Georg-Arnhold-Professur 2014: Kenneth Omeje

Der zweite Georg-Arnold-Gastprofessor: Kenneth Omeje

Dr. Kenneth Omeje ist Professor für Internationale Beziehungen und ein Experte für Friedensentwicklung und Sicherheitsstudien in Afrika an der United States International University-Africa in Nairobi, Kenia. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung als Wissenschaftler, hat einen Doktortitel in Friedensstudien von der University of Bradford in England, einen „Master of Arts“ in Friedens- und Konfliktstudien vom Europäischen Universitätszentrum für Friedensstudien in Stadtschlaining in Österreich und einen „Master of Science“-Abschluss in Politikwissenschaften (Internationale Beziehungen) sowie einen Bachelor-Abschluss in Politikwissenschaft und Soziologie von der Universität von Nigeria, Nsukka. Zuvor war er als Lehrbeauftragter und Wissenschaftler im Bereich Afrikanischer Friedens- und Konfliktstudien an der University of Bradford tätig. Dr. Omeje hat eine starke Affinität zur Politikforschung und praktischer Schulung. Er hat an diversen extern-finanzierten Konfliktinterventionen teilgenommen, ebenso wie an regionalen Sicherheits- und Friedensbildungsprojekten zum Aufbau von Kapazitäten in verschiedenen afrikanischen Staaten. Er ist ein Fellow des West Africa Institute (WAI) in Praia, Kap Verde und ein Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des von der UN-getragenen University for Peace (UPEACE) Afrikaprogramms in Addis Abeba in Äthiopien. Zu seinen mehr als 80 Publikationen zählen Monografien, Buchkapitel, Beiträge in internationalen Enzyklopädien und Artikel in angesehenen Zeitschriften, die einem „Peer Review“-Verfahren unterzogen werden.

Zu Dr. Omejes Forschungsschwerpunkt „Die Förderung von konfliktsensibler Hochschulbildung in den Ländern südlich der Sahara“ am Georg-Eckert-Institut:

„Es wird in zunehmendem Maße anerkannt, dass die Förderung von konfliktsensibler Hochschulbildung und von Friedensentwicklung eine der effektivsten Maßnahmen für Hochschulen in vom Krieg betroffenen Ländern ist, auf die tagtäglichen Bedürfnisse und Herausforderungen in ihrer unmittelbaren Umgebung einzuwirken. Diese Forschung untersucht die Rolle der Hochschulbildung zur Unterstützung von Friedensentwicklung in verschiedenen Post-Konflikt- und konfliktgefährdeten Ländern in Subsahara-Afrika. Genauer gesagt, die Forschung untersucht die dominanten Prioritäten, die zugrundeliegenden Interessen und Strategien von konfliktsensibler Hochschulbildung im Kontext von Post-Konflikt- und volatilen Gesellschaften in Afrika mit dem Ziel, das Ausmaß ihrer Wirkung zu beurteilen. Diese Studie wird auch die Probleme und Herausforderungen analysieren, die mit der Förderung der Friedenspädagogik in Subsahara-Afrika verbunden sind. Die empirischen Grundlagen der Studie schließt sekundäre Datenquellen sowie eine Reihe von Projekten im Bereich von Konfliktintervention, regionaler Sicherheit und Friedensentwicklungsmaßnahmen, an denen der Wissenschaftler in einer Anzahl von konfliktgefährdeten und in vom Krieg betroffenen Ländern teilgenommen hat (vor allem Sierra Leone, Liberia, Ruanda, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Kenia, Nord-Uganda, Nigeria und Südsudan)."