Internationale Georg Arnhold Summer Conference

Die ökologische Krise und Bildung

Georg Arnhold International Conference
Online-Konferenz, 23.08.-27.08.2021

Das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) freut sich, die Georg Arnhold International Summer Conference anzukündigen, die vom 23. bis 27. August 2021 online stattfinden wird. Die diesjährige Konferenz wird sich mit Fragen und Themen rund um Bildung im Angesicht der gegenwärtigen Klimakrise befassen, um die verschiedenen Aspekte und Herausforderungen zu beleuchten, denen sich die Bildung für nachhaltige Entwicklung, insbesondere in den besonders betroffenen Regionen der Welt, stellen muss.

Welche gravierenden Folgen die menschengemachte Zerstörung intakter Ökosysteme und der Klimawandel haben können, führt uns besonders drastisch die weltweite Covid-19-Pandemie vor Augen. Neben dieser akuten Bedrohung gilt der Klimawandel heute als eine der größten Herausforderungen, der sich die globale Gemeinschaft im 21. Jahrhundert stellen muss.

Die negativen Folgen des Klimawandels stellen daher nicht nur unseren Lebensstil, sondern auch die Entwicklungs- und Wachstumsparadigmen, vor allem der Hauptverursacher des globalen Nordens, grundlegend in Frage. Dabei sind die Ursachen und Folgen des Klimawandels tief mit globalen Mustern der Ungleichheit verwoben, in denen der Klimawandel als Multiplikator bereits bestehender Verwundbarkeiten vor allem im globalen Süden wirkt. Das Zusammenspiel von Klimawandel, Konflikt, Armut, Hunger und Migration führt zu immer komplexeren Notlagen. Während reiche Industrienationen aber in der Lage sind, die Folgen durch Anpassung zu mildern, sind vor allem ärmere Länder oder bereits krisengeschüttelte Regionen in erhöhtem Maße betroffen und gerade Menschen, die besonders vulnerabel sind, darunter Arme, ältere Menschen, Frauen und Kinder. So tragen die schwächsten und gefährdetsten Menschen vor allem in Ländern des globalen Südens die Hauptlast der Auswirkungen des Klimawandels, während sie sowohl historisch als auch aktuell nur wenig zu den Ursachen beitragen.

Trotz der Unterzeichnung internationaler Klimaabkommen und nationaler Aktionspläne, um den Veränderungen des Klimas entgegenzuwirken, verweigert die Weltgemeinschaft weiterhin den vollen Einsatz, der für die Abwendung und Abmilderung der Folgen des Klimawandels erforderlich wäre. In erster Linie Regierungen und Unternehmen, aber auch wir alle als Einzelpersonen und Zivilgesellschaften sind dringend aufgerufen, unsere Verhaltensweisen zu überdenken und  unsere Beziehung zur Umwelt neu zu definieren, um einen Systemwandel und tiefgreifende Veränderungen herbeizuführen.

Um diesen Wandel zu ermöglichen, gilt es auch kommende Generationen durch Bildungsmaßnahmen besser für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu rüsten. Neben Regierungs- oder Wirtschaftsinitiativen und Projekten der Zivilgesellschaft spielt Bildung eine wichtige Rolle bei der erforderlichen politisch-ökonomischen Transformation hin zu ökologisch nachhaltigeren Gesellschaften. Bildung prägt Werte und Perspektiven und trägt zur Entwicklung von Fähigkeiten, Konzepten und Werkzeugen bei, die genutzt werden können, um kritisch aktuelle Lebensweisen zu reflektieren sowie politische, soziale und ökologische Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die diesjährige Summer Conference mit wichtigen Fragen und Themen zu Bildung im Angesicht der Klimakrise. Die Formate des Georg-Arnhold-Programms „Bildung für nachhaltigen Frieden“ legen einen Schwerpunkt auf Inhalte, Bildungsmedien und Curricula im Sekundarschulbereich. Das GEI lädt daher zu seiner Summer Conference zur Einreichung originärer Beiträge ein, die sich auf verschiedene Kontexte beziehen sowie auf aktuelle Theorien und innovative Methoden stützen, um die unterschiedlichen Aspekte und Herausforderungen, vor allem in bereits stärker betroffenen Regionen, einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu beleuchten.

Wir sind vor allem, aber nicht ausschließlich, an Beiträgen interessiert, die sich mit folgenden Themen und Fragen beschäftigen:

  • Bildung in klimabedingten Notlagen
  • Ökologische Friedensbildung
  • Umweltbildung: Lehrmethoden, Curricula und Bildungsmedien
  • Best-Practice-Beispiele

Den vollständigen Ausschreibungstext sowie weitere Informationen finden Sie auf unserer englischsprachigen Website.

Bewerbungsschluss: 15. Mai 2021