Summer School 2015: Transitional Justice and Education

Transitional Justice und Bildung

Wie Kinder und Jugendliche in die Themenfelder Gerechtigkeit und Friedensbildung durch Bildungsmedien, Lehrpläne und außerschulische Aktivitäten eingebunden werden können

Braunschweig, Deutschland
22.06.-27.06.2015

Achtzehn junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Praktiker aus Afrika, Asien, Europa und Nordamerika kamen am Georg-Eckert-Institut zusammen, um an der zweiten internationalen Georg Arnhold Summer School zur Bildung für nachhaltigen Frieden teilzunehmen. Die Teilnehmenden präsentierten ihre Forschung zum Thema der Summer School: „Transitional Justice und Bildung: Wie Kinder und Jugendliche in die Themenfelder Gerechtigkeit und Friedensbildung durch Bildungsmedien, Lehrpläne und außerschulische Aktivitäten eingebunden werden können“. Acht renommierte  Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktiker aus Costa Rica, Kanada, Kolumbien, Italien, Spanien, Südafrika und den Vereinigten Staaten nahmen ebenfalls an der Summer School teil: Alle brachten umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet Transitional Justice und Bildung mit. Sie präsentierten nicht nur ihre Arbeit und Forschung, sondern leiteten auch die jeweiligen Podiumsdiskussionen und banden allen einen konstruktiven Dialog zu ihrer Arbeit und Forschung ein.

Das Programm der Summer School setzte sich aus fünf Tagen mit Podiumsdiskussionen, Workshops und Feedback-Runden zusammen und einem speziellen Programmtag in Berlin. Diese Struktur sorgte dafür, dass die Teilnehmenden ein produktives Umfeld hatten, um ihre Arbeit zu präsentieren, konstruktive Feedback zu bekommen und von den unterschiedlichen Ansätzen und Perspektiven zu lernen, wie Prinzipien der Gerechtigkeit und Friedensbildung in Bildungsmaterialien und Curricula in Postkonflikt-Regionen.

Der Tagesausflug nach Berlin konzentrierte sich auf die Themen Vergangenheitsaufarbeitung und Erinnerungskultur in Deutschland und schloss einen Besuch der  Dauerausstellung „Topographie des Terrors” und der Gedenkstätte Berliner Mauer, dem zentralen Erinnerungsort an die deutsche Teilung im Zentrum der Hauptstadt ein. Im Mittelpunkt der Dauerausstellung „Topographie des Terrors“ stehen die zentralen Institutionen von SS und Polizei im „Dritten Reich” sowie die von ihnen europaweit verübten Verbrechen. Pädagogische Mitarbeiter der Topographie führten durch die Ausstellung und erläuterten beispielhaft Ansätze der Erinnerungspädagogik.  

Das Georg-Eckert-Institut dankt dem International Center for Transitional Justice (ICTJ) mit dem Hauptsitz in New York City, das die diesjährige Summer School gemeinsam mit dem Georg-Arnhold-Programm geplant und durchgeführt hat, insbesondere Clara Ramírez-Barat und Roger Duthie, Senior Associates am ICTJ, die die gesamte Woche über dabei waren!

Das Programm und der Bericht zur Summer School 2015.