Dr. Imke Rath

Dr. Imke Rath

Wissen im Umbruch

Seit Juni 2026 ist Imke Rath mit dem Aufbau und der Leitung eines Zentrums für Lehrplanforschung und -beratung betraut. Diese Tätigkeit knüpft an vorangegangenen Projekte an, wie die Untersuchung niedersächsischer Kerncurricula im Rahmen von „Vielfalt und Teilhabe“ sowie die Untersuchung der Darstellung von Sinti* und Roma* in Schulbüchern und Lehrplänen. Darüber hinaus leitet sie weiterhin die Fachredaktion der Lehr- und Lernmittelplattform „Zwischentöne - Materialien für Vielfalt im Klassenzimmer“ und arbeitet im Verbundprojekt „Zukünfte der Migration (FuturMig)“, dem Transferprojekt „Stadt in Bewegung“ sowie dem EU-Projekt „MakingHistories“ mit, in dessen Rahmen sie im Juli 2024 einen Gastaufenthalt an der University of British Columbia in Vancouver, Kanada absolvierte.

Als langjährige Mitarbeiterin des GEI war Imke Rath zuvor an verschiedenen Projekten vor allem im Bereich des Transfers beteiligt, wie „Vielfaltsgeschichten aus der Ukraine, Polen und der Türkei“, „Radikaler Islam versus radikaler Anti-Islam“ und „GeschichteN in Bewegung“. Darüber hinaus beteiligte sie sich im Rahmen des EU-Projektes „Reflections“ an der Entwicklung der mehrsprachigen Lehrmittelplattform „EduSkills+“. Zuvor wirkte sie bei den digitalen Editionsprojekten „EurViews“ und „WorldViews“ mit und bearbeitete im Jahr 2018 das Vorhaben „Zivilgesellschaft in Zeiten militärischer Bedrohung“.

Imke Rath stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte und Diversitätsbeauftragte des GEI.

Bevor Imke Rath ans GEI kam, schloss sie ihr Studium der Sprachen und Kulturen Austronesiens an der Universität Hamburg mit einem zweisemestrigen Auslandsaufenthalt an der Universitas Seni Indonesia in Denpasar, Bali ab. Im Anschluss war sie im Fachbereich Außereuropäische Geschichte an der Universität Hamburg als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe „Text, Bild, Performanz: Wandel und Ambivalenz kultureller Ordnungen in kolonialen Kontaktzonen“ tätig. Für ihre geschichtswissenschaftliche Dissertation unternahm sie Forschungsaufenthalte auf den Philippinen und in Mexiko und untersuchte frühneuzeitliche Überlieferungen einer philippinischen Religion. Von April bis Juli 2018 arbeitete sie als Gastwissenschaftlerin am Käte-Hamburger-Kolleg „Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa“ an der Ruhr-Universität Bochum.

Projekte

Publikationen

  • Imke Rath, Carolin Bätge und Jönna Atzeroth: „Sprachliche Differenzierung in digitalen Bildungsmedien als Unterstützung individueller Bildungsprozesse“. In: Christine Ott und Bettina Bock (Hrsg.), Verständlichkeit - Zugänglichkeit - Barrierefreiheit: Sprachbezogene Rezeptionsherausforderungen und Inklusionspotenziale von Bildungsmedien. Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2025, S. 303-321.
  • Imke Rath: „Integration or Inclusion? On the Diversification of Concepts of Integration in the Field of Education“. In: Marcus Otto und Tania Saeed (Hrsg.), Critical Perspectives on Refugee and Migrant Integration in Education: Grassroots Narratives from Multiregional Settings. London et al.: Bloomsbury, 2025, S. 177-183.
  • Imke Rath: „Pedro Paterno: Europareisender und postkolonialer Schriftsteller?“, in: Roger Friedlein, Beatriz Friedel Ablanedo und Katharina Pohl (Hrsg.): Galerie der spanischen Reisenden auf die Philippinen. Berlin: regiospectra, 2025, S. 275-289 / „Pedro Alejandro Paterno: Viajero a Europa ¿y escritor poscolonial?“, in: Roger Friedlein, Beatriz Friedel Ablanedo und Katharina Pohl (Hrsg.): Galería de viajeros y de una viajera a las islas Filipinas. Oviedo: Universidad de Oviedo, 2025, S. 292-306.
  • Riem Spielhaus, Carolin Bätge und Imke Rath: „Perspektiven, Narrative, Zwischentöne - Impulse für den schulischen Geschichtsunterricht“. In: Viola B. Georgi, Martin Lücke, Johannes Meyer-Hamme und Riem Spielhaus (Hrsg.): Geschichten im Wandel: Neue Perspektiven für die Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft. Bielefeld: transcript, 2022, S. 349–359.
  • Imke Rath und Riem Spielhaus: Schulbücher und Antiziganismus: Zur Darstellung von Sinti und Roma in aktuellen deutschen Lehrplänen und Schulbüchern. Eckert. Dossiers 3 (2021). urn:nbn:de:0220-2021-0096.
  • Imke Rath: „Zwischentöne: Materialien für Vielfalt im Klassenzimmer“. In: Juliette Wedl und Annika Spahn (Hrsg.), Schule lehrt/lernt Vielfalt: Material und Unterrichtsbausteine für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Schule, Bd. 2, Göttingen: Waldschlösschen, 2019, S. 64-67.
  • Imke Rath, Robert Maier und Petro Kendzor (Hg.): Zivilgesellschaft in Zeiten militärischer Bedrohung: Zivilgesellschaftliches Engagement und Reaktionen im Bildungssektor auf gewaltsame Konflikte im östlichen Europa sowie im überregionalen historischen Vergleich, Eckert. Dossiers 6 (2019). Der Band ist ebenfalls im Jahr 2020 auf Ukrainisch und Russisch als Printversion und digital erschienen.
  • Imke Rath: „Observing the Transcendent Other: Early Modern Christian Interpretations of a Philippine Religion“. In: Entangled Religions, 11 (2020) 1, https://er.ceres.rub.de/index.php/ER/article/view/8691.
  • Imke Rath und Denise Bentrovato: „Der Erste Weltkrieg in Afrika: Mehr als nur eine Fußnote in der Geschichte des Weltenbrandes“. In: Philip Bernhard, Susanne Popp und Jutta Schumann (Hrsg.), Der Erste Weltkrieg - globalgeschichtlich betrachtet: Perspektiven für den Geschichtsunterricht, (Historica et Didactica: Fortbildung Geschichte, Bd. 12), St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag, 2019, S. 91-171.
  • Denise Bentrovato und Imke Rath: „A 'Matter of the Whites'? Contemporary Textbook Portrayals of Former African Colonies in WWI“. In: Eugenia Roldán Vera und Eckhardt Fuchs (Hrsg.), Textbooks and War: Multinational Perspectives on History Education, London: Palgrave Macmillan. 2018, S. 137-169.
  • Imke Rath: „Vergessen, Bedauern und Glorifizieren einer verlustreichen militärischen Operation: Multiperspektivische Einblicke in Schulbuchdarstellungen des Gallipolifeldzugs“. In: Christine Hatzky und Brigitte Reinwald (Hrsg.), Beyond Europe: The First World War in Global Perspective, (Dhau: Jahrbuch für außereuropäische Geschichte), St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag, 2018, S. 93-113.
  • Imke Rath: „Schulbuchforschung als Herausforderung für qualitative Methoden". In: Imke Rath (Hrsg.), Methoden und Theorien der Bildungsmedien- und Bildungsforschung: Ein Werkstattbericht von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern des Georg-Eckert-Instituts, Eckert. Dossiers 14 (2017), S. 4-16, https://repository.gei.de/handle/11428/233.
  • Imke Rath: Christliche Wissenssysteme und „Strategien des Übersetzens“ im Missionierungskontext: Die Darstellung der tagalischen Religion im 17. und 18. Jahrhundert, Frankfurt a. M.: Peter Lang, 2017.
  • Imke Rath: „Pedro Alejandro Paterno's La antigua civilización tagálog (1887): An Attempt to (Re)construct One's Own Religious Past“. In: Monika Arnez, Jürgen Sarnowsky (Hrsg.), The Role of Religions in the European Perception of Insular and Mainland Southeast Asia: Travel Accounts of the 16th to the 21st Century, Cambridge: Cambridge Scholars Publishing. 2016, S. 227-238.
  • Imke Rath: „Von Geistern, die zu Hexen wurden: Transreligiöser Kulturkontakt mit dem Bösen in der spanisch-katholischen Mission auf den Philippinen“. In: Saeculum, 14 (2014) 1. S. 9-24.
  • Imke Rath: „Depicting Netherworlds or the Treatment of the Afterlife in a Colonial Contact Zone: The Paete Case”. In: Astrid Windus, Eberhard Crailsheim (Hrsg.), Image, Object, Performance: Mediality and Communication in Early Modern Contact Zones of Latin America and Asia. Müster: Waxmann. 2013, S. 173-196.
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