Medienkonstellationen im Kontext von sogenannter „KI“ in der Schule (MeKIS)
Im diesem Rahmenprojekt für verschiedene kleinere Studien untersuchen wir, welche Medienkonstellationen sich rund um sogenannte „KI“ in Schulen entwickeln. Wir gehen von dem vielfach belegten Befund aus, dass insbesondere generative Technologien auf Grundlage von LLMs und Diffusionsmodellen zunehmend Anwendung in schulischen Kontexten finden – sei es im Zuge der Erstellung von Lehr- und Lernmaterialien oder der Unterrichtsplanung durch Lehrkräfte, während der Bearbeitung von Aufgaben durch Schüler*innen im Klassenraum oder auch zur Bearbeitung von Hausaufgaben. Die theoretische Grundannahme besteht darin, dass sich rund um diese Technologien Medienkonstellationen etablieren, die sich als Wechselspiel aus Materialitäten, Wissen/Praktiken, Inhalten und Subjektpositionen beschreiben lassen.
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Ziele
Die übergeordnete Forschungsfrage lautet, welche Medienkonstellationen im Kontext sogenannter „KI“ in Schulen national und international vorhanden sind, welche Elemente sich darin finden und wie sich das Wechselspiel rekonstruieren lässt. Ziel ist es, insbesondere,
a) mehr darüber zu erfahren, welche Inhalte mittels LLMs und Diffusionsmodellen hervorgebracht werden und welche technischen und diskursiven Einschreibungen sie aufweisen,
b) welche Wissensbestände und Praktiken Schüler*innen und Lehrer*innen mit „KI“ verbinden,
c) in welche Subjektpositionen die Schüler*innen, Lehrer*innen und auch die „KI“ versetzt wird und welche Machtverhältnisse sich ergeben;
d) welche KI-Modelle im Rahmen welcher Lernangebote zur Anwendung kommen und welche transnationalen Verflechtungen sich daraus ergeben.
Auf der übergeordneten Ebene zielt das Projekt zudem darauf ab, sich national und international mit Kolleg*innen zu vernetzen, die sich aus medien- und erziehungswissenschaftlicher mit ähnlichen Fragen beschäftigen, sowie Drittmittel für weitere Projekte einzuwerben.
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Vorgehensweise
Das Projekt wird mehrere kleinere Studien zusammenführen, die je unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Eine dieser Studien wird sich mit verschiedenen LLMs befassen und mittels systematischem generischem Prompting untersuchen, inwiefern sich die generierten Texte je nach Sprachmodell und gewählter Sprache unterscheiden. In Interviewstudien wird untersucht, welche Wissensbestände bei Schüler*innen und Lehrer*innen zu sogenannter „KI“ vorhanden sind und welche Ebenen der damit verbundenen Medienkonstellationen sie reflektieren und welche nicht. In Unterrichtsbeobachtungen werden Praktiken von Schüler*innen und Lehrkräften untersucht. In nationalen und internationalen Workshops erfolgt die Vernetzung und der Austausch mit einschlägigen Kolleg*innen.
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Veranstaltungen
- Workshop „ AI-based Educational Media from an International Perspective” am 01. und 02.10.2026 am GEI (gemeinsam mit Dr. Claudia Böhme, Universität Göttingen). Das Programm finden Sie hier.