspolitik. Und sie verfolgt, wie sich aus losen Expertenkontakten eine stabile Wissenschaftsorganisation entwickeln konnte. Im Fokus dieser Arbeit stehen dabei die zugrunde liegenden sozialen Strukturen, internen Regelsysteme sowie Aushandlungs- und Kommunikationsprozesse.

Die Publikation geht zurück auf die 2013 vom Autor an der Technischen Universität Braunschweig vorgelegten Dissertation. Betreut wurde diese von Prof. Dr. Simone Lässig (Braunschweig) und Prof. Dr. Włodzimierz Borodziej (Warschau/Jena).

Zum Autor: Thomas Strobel studierte Mittlere und Neuere Geschichte und Politikwissenschaft in Heidelberg, Krakau, Leipzig und Berlin. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung. Dort betreut er das Projekt „Deutsch-Polnisches Geschichtsbuch“.

Die Publikation wurde gefördert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes.

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