Wissenschaftlicher Beirat

Treffen des Beirats in New York (Gary Smith, Henry Arnhold, Simone Lässig, Eckhardt Fuchs, Julia Marton-Lefevre, Paul Arthur, Lynn Davies und Jonathan Fanton)

Prof. Paul Arthur

„Die Friedensforschung ist eine relative junge Disziplin und der Abstand zwischen der akademischen Welt und den Praktikern ist noch immer groß. Die besondere Leistung des Georg-Arnhold-Programms ist, dass diejenigen, die sich für nachhaltigen Frieden einsetzen, in die Lage versetzt werden, ein gemeinsames Netzwerk und eine kritische Masse zu bilden".

Paul Arthur ist ein angesehener Wissenschaftler und Praktiker auf dem Gebiet der internationalen Konfliktlösung und  Programmdirektor des „London-Amman"-Programms der Foundation of International Education. Er ist ehemaliger Professor für Politikwissenschaften und emeritierter Direktor des Graduiertenprogramms Friedens- und Konfliktstudien und von INCORE (International Conflict Research Institute) an der Ulster University. Er besitzt einen Bachelor of Arts und Master of Social Science von der Queen’s University Belfast und einen Doctor of Literature der National University of Ireland. Er verfügt über umfassende Medienerfahrung in Irland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten, dazu zählen zwei Jahre als Autor von Gastkommentaren für die Irish Times und eine Tätigkeit als regelmäßiger politischer Analyst für Ulster Television.  

Prof. Lynn Davies

„Die enorme gegenwärtige Bedeutung dieses Programms liegt darin, dass Schullehrpläne heutzutage mit dem Internet und sozialen Medien konkurrieren bei der Vermittlung von Nachrichten über 'andere', über Frieden und den Einsatz von Gewalt. Kontinuierliche Forschung ist notwendig, um zu untersuchen, wie die Geschichte und aktuelle Ergebnisse in unterschiedlichen Post-Konflikt Kontexten dargestellt werden, und auch wie junge Menschen verstehen, was sie lesen und sehen".

Lynn Davies ist emeritierte Professorin für internationale Bildung und Erziehung an der University of Birmingham. Ihre Interessen liegen in den Bereichen Bildung und Konflikt, Bildung und Extremismus sowie Transitional-Justice-Ansätze in der Bildung. Aktuelle Forschungsarbeiten reichen von Interviews mit ehemaligen Extremisten über ihre Herkunft bis hin zur Evaluierung von Sri Lankas Friedens- und Kohäsionspolitik. Nach Werken zu Education and Conflict (2004) und Educating Against Extremism (2008) ist ihr aktuelles Buch Unsafe Gods: Security, Secularism and Schooling (2014). 2014 erhielt sie die Sir Brian Urquhart Auszeichnung für besondere Verdienste für die Vereinten Nationen und deren Ziele, die an Bürgerinnen und Bürger Großbritanniens verliehen wird. 

Dr. Jonathan Fanton

"Das Georg-Arnhold-Programm ruft das Beste in uns hervor auf der Suche nach Lösungen für Probleme, die uns trennen".

Dr. Jonathan Fanton ist Präsident der American Academy of Arts and Sciences. Er war Interimsdirektor des Roosevelt House Public Policy Institute am Hunter College von 2009 bis 2014. Er war zuvor Präsident der John D. and Catherine T. MacArthur Foundation von 1999 bis 2009 und 17 Jahre lang Präsident der New School for Social Research. Davor war er Vice President for Planning an der University of Chicago. Dr. Fanton besitzt einen Doktortitel in amerikanischer Geschichte von der Yale University, an der er auch unterrichtet hat und an der er Stabschef von Präsident Kingman Brewster war. Er ist Autor der Werke Foundations and Civil Society, Band I und II (2008) und von The University and Civil Society, Band I und II (1995, 2002).

Prof. Simone Lässig

Simone Lässig übernahm im Oktober 2015 die Position der Direktorin des German Historical Institute in Washington D.C. Von 2006 bis 2015 war sie Direktorin des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig und Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der TU Braunschweig. Sie erhielt ihren Doktortitel von der Technischen Universität Dresden. Zu ihren Schwerpunkten in Forschung und Lehre gehören die Sozial- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere jüdische Geschichte, Religion und Religiosität, Stiften und Spenden, Unternehmergeschichte, Geschichtspolitik und Erinnerungskulturen in Europa, Historische Bildungs- und Bildungsmedienforschung sowie das Lehren und Lernen von Geschichte.   

Julia Marton-Lefèvre

Julia Marton-Lefèvre war bis Ende 2014 acht Jahre lang Generaldirektorin der International Union for Conservation of Nature (IUCN). Zuvor war sie Rektorin der UN-angegliederten University for Peace und geschäftsführende Direktorin von LEAD International und des International Council for Science (ICSU). Sie ist Mitglied in einer Reihe von Vorständen und Beiräten, dazu gehören der UN Global Compact, die Sustainable Energy for All Initiatve, der Leadership Council of the Sustainable Development Solutions Network, das in Genf beheimatete Graduate Institute of International and Development Studies, die James Martin School der Oxford University, das Global Institute of Sustainability der Arizona State University, die Prince Albert II of Monaco Foundation sowie das Institute for Sustainable Development and International Relations. 2016 wird Julia Marton-Lefèvre als Edward P. Bass Distinguished Visiting Environmental Scholar an die Yale University gehen. 

Dr. Gary Smith

Dr. Gary Smith ist Senior Fellow und Director Emeritus der American Academy in Berlin und lebt seit 1986 in Deutschland. Er kam 1992 nach Potsdam als Gründungsdirektor des Einstein Forums. Er war der erste Executive Director der American Academy in Berlin und hatte diese Position von 1997 bis Ende 2014 inne. Smith erhielt seinen Doktortitel von der Boston University für eine Doktorarbeit über "Walter Benjamin's Idea of Beauty" und hat zur Philosophie der Kunst und Kultur in Berlin, Boston und Chicago gelehrt. Zu seinen Publikationen gehören Benjaminiana. Eine biographische Recherche (mit Hans-Georg Puttnies); Gershom Scholem. Zwischen den Disziplinen (1995) und Hannah Arendt Revisited: Eichmann in Jerusalem (2000).