Vortrag des Otto-Bennemann-Stipendiaten Dr. Paul Levine

Fortschrittliche Pädagogik und Geschichtsschulbücher zum Thema Holocaust – wie können diese beiden zusammenwirken?
Dieses Forschungsprojekt setzt sich mit der Pädagogik des Holocausts im Allgemeinen auseinander und betrachtet dabei besonders das Medium Schulbuch. Es wird zunächst versucht eine Reihe von fundierten und sinnvollen Richtlinien zu entwickeln, um diesen Bestandteil dessen, was Teil der grundlegenden Bildung in allen europäischen Staaten sein sollte, zu verbessern, „modernisieren“ und fortschrittlich zu gestalten. Dabei sollen Grundelemente, die in Publikationen zum Thema Geschichte des Holocaust und der Erinnerung daran als „die anerkannte Herangehensweise“ (Praxis) gelten, zum Zweck der inhaltlichen Weiterentwicklung herausgefunden und auf ihre Art der „redaktionellen Umsetzung“ analysiert werden. Untersucht wird, inwiefern das Thema Holocaust in den Schulbüchern heute so aufbereitet ist (unter dem Aspekt was wir heute als modern, fortschrittlich und pädagogisch vorbildlich betrachten), dass der Lehrer dieses Thema – trotz begrenzter Unterrichtszeit – gründlich und inhaltsreich unterrichten kann. Dabei ergibt sich die Frage, ob man es schaffen könnte, redaktionelle Richtlinien so zu entwickeln, dass sie auch in anderen ganz unterschiedlichen Bildungskulturen nutzbar wären?