Georg-Eckert-Forschungspreis

Die Preisträgerinnen des Georg-Eckert-Forschungspreises

Der Georg-Eckert-Forschungspreis 2016 ging an Dr. phil. Anja Kirsch für ihre Dissertation Weltanschauung als Erzählkultur, die das Verhältnis von Religion und Sozialismus in Staatsbürgerkundebüchern der DDR untersucht. Besondere Bedeutung erhielt dabei die Frage nach der Rolle von Erzählungen für die Konstruktion einer sozialistischen Erinnerungskultur. Für ihre Recherchen hat Frau Kirsch bereits viermal das GEI in Braunschweig besucht. Die Arbeit wurde an der Philosophisch Historischen Fakultät der Universität Basel abgeschlossen und ist in der Reihe Critical Studies in Religion/Religionswissenschaft beim Verlag Vandenhoeck & Ruprecht veröffentlicht worden.

Dr. Anja Kirsch
Anja Kirsch studierte Religionswissenschaft, Geschichte und Germanistik an der Universität Hannover, wo sie 2004 den Magisterabschluss erwarb.

Danach arbeitete sie an der Universität Jena, dem Trinity College Dublin und der Universität Basel, wo sie u.a. als Koordinatorin des gemeinsamen Doktoratsprogramms der Universitäten Basel und Zürich tätig ist. An der Universität Basel – wo sie auch weiterhin beschäftigt ist – promovierte Frau Kirsch 2013 mit Ihrer Arbeit „Weltanschauung als Erzählkultur. Zur Konstruktion von Religion und Sozialismus in Staatsbürgerkundeschulbüchern der DDR“.
Im Wintersemester 2016/2017 vertritt Anja Kirsch die Assistenzprofessur am Institut für Religionswissenschaft an der Universität Bern.

Ihre Forschungsinteressen umfassen das Verhältnis von Religion, säkularen Bewegungen und Politik; Religion und Kritik, vom religiösen Zweifel über Atheismus bis zur modernen Religionskritik sowie Religion und Erzählung, vom Schulbuch zum modernen Massenmedium.

Kirsch, Anja. Weltanschauung als Erzählkultur: zur Konstruktion von Religion und Sozialismus in Staatsbürgerkundeschulbüchern der DDR. Critical studies in religion, Religionswissenschaft, Band 2. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2016.

Der Nachwuchspreis ging in diesem Jahr an Anna Heym für ihre Magisterarbeit zum Thema Digitale Bildungsmedien – welche Faktoren beeinflussen die Strategien der Schulbuchverlage. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche wirtschaftlichen Aspekte die Produktion und Entwicklung digitaler Bildungsmedien beeinflussen. Anna Heym betrachtet dabei das Schulbuch in seinem ökonomischen Kontext, analysiert die strategische Ausrichtung der Schulbuchverlage und versucht, die zukünftige Entwicklung von digitalen Bildungsmedien abzuschätzen.

Anna Heym
Anna Heym studierte Buchwissenschaft und Wirtschaftsinformatik an der Universität Mainz, wo sie im Jahr 2014 ihr Studium mit dem Magister Artium abschloss. Zur Zeit arbeitet Sie am Medienzentrum der Universität Mainz, wo sie das Projekt „Lehrideen vernetzen“ leitet.

Zur Pressemitteilung

Forschungspreis

Der Preis ist mit 5.000,- Euro dotiert. Darin erhalten sind 2.500,- Euro Druckkostenzuschuss für eine Veröffentlichung in der Reihe „Eckert. Die Schriftenreihe. Studien des Georg-Eckert-Instituts zur internationalen Bildungsmedienforschung“ (Verlag V&R unipress, Göttingen). Sollte die Arbeit bereits publiziert worden sein, kann der Druckkostenanteil in einen Konferenzzuschuss oder ein Forschungsstipendium am Georg-Eckert-Institut umgewandelt werden. Der Preis kann geteilt werden.

Ausgezeichnet werden herausragende Monografien, Dissertationen oder Habilitationen sowie Gemeinschaftswerke, bei welchen der Preis an die Herausgeber verliehen wird. Es werden sowohl Eigenbewerbungen als auch Nominierungen akzeptiert.

Nachwuchspreis

Für studentische Abschlussarbeiten (Magisterarbeit, Masterarbeit, Staatsexamensarbeit, Diplomarbeit) wird vom Georg-Eckert-Institut ein gesonderter Georg-Eckert-Nachwuchspreis gestiftet, der mit 500,- Euro dotiert ist. Eine Teilung des Preises ist möglich. Bachelorarbeiten können nicht berücksichtigt werden. Die Arbeiten sind zusammen mit den zwei Fachgutachten einzureichen. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält zusätzlich die Möglichkeit einer Online-Publikation auf dem Fachinformationsportal für schulische Bildungsmedienforschung Edumeres.net.

Jury

Eine unabhängige international besetzte Jury, der namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angehören, befindet unter Ausschluss des Rechtsweges über die Zuerkennung der Preise. Fragen richten Sie an forschungspreis@remove-this.gei.de bzw. +49 (0)531/59099-331.

Nächste Ausschreibung

Die nächste Ausschreibung für den Forschungspreis 2018 wird im Frühjahr 2017 auf dieser Seite abrufbar sein. Fragen richten Sie an forschungspreis@remove-this.gei.de bzw. +49 (0)531/59099-331.