Georg-Arnhold-Professur 2019: Jennifer Riggan

Die siebente Georg-Arnold-Gastprofessorin: Jennifer Riggan

Dr. Jennifer Riggan ist Associate Professor für Internationale Studien am Institut für Geschichts- und Politikwissenschaften der Universität Arcadia, dort unterrichtet sie seit 2007 auch im Rahmen des International Peace and Conflict Resolution-Programms der Universität. Als pädagogische, politische Anthropologin, beschäftigt sie sich in ihrer ethnographischen Forschung mit einer Vielzahl von Themen, darunter Nationalismus, citizenship education, Staatenbildung, Grenzen und Ausgrenzung, Militarismus, Entwicklungsarbeit, Humanitarismus und Bildung in Afrika. Auch ihre Publikationen beschäftigen sich vor allem mit dem sich wandelnden Verhältnis zwischen Staatsbürgerschaft und Nationalismus, der Entkopplung von Nation und Staat und dem Verhältnis zwischen Militarisierung, Bildung und Entwicklung. Ihr Buch mit dem Titel The Struggling State: Nationalism, Mass Militarization and the Education of Eritrea, ist eine ethnographische Studie zur Rolle eritreischer Lehrerinnen und Lehrer als staatliche Akteure unter autoritärer, militaristischer Regierungsführung. 2016-17 war sie Fulbright-Stipendiatin am Centre for Comparative Education and Policy Studies der Addis Ababa University in Äthiopien. Ihre Forschung während ihres Aufenthalts in Äthiopien beschäftigte sich mit Demokratieerziehung und Bildung eritreischer Flüchtlinge. Hier beschäftigte sie die Frage nach dem Einfluss von Bildung auf die politische Zugehörigkeit eritreischer Flüchtlinge in Äthiopien und wie diese sich auf deren weitere Entwicklung und Weiterbewegung auswirkt. Während ihres Aufenthaltes am Georg-Eckert-Institut wird Jennifer Riggan die Ergebnisse aus dieser Studie aufarbeiten.

Dr. Riggan wird von Mai bis August 2019 am GEI sein.