Henry H. Arnhold:
Stifter des Georg-Arnhold-Programms

Henry H. Arnhold 2013 in Braunschweig

Georg Arnholds Enkel, der amerikanische Stifter Henry H. Arnhold (1921-2018) hat die Gastprofessur und das Georg-Arnhold-Programm am Georg-Eckert-Institut ins Leben gerufen, um das Vermächtnis seines Großvaters zu würdigen.

Henry Arnhold führte zeit seines Lebens die philanthropische Tradition seiner Familie fort. So förderte er eine Vielzahl von Stiftungen und war Präsident der Arnhold Foundation, die vor allem Tierschutz, Bildung und Kunst unterstützt. Außerdem gehörte er verschiedenen beratenden Institutionen zur US-Außenpolitik und zur deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit an. Sein besonderes Interesse galt der Wissenschaft und er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, Bildung und Erziehung zu fördern. So war er einer  der großen Förderer der New School for Social Research in New York, an der viele exilierte deutsche Wissenschaftler wie auch Hannah Arendt ihre neue Heimat fanden. Dort hat er zu Ehren des Gründers Alvin Johnson einen Willy-Brandt-Lehrstuhl sowie eine Kooperation zwischen der Technischen Universität Dresden und der New School for Social Research ins Leben gerufen. Neben der Ehrendoktorwürde der New School for Social Research verlieh ihm (wie auch seinem Vater und Großvater) die Technische Universität  Dresden im Mai 2011 die Ehrensenatorwürde.

Henry Arnhold beschrieb sich und seine Familie als „Brückenbauer“ zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten. Seine große Leidenschaft galt der Vernetzung unterschiedlicher Akteure aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Ziel der Einrichtung der Georg-Arnhold-Professur ist es, den internationalen Ideenaustausch und Dialog, die Verbindung von Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu fördern und damit einen Beitrag zum Aufbau von starken und friedensfähigen Zivilgesellschaften zu leisten:

„Zeit seines Lebens hat sich mein Großvater Georg Arnhold der Frage nach den Voraussetzungen für gesellschaftlichen Frieden gewidmet. Da gibt es doch viele Parallelen zwischen seinem Lebenswerk und dem Georg-Eckert-Institut: Mit den Werten und der Bildung, die wir unseren Kindern und Jugendlichen heute vermitteln, prägen wir die Gesellschaft von morgen“.