3. Lernen unter Konfliktbedingungen
Das Lernen unter den Bedingungen eines länger andauernden, gewaltsam ausgetragenen Konflikts stellt Schüler/innen wie Lehrer/innen vor beträchtliche Herausforderungen. Das Unterrichtsmaterial, das den Konflikt spiegelt oder aber speziell zur Konfliktbearbeitung entwickelt wurde, ist nur ein Element im Lernprozess, der häufig vorwiegend von anderen Faktoren bestimmt wird, so den Erfahrungen im Elternhaus der Schüler/innen und anderen außerschulischen (Konflikt-)Erfahrungen, der Rolle der Lehrkräfte oder den Bedingungen, unter denen Unterricht stattfinden muss. Der Schwerpunkt zielt darauf ab, die Rolle von Lehrmaterial vor dem Hintergrund dieser diversen Faktoren empirisch zu untersuchen.
Das Georg-Eckert-Institut unterstützte die Erstellung und Erprobung von Unterrichtsmaterial im Rahmen eines israelisch-palästinensischen Projekts des Peace Research Institute in the Middle East (PRIME). Ein empirisches Forschungsprojekt befasste sich zudem mit Menschenrechtsbildung in Postkonfliktgesellschaften am Beispiel Kroatiens. Derzeit ist die Rolle des Geschichtsunterrichts in Südafrika und die Aufarbeitung der Aparthheid Thema eines Projekts. Ein weiteres befasst sich mit der Situation in Südosteuropa.




