Zwischen globalem Isomorphismus und lokaler Diversifizierung Curriculumsentwicklung im Politikunterricht
Bildungsmedien der so genannten sinnstiftenden Fächer wie Geschichte oder Gemeinschaftskunde können als wichtige Quellen für die Beantwortung der Frage betrachtet werden, wie Gesellschaften über die mit sozialen Veränderungsprozessen verbundenen Herausforderungen nachdenken, welche Probleme sie wahrnehmen und welche Lösungsstrategien sie favorisieren. So stellen sich im Zeichen der Globalisierung - hier v.a. die Zunahme von sozialer Heterogenität durch Migration und Individualisierung - Fragen, auf die der Politikunterricht in besonderem Maße Antworten zu geben versucht, immer drängender: Welche Vorstellungen von Gesellschaft gibt es und wie haben sich diese gewandelt? Wie ist Gesellschaft vor dem Hintergrund von Pluralisierung und Fragmentierung überhaupt noch möglich? Worauf kann gesellschaftliche Integration beruhen? Welches Verhältnis haben Individuum und Gesellschaft? Wie diese Fragen jeweils in Schulbüchern oder Lehrplänen beantwortet werden, wird indes zunehmend auch von globalen Diskursen bestimmt, die lokal aufgegriffen werden. Vor diesem Hintergrund untersucht dieses Projekt anhand von Politik-Curricula aus Deutschland und den USA nicht nur, wie sich die Inhalte von Bildungsmedien im Zeichen von Globalisierung verändert haben, sondern auch mithilfe des Governance-Ansatzes, wie und durch wen sich die Aushandlungsprozesse der Inhalte verändert haben.
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Sabrina Keit
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