Neues Geschichtscurriculum für die Republik Moldova

Das fünftägige Seminar „Curriculare Weiterentwicklung: Herausforderungen und innovative Ansätze in der aktuellen Produktion von Geschichtsschulbüchern“ brachte vom 19. bis 25. Mai am GEI acht moldawische Geschichtslehrerinnen und -lehrer aus Schule und Lehrerausbildung, die zurzeit an der Entwicklung des neuen Geschichtscurriculums in der Republik Moldova beteiligt sind, mit MitarbeiterInnen des Instituts zusammen. Sie forschten in der Bibliothek und diskutierten über die Produktion von Geschichtsschulbüchern in Deutschland im Kontext gesellschaftlicher Pluralisierung, innovative Ansätze in der aktuellen historischen Bildung, Repräsentationen jüdischer Geschichte sowie religiöser und kultureller Vielfalt in deutschen Schulbüchern und konkrete Herausforderungen in der Arbeit am neuen Geschichtscurriculum in Moldova wie fächerübergreifender Unterricht, didaktische Aspekte, Multiperspektivität, Kompetenzorientierung und die Darstellung kontroverser historischer Themen.

Das vom Auswärtigen Amt finanzierte Seminar wurde vom Moldova-Institut Leipzig (MIL), federführend von Dr. Vasile Dumbravă, veranstaltet und knüpft an eine Zusammenarbeit an, die bereits im vergangenen Jahr gestartet ist. Im Oktober 2018 hatten WissenschaftlerInnen des GEI auf Einladung des MIL am Seminar „Curriculare Weiterentwicklung und Geschichtslehrbücher“ in Chişinău (Moldova) und Czernowitz (Ukraine) teilgenommen. Daraufhin hatten LehrerInnen aus Moldova, der Ukraine, Belarus und der Russländischen Föderation im November den Besuch erwidert und sich in Leipzig und Braunschweig am Workshop „Geschichte kritisch vermitteln. Demokratie stärken“ beteiligt.

 

   

 Fotos: Christine Chiriac/GEI