Jüdische Geschichte im Schulbuch: Eine Bestandsaufnahme anhand aktueller Lehrwerke

Wie werden jüdische Geschichte und Kultur heute in deutschen Schulbüchern dargestellt? Dieser Frage gehen die fünf Autorinnen und Autoren des vorzustellenden Bandes anhand aktuell zugelassener Werke der Sekundarstufe I aus verschiedenen Bundesländern nach. Hierfür untersuchen sie Repräsentationen jüdischer Geschichte in Lehreinheiten zur Alten Geschichte und Antike, zum Mittelalter, der Frühen Neuzeit, zu Aufklärung und Vormärz, zum Kaiserreich, zur Weimarer Republik und zur Zeit der Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus. Ihre Analyse konzentriert sich sowohl auf historisch-inhaltliche Einordnungen und Interpretationen solch vielgestaltiger Repräsentationen als auch auf die Problematik ihrer Vermittlung im Unterricht.


Die Tatsache, dass jüdische Geschichte trotz wiederholter Forderungen nach einer Darstellung jüdischen Lebens als aktiver und selbstbestimmter Bestandteil der europäischen Kultur nach wie vor hauptsächlich als Verfolgungsgeschichte erzählt wird, ist ein wesentlicher Befund, der sich durch die einzelnen Kapitel des Bandes zieht.

Die beiden Herausgeber werden das Buch in der Bibliothek des Georg-Eckert-Instituts vorstellen.

Georg-Eckert-Institut Celler Straße 3, Eingang Freisestraße, in der Bibliothek