Heike Karge
Dr. phil., studierte Geschichte, Ost-Südosteuropawissenschaften, Soziologie und Russische Sprache an den Universitäten Leipzig, Zagreb und Kaluga. Nach dem Studium war sie von September 1999 bis Juli 2002 am Georg-Eckert-Institut als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt, wo sie Projekte zu Schulbuchforschung- und Entwicklung in Südosteuropa entwickelte und betreute. Ihre Dissertationsschrift „Kriegsgedenken im sozialistischen Jugoslawien“ erarbeitete sie von 2002 bis 2006 im Rahmen eines DAAD-Forschungsstipendiums am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Seit September 2005 arbeitet Heike Karge als freie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ludwig Boltzmann Institut in Wien. Im Rahmen dieser Tätigkeit erweiterte sie den geographischen und thematischen Fokus ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Zur Auseinandersetzung mit Geschichtskulturen im südosteuropäischen Raum, die seit 1999 ihre wissenschaftliche Perspektive bestimmt, kam nun verstärkt die vergleichende Frage nach Erinnerungskulturen in Europa in der Zeit des Kalten Krieges hinzu.
Ihre Schwerpunkte liegen auf der südosteuropäischen Geschichte und der Geschichte des 20. Jahrhunderts, sowie auf den Themen Geschichtskulturen in Europa, Formen und Funktionen kollektiver Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, Vergleich von Geschichtskultur und Geschichtspolitik in Ost- und Westeuropa während der Zeit des Kalten Krieges.
Heike Karge lehrte im Sommersemester 2007 an der Universität Leipzig. Von Mai 2007 bis September 2008 war Frau Karge wissenschaftliche Mitarbeiterin am Georg-Eckert-Institut.
Seit Oktober 2008 ist sie als Akademische Rätin am Historischen Seminar der Universität Regensburg tätig.
Projekte
Am Georg-Eckert-Institut arbeitete Heike Karge im Rahmen des Projekts zur Koordination der Schulbuchforschung, -entwicklung und des Schulbuchvergleichs in Südosteuropa.
Ausgewählte Publikationen
- Steinerne Erinnerung – versteinerte Erinnerung? Kriegsgedenken im sozialistischen Jugoslawien, Wiesbaden: Harrassowitz (2008, in Vorbereitung).
- Im Reservat der Zeit. Kriegserinnerung und Schule im sozialistischen Jugoslawien, in: Höpken, Wolfgang (Hrg.): Kriegserinnerung und Kriegsverarbeitung in Südosteuropa. Zum Kulturellen Umgang mit Gewalterfahrung auf dem Balkan, München, 2007 (im Druck).
- Practices and Politics of World War Two Remembrance. (Trans-)National Perspectives from East and Southeast Europe, in: Pakier, Gosia and Stråth, Bo (Hrg.): Politics of Commemoration. The Search for the Past and the Shaping of a European Culture (2007, in Vorbereitung)
- Dalla 'memoria congelata' allo scontro del ricordo: i monumenti commemorativi della II Guerra Mondiale nella Jugoslavia di Tito, in: Memoria e ricerca. Rivista di storia contemporanea 21/2006, S. 81-99.
- Offizielle Narration trifft lokale Praktiken. Kriegsgedenken und Denkmalsbau in Jugoslawien, in: Beyer, Barbara und Richter, Angela (Hrg.), Geschichte (ge-) brauchen. Literatur und Geschichtskultur im Staatssozialismus: Jugoslavien und Bulgarien, Berlin: Frank&Timme 2006, S. 91-111.
- Reading a neighbourhood history. Where are the Italians in the textbooks?, in: Povijest u nastavi, 1/2004 (3).
- Tra euforia, moderazione e isolamento: l' Europa nei testi scolastici di storia delle repubbliche della ex Jugoslavia, in: Pingel, Falk (Hrg.): Insegnare l´Europa, Torino: Fondazione Agnelli 2003, S. 479-525.
- „Istraživanja školskih udžbenika u Jugoistočnoj Europi. Problemi, projekti, perspektive“, in: Fleck, Hans-Georg und Graovac, Igor (Hrsg.): Dijalog Povijesničara-Istoričara 4, Zagreb 2001, S. 17-29
- “Schwärzt die Seiten.” Nach dem Krieg: Bildungspolitik in Bosnien-Herzegowina, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Feuilleton, 14.3.2001
- Karge, Heike und Helmedach, Andreas (Hrsg.): „South-East Europe - Minorities in textbooks“, International Textbook Research 23 (2001): 2
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